Dezember 19, 2021
Von InfoRiot
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Potsdam – Bei Protesten gegen demonstrierende Corona-Verharmloser und Impfgegner beteiligt sich nun auch das parteiĂŒbergreifende BĂŒndnis „Potsdam bekennt Farbe“ mit Aktionen. Vor einer AfD-Kundgebung gegen Impfzwang und die Corona-Regeln initiierten das BĂŒndnis und sein Vorsitzender, OberbĂŒrgermeister Mike Schubert (SPD), am Freitagabend eine Gedenkaktion „Licht des Gedenkens statt Propagandafeuer!“: Auf den Stufen der Nikolaikirche wurden dazu 257 Kerzen zur Erinnerung an die nach einer Corona-Infektion verstorbenen Potsdamer:innen gestellt – und ihrer in einem stillen Gedenken erinnert. Das teilte das BĂŒndnis nach der Gedenkaktion mit. Am Samstag wurde der Tod eines weiteren Corona-Infizierten aus Potsdam gemeldet.

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Schubert erklĂ€rte, mit der Aktion wolle man ein Zeichen gegen die AfD-Propagandaveranstaltung und die Vereinnahmung des Symbols der Kerzen durch Rechtspopulisten setzen. Das zeige auch, „dass wir Menschen zusammenhalten, wenn großes UnglĂŒck ĂŒber unser Land kommt.“ Man habe sich bewusst fĂŒr so einen kleineren Rahmen entschieden, um den geltenden Corona-Regeln zu entsprechen. Bei vorherigen Corona-Protesten hatte es das BĂŒndnis bei verbalen Unmutsbekunden belassen, auch zum Ärger von linken Gruppen, die aktiv vor Ort gegen die Corona-Protestler demonstrierten.

NĂ€chster Protest von Pandemieleugnern am Montag – Gegendemo geplant

Bei der AfD-Kundgebung am Freitagabend setzten die Organisatoren ebenfalls auf Kerzen, gelegt wurde ein Kreuz vor dem Landtagsschloss – auch als Zeichen des Widerstands, wie es in einschlĂ€gigen Gruppen des Nachrichtendienstes Telegram dazu hieß. Allerdings kamen einmal mehr nur ein paar Dutzend Menschen zusammen. Die Gegenproteste wirkten besser besucht. In einer der Potsdamer Telegram-Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen hieß es enttĂ€uscht, in anderen Kommunen wĂŒrde deutlich mehr Menschen auf die Straße gehen. 

Doch auch in Potsdam wird weiter zu Protesten aufgerufen – etwa fĂŒr den Montagabend (20.12.) am Nauener Tor. Auch die linke Szene mobilisiert wieder, sich solchem „Geschwurbel“ entgegenzustellen, wie es etwa im Nachrichtendienst Twitter hieß. Die Initiativgruppe „Stadt fĂŒr alle“ begrĂŒĂŸte es aber zugleich ausdrĂŒcklich, dass nun das BĂŒndnis „Potsdam bekennt Farbe“ endlich wieder bei Aktionen beteiligt sei: „Gut so.“




Quelle: Inforiot.de