MĂ€rz 7, 2021
Von Freie ArbeiterInnen Union (FAU)
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Im folgenden dokumentieren wir unsere Pressemitteilung zum aktuellen Arbeitskonflikt der FAU MĂŒnchen beim FilialbuchhĂ€ndler Walther König

Erst bleibt der Lohn aus, dann hagelt es KĂŒndigungen!

Zwischen der Buchhandlung Walther König und den studentischen BeschĂ€ftigten in den drei MĂŒnchner Filialen besteht seit dem 8.2.21 ein Arbeitskonflikt.

Die Forderungen von Seiten der Basisgewerkschaft FAU MĂŒnchen und der Studierenden bestehen aus folgenden Punkten: Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs auf Urlaubstage und bezahlte Krankentage, sowie die Annullierung der unrechtmĂ€ĂŸig aufgebauten Minusstunden, angerechnet aufgrund der behördlichen Schließung der Buchhandlungen.

Nun wird der Arbeitskonflikt von der Arbeitgeberseite aus weiter verschĂ€rft, die Löhne fĂŒr den Monat Februar blieben aus.

Auf die Forderung die GehĂ€lter auszuzahlen folgte bereits einen Tag spĂ€ter die KĂŒndigung aller studentisch BeschĂ€ftigten der drei Filialen.

Bisher wird weder auf die Forderungen der Studierenden und der Gewerkschaft, noch auf vorgeschlagene GesprĂ€chstermine eingegangen – im Gegenteil, die einzige Reaktion des Arbeitgebers: die KĂŒndigung all derjenigen, die die MissstĂ€nde aufgezeigt haben.

Einer der Studierenden meint: „Ich bin geschockt, ein so dreistes und ignorantes Verhalten hĂ€tten wir uns nicht ausmalen können.“

„Wir hatten gehofft, dass die Arbeitgeberseite gesprĂ€chsbereit ist, jetzt sind wir mit unseren Entlassungen konfrontiert. Erst laufen wir durch ausbleibende Löhne Gefahr, unsere Wohnungen zu verlieren, jetzt sind wir auch noch unseren Job los“, so eine weitere BeschĂ€ftigte.

Ohne irgendeine stichhaltige BegrĂŒndung bringt Walther König die studentisch BeschĂ€ftigten durch die Anwendung illegaler Praktiken noch weiter in eine wirtschaftliche Notsituation.

“Walther König baut die Liste seiner RechtsbrĂŒche weiter aus und versucht nun unter den BeschĂ€ftigten ExistenzĂ€ngste zu schĂŒren. Das illegale Verhalten des BuchhĂ€ndlers verschĂ€rft den Konflikt unnötig. Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Walther König, Udo Milz, muss endlich an den Verhandlungstisch und seine Blockadehaltung aufgeben.”, erklĂ€rt Patrick Lohner, SekretĂ€r der FAU MĂŒnchen.

Die BeschÀftigten erklÀren daher:

„Wir erwarten die Einhaltung der grundlegenden Rechte fĂŒr Arbeitnehmer und somit das Eingehen auf unsere Forderungen.

Wir fordern die sofortige Auszahlung des Lohnes – aber nicht in Form eines Vorschusses.

Wir fordern, dass alle KĂŒndigungen umgehend zurĂŒck genommen werden.

Die Weiterarbeit muss dann unter wesentlich verbesserten Arbeitsbedingungen stattfinden. Dies muss bundesweit fĂŒr alle BeschĂ€ftigten von Walther König gelten.“




Quelle: Fau.org