Dezember 31, 2021
Von Chronik
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Bremen, 1. Januar 2022

Wir leiten das neue Jahr ein mit unruhigen NĂ€chten fĂŒr Marco R. Fuchs und sein Milliarden Schweren Raumfahrt- und RĂŒstungskonzern Orbitale Hochtechnologie Bremen (OHB System AG). Mit HĂ€mmern schlugen wir mehrere Scheiben eines GebĂ€udes von OHB ein und setzten dann die BĂŒrorĂ€ume in Brand.

Der Imageschaden ist gewiss. Happy new fear!

OHB System AG gilt als angesehener Raumfahrt- und Hochtechnologiekonzern. Seit den 1950ern baut OHB hauptsĂ€chlich satellitengestĂŒtzte Systeme, die fĂŒr militĂ€rische Interessen verwendet werden. Durch die direkten AuftrĂ€ge der Bundeswehr kann OHB nicht einmal mehr versuchen, das Feigenblatt Dual-use, also die Verwendung ihrer Satelliten fĂŒr sowohl zivile als auch militĂ€rische Zwecke, zu bemĂŒhen. OHB ist ein RĂŒstungskonzern.

RĂŒstungskonzerne sind Krisengewinner: Trotz Pandemie expandiert OHB nicht nur sichtbar mittels neuer GebĂ€ude im Technologiepark Bremen, sondern erschließt sich auch den US-amerikanischen Markt.

Was bleibt?

Wir haben ohnehin kein Vertrauen in parlamentarische Politik. Dennoch wollen wir hier erwĂ€hnen, dass in den letzten Tagen der vergangenen Legislaturperiode deutsche RĂŒstungskonzerne noch einmal Rekordgewinne in Milliardenhöhe eingefahren haben, weil die alte Bundesregierung die Ausfuhr genehmigt hat. Es gibt keine Partei, die gegen KriegseinsĂ€tze und RĂŒstungskonzerne agiert und insbesondere die neue Regierung hat unter Olaf Scholz gezeigt, dass sich der Kurs nicht verĂ€ndern wird. Regierung, Opposition sind da einerlei.

RĂŒstungsunternehmen können sich ihrem globalen Absatzmarkt gewiss sein. MilitĂ€rische GĂŒter aus deutscher Hand töten in der guten alten kolonialen Tradition und sichern gleichzeitig die Grenzen der Festung Europa. BundeswehreinsĂ€tze im Innern sind gĂ€ngig.

Gewalt sei kein Mittel politischer Auseinandersetzung, hören wir immer wieder. Zuletzt von Bremens Wirtschaftssenatorin von der Linken. Angesichts der beschriebenen RealitĂ€t sind direkte Aktionen dringend notwendig, um Profiteur*innen von (sozialen) Kriegen zu stoppen und AbrĂŒstung voranzubringen.

Unser Angriff auf den RĂŒstungskonzern OHB reiht sich ein in eine antimilitaristische KontinuitĂ€t. Bereits in den vergangenen Jahren wurde auch OHB mehrfach markiert und angegriffen. Im Gegensatz zum Unternehmen OHB, fĂŒr das das GeschĂ€ft mit dem Töten Alltag ist, haben wir darauf geachtet, dass bei unserem Angriff niemand zu Schaden kommt.

Direkte Aktionen sind Teil einer Perspektive fĂŒr Autonomie und Selbstorganisation. Wir stellen uns Entscheider*innen und Profiteur*innen dieses menschenverachtenden Systems entgegen und entlarven ihre selbstgerechte Politik. Wir fordern Menschen dazu auf, ihre Ohnmacht zu ĂŒberwinden, sich zusammenzuschließen und Sand im Getriebe zu werden.

Autonome Antimilitarist*innen

Quelle: Indymedia, Endofroad.blackblogs.org

Unbekannte haben in der Silvesternacht BĂŒrorĂ€ume des Raumfahrtkonzerns OHB in Brand gesetzt. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art bei OHB.

Auf den Raumfahrtkonzern OHB in Bremen haben Unbekannte in der Silvesternacht einen möglicherweise politisch motivierten Brandanschlag verĂŒbt. Um kurz nach Mitternacht wurde ein Feuer in den BĂŒrorĂ€umen auf dem GelĂ€nde an der UniversitĂ€tsallee gemeldet. Als die Feuerwehr bei dem Bau in der NĂ€he der UniversitĂ€t Bremen eintraf, loderten die Flammen bereits aus den Fenstern. Unter schwerem Atemschutz konnten die EinsatzkrĂ€fte das Feuer löschen. Es entstand hoher Sachschaden, verletzt wurde niemand.

Kriminalpolizei und Staatsschutz haben Ermittlungen aufgenommen. Es wĂŒrden auch eine politische Motivation und ein möglicher Zusammenhang zu Ă€hnlich gelagerten Taten ĂŒberprĂŒft, hieß es seitens der Behörden.

Die Polizei sucht außerdem Zeugen, die in den vergangenen Tagen und zum Jahreswechsel verdĂ€chtige Beobachtungen im Bereich UniversitĂ€tsallee gemacht haben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst jederzeit unter der Rufnummer 12345 entgegen.

Schon Ende November BrandsÀtze auf OHB-GelÀnde entdeckt

Bereits Ende November wurden auf dem OHB-GelĂ€nde am Manfred-Fuchs-Platz BrandsĂ€tze entdeckt. Sprengstoffexperten der Bundespolizei und Experten der Kripo untersuchten damals den Tatort. Der Staatsschutz der Polizei Bremen prĂŒfte danach ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben, in dem als Grund fĂŒr die Platzierung der BrandsĂ€tze die GeschĂ€ftsbeziehungen von OHB zur Bundeswehr und der EU-Grenzschutzagentur Frontex genannt wurden.

Einen Ă€hnlichen Vorfall hatte es außerdem bereits im Februar 2018 gegeben. Auch verschafften sich Unbekannte gewaltsam Zutritt zum FirmengelĂ€nde an der Karl-Ferdinand-Braun-Straße und versuchten, zwei Container in Brand zu setzen.

Quelle: Weser Kurier

Nach dem Brandanschlag auf ein GebĂ€ude des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB wollen Polizei und Innenbehörde ihre Ermittlungen im linksextremen Milieu ausweiten. Bremens PolizeiprĂ€sident Dirk Fasse kĂŒndigte am Donnerstag an, eine Sonderkommission Linksextremismus ins Leben rufen zu wollen, um die Verantwortlichen zu ermitteln.

„FĂŒr diese Sonderkommission werden wir Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Polizei Bremen zusammenziehen, die Ermittlungen bĂŒndeln und weiter vorantreiben. Hierbei ĂŒbernehmen wir die erfolgreichen Muster der Soko Rechtsextremismus und passen sie an“, so Fasse. Die bisherige Ermittlungsgruppe „Feuer“ werde in die neue Soko integriert.

Die Entscheidung sei in Absprache mit Innensenator Ulrich MĂ€urer (SPD) getroffen worden, heißt es weiter. Am Donnerstag hatten Fasse, MĂ€urer und Bremens BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) den Tatort besucht. Zuvor war ein Bekennerschreiben auf einer als linksextremistisch eingestuften Plattform aufgetaucht. Die Polizei stuft dieses Schreiben mittlerweile als echt ein.

Quelle: Weser Kurier




Quelle: Chronik.blackblogs.org