Mai 16, 2022
Von Chronik
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Berlin, 17. Mai 2022

Und der Grund unseres Ausflugs in den Berliner Osten ziert jetzt die Fassade des GebÀudes: KEINE KOTTIWACHE!

Wer uns die Bullen in die Nachbarschaft schickt muss damit rechnen, dass wir eben auch zu ihnen kommen.

Da wo hinter dem RĂŒcken der Anwohner* innen und an deren Interessen vorbei schnell NĂ€gel mit Köpfen gemacht werden sollen, ist ein Hammer meist nicht weit, Frau Iris Spranger!

Und genau dieser donnerte gestern Nacht in die Scheiben des SPD-BĂŒrgerbĂŒros der neuen Innensenatorin in Hellersdorf. Damit diese auch noch lĂ€nger etwas von unserem Besuch hat, haben wir in dem Innenraum außerdem eine stark stinkende FlĂŒssigkeit verteilt. Und der Grund unseres Ausflugs in den Berliner Osten ziert jetzt die Fassade des GebĂ€udes: KEINE KOTTIWACHE!

Wer uns die Bullen in die Nachbarschaft schickt muss damit rechnen, dass wir eben auch zu ihnen kommen.

Es bleibt unverstĂ€ndlich was genau die Innensenatorin antreibt bei ihrem Projekt die Bullenwache am Kottbusser Tor gegen alle WiderstĂ€nde und um jeden Preis durchsetzen zu wollen. 2,5 Millionen soll dieses Vorhaben kosten, zehn mal so viel wie anfĂ€nglich geplant. FĂŒr eine Wache, die an diesem Ort niemand haben will. Unsere Kritik begrenzt sich natĂŒrlich nicht nur darauf, dass die Wache auf der BrĂŒcke ĂŒber der Adalbertstraße einziehen soll. Wir sind ĂŒberzeugt, dass die Polizei keine sozialen Probleme lösen kann. Der Kiez um den Kotti wird schon lange von den Bullen belagert. Mit der Schaffung der Gefahrengebiete, die sich entlang der U1 durch Kreuzberg ziehen, hat sich jedoch weder das sogenannte „Drogenproblem“ gelöst, noch wurde ein Obdach fĂŒr Wohnungslose geschaffen. Wie auch? Ist dies alles doch Ausdruck einer kapitalistischen Welt, welche auf Ausbeutung, UnterdrĂŒckung und Konkurrenz basiert und so zur Entstehung solcher Probleme erst beitrĂ€gt. Vielmehr bedeutet die PrĂ€senz der Polizei, dass rassistische Kontrollen Alltag sind, dass Menschen aufgrund ihres Äußeren oder ihrer Herkunft schikaniert, verdrĂ€ngt oder festgenommen werden.

Diese Situation wird sich durch eine dauerhafte Bullenwache nur noch verschÀrfen. Probleme werden dadurch nicht gelöst, sondern höchstens verschoben.

FĂŒr selbstorganisierte Strukturen von Unten, statt Repression und Überwachung.

FĂŒr SolidaritĂ€t in den Nachbarschaften, statt Fremdbestimmung und Verarschung durch Politik und Politiker*innen.

Lasst uns zusammen die Kottiwache verhindern!

Quelle: Indymedia (Tor)

Schock und Entsetzen bei Berlins Landespolitikern!

Linksradikale verĂŒbten in der Nacht zu Dienstag einen Anschlag auf das Biesdorfer WahlkreisbĂŒro von Innensenatorin Iris Spranger (60, SPD). Mit Gewalt schlugen die TĂ€ter ein Sicherheitsglas ein, versprĂŒhten stinkende ButtersĂ€ure.

Ein ObjektschĂŒtzer der Polizei entdeckte gegen halb drei Uhr morgens die sechs mal einen Meter große Schmiererei an der Fassade: „Keine Kotti-Wache“.

Hintergrund: Der Senat plant trotz Widerstands aus der linken Szene bis Anfang 2023 eine Polizeiwache am KriminalitÀtsschwerpunkt Kottbusser Tor.

Dienstagabend erschien auf der linksradikalen Internet-Plattform Indymedia ein kurzes, anonymes Bekennerschreiben: „Wer uns die Bullen in die Nachbarschaft schickt, muss damit rechnen, dass wir eben auch zu ihnen kommen.“

Die Regierende Franziska Giffey (44, SPD) sichtlich betroffen: „Ein Angriff auf das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt, auf die demokratischen Institutionen.“ Die Landesregierung verurteile die Tat auf das SchĂ€rfste.

Es gehe bei der Kotti-Wache „um Schutz und Sicherheit der Bevölkerung“ an einem extrem kriminalitĂ€tsbelasteten Ort – darauf habe sich Rot-GrĂŒn-Rot gemeinsam verstĂ€ndigt.

Die Regierende weiter: „Wir als Politikerinnen und Politiker sind auch Menschen. Und es macht was mit uns, wenn wir auf diese Art und Weise angegriffen werden.“

Sprangers BĂŒroleiterin Liane Ollech: „Ich bin entsetzt und erschrocken ĂŒber diese sinnlose Zerstörung.“ SPD, GrĂŒne und Linke sprachen von einem „feigen Farb- und SĂ€ureanschlag“.

Vasili Franco (29), Innen-Experte der GrĂŒnen: „Dieser mutwillige Angriff ist untragbar, inakzeptabel und antidemokratisch.“

UnterstĂŒtzung fĂŒr die Innensenatorin auch von der Opposition. FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja (38): „Gewalt gegen Andersdenkende hat in unserer Demokratie nichts zu suchen!“

CDU-Landeschef Kai Wegner (49): „Der feige Anschlag zeigt einmal mehr, dass Linksextremismus alles andere als ein aufgebauschtes Problem ist.“

Quelle: B.Z.




Quelle: Chronik.blackblogs.org