Mai 12, 2022
Von End Of Road
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LA GARE verteidigen / den Bau der Castorstrecke verhindern!

La gare ist Teil der kĂŒnftigen Bahnstrecke fĂŒr AtommĂŒlltransporte ins geplante Endlager CIGÉO bei Bure. Mit dem Abschluss der ErklĂ€rung des öffentlichen Nutzens (DUP) nimmt das Atomprojekt eine wichtige HĂŒrde, die die Enteignung der benötigten FlĂ€chen ermöglicht. Noch vor Beendigung der DUP kĂŒndigt ANDRA an, bis spĂ€testens 2024 den Bau der kĂŒnftigen Castorstrecke zu beginnen. Dem Bahnhof steht somit in naher Zukunft eine juristische Auseinandersetzung mit ANDRA um das GrundstĂŒck und letztlich die gewaltsame RĂ€umung bevor. Das werden wir so nicht hinnehmen!

 

Wir laden euch ein, mit uns eine Woche lang zu bauen, zu diskutieren und zu feiern. Das Fest soll ein Moment sein zusammen zu kommen, unsere Physische Verteidigung mit euch zu planen und vorzubereiten. Wir wollen Erfahrungen und Wissen zu diesem Thema mit euch austauschen und ĂŒber mögliche Strategien fĂŒr die Zeit nach der Enteignung und fĂŒr den Moment der RĂ€umung diskutieren. Wir wollen gemeinsam ein paar bauliche Maßnahmen auf dem GelĂ€nde durchfĂŒhren. Vor allem wollen wir eine schöne Zeit miteinander am Bahnhof verbringen und gemeinsam erfahren, dass es sich lohnt, um diesen Ort zu kĂ€mpfen!

About ambience: Es versteht sich von selbst (aber wir sagen es trotzdem), dass wir gegenĂŒber unterdrĂŒckerischem Verhalten auf dem Camp kompromisslos sein werden, und zwar unabhĂ€ngig von der Art des Verhaltens. Da das Thema Barrikadenbau leider prĂ€destiniert ist, fĂŒr patriarchales Kackverhalten wie Macker-militanz und militaristische Allmachtsphantasien, oder mansplaining im Handwerk wollen wir deutlich sagen: dass wir auf so was hier (und ĂŒberall) kein Bock haben! FĂŒr diejenigen, die es wĂŒnschen, werden natĂŒrlich RĂ€ume zur VerfĂŒgung stehen, um Workshops in choosen mixity durchzufĂŒhren.

Es ist nicht unser Ziel, den Bahnhof in ein Kriegsgebiet zu verwandeln, wenn wir diese Woche organisieren. Wir sind auch nicht naiv und denken, dass sich der Bahnhof auf Dauer ausschließlich im Barrikadenkampf verteidigen lĂ€sst. Es geht uns vielmehr darum, ein Ambiente zu schaffen, das Ausdruck unserer unversöhnlichen Haltung gegenĂŒber dem CIGÉO Projekt ist. Das bedeutet aber, neben der Vorbereitung auf eine kommende Konfrontation, auch ein Ort zu bleiben an dem wir uns alle WohlfĂŒhlen können.

legal Situation: unserer Rechtsauffassung nach, können wir so viele Barrikaden bauen und GrĂ€ben ausheben, wie wir Lust dazu haben, solange dieser Platz nicht rechtsgĂŒltig enteignet wurde. Wir können auch unsere Freund*innen dazu einladen uns dabei zu helfen und auch dazu aufrufen Materialien dafĂŒr herbei zu schaffen. Wir haben allerdings in der Vergangenheit wiederholt die Erfahrung gemacht, das öffentlich angekĂŒndigte Veranstaltungen unsererseits zu Repressionen auf der Gegenseite gefĂŒhrt haben. HĂ€ufig angewandte Mittel hierfĂŒr waren Erlasse der PrĂ€fektur, die den Transport bestimmter Materialien verbieten, AllgemeinverfĂŒgungen, die die Durchsuchung von Fahrzeugen und Insassen ermöglichen, sowie allgemeine Schikanen der Bullen gegen vermeintliche Projektgegner*innen. Stellt euch darauf ein, wenn ihr kommt und informiert euch z.B. mit der BroschĂŒre „brief legal en context buriĂ©nne“. Auch wird die Zeit ĂŒber ein legal Team fĂŒr euch erreichbar sein.

Material- & Werkzeugspenden: Eine Liste der benötigten Materialien wird folgen – wir werden uns darum kĂŒmmern, so viele Dinge wie möglich zur VerfĂŒgung zu stellen (wir brauchen vor allem gute Laune und Entschlossenheit!). Wenn du jedoch Material mitbringen möchtest, verweisen wir aus PlatzgrĂŒnden an dieser Stelle auf die AufzĂ€hlung der von der PrĂ€fektur zum Transport verbotenen GegenstĂ€nde vom Sommer 2021 (rayonnantes). Von den allermeisten dieser Dinge brauchen wir reichlich! Da auch diesmal mit einem entsprechenden Erlass zu rechnen ist, empfehlen wir Sachspenden bereits im Vorfeld der Veranstaltung am Bahnhof zu deponieren.

Wir erwarten Euch, so zahlreich wie möglich, vom 11. – 17. Juli 2022, in la gare de LumĂ©ville (in der nĂ€he von Bure)




Quelle: Endofroad.blackblogs.org