September 27, 2021
Von Indymedia
327 ansichten


Am Abend des 26.09. saßen wir zusammen und sahen uns die Ergebnisse dieser Wahl an. Einer Wahl die wir niemals hatten.

Wir sahen die Zahlen die fĂŒr Chemnitz und Sachsen angezeigt wurden. Schockierende Zahlen fĂŒr uns, aber keine Überraschung. Wir waren nicht traurig, wir waren WĂŒtend. WĂŒtend ĂŒber den scheiß den wir jeden Tag erleben und ertragen mĂŒssen. Und wir gingen auf die Straße. Versammelten uns hinter einem Transparent –Wir sind ein Bild aus der Zukunft- und zeigten das die Stille gebrochen werden kann.

Wir traffen uns, und liefen los, durch die Stadt, an einigen Partys der Parteien vorbei. Auch bei Kontakt mit den Bullen liefen wir weiter, den ein Mensch aus unseren Reihen meldete uns als Spontane Versammlung an, so konnten wir unsere Wut auf die Straße tragen ohne vor der Represion zu fliehen. Wir sahen zwar ein enormes Bullenaufgebot das fĂŒr uns herangebracht wurde, doch danke guter Absprache lösten wir uns auf und waren in der Nacht verschwunden.

WĂ€hrend wir liefen verlasen wir einen Redebeitrag:

Wir sind ein Bild aus der Zukunft:

Heute, am Abend der Bundestagswahl, haben wir uns entschieden auf die Straße zu gehen. Haben entschieden das es schon viel zu spĂ€t ist, aber noch immer notwendig uns Gehör zu verschaffen.
Als immer wieder Überhörte, missverstanden und Bevormundete Jugendliche, Junge Erwachsene, Marginalisierte und abgedrĂ€ngte Menschen. Als Menschen die aus ihrer Perspektivlosigkeit nicht in einer Farbenfrohe Zukunft schauen, sondern die dĂŒsteren Vorboten einer Klimakatastrophe vor Augen haben. Denn WĂ€hrend die Gesellschaft immer weiter nach rechts rĂŒckt und die autoritĂ€ren TrĂ€ume KleinbĂŒrgerlicher Spießer in ErfĂŒllung gehen, sollen uns die EinschrĂ€nkungen unserer Freiheit als Sicherheit verkauft werden. Eine Sicherheit die dafĂŒr sorgen soll die VerhĂ€ltnisse zu festigen und in Stein zu meißeln. Doch diese VerhĂ€ltnisse sind uns zu wider, sie fĂŒgen sich ein in eine Welt der Reichen und MĂ€chtigen, eine Welt derer die den Richtigen Namen tragen und die richtigen Verbindungen haben. FĂŒr diese Menschen ist diese neue Sicherheit gedacht, deren Ziel es ist uns nach der Schule zur Ausbildung oder Studium zu Bringen, um Anschließend ein Leben lang zu arbeiten. Sie wollen Reichtum fĂŒr die Reichen, Steuern fĂŒr den Staat, einen Hungerlohn fĂŒr uns.

 Doch wir werden das nicht stillschweigend akzeptieren. Sollen sie doch Versuchen, mit Neuen Versammlungs- und Polizeigesetzen, mit Repression und Verfahren gegen angebliche Terrorgruppen oder mit reiner Gewalt auf der Straße uns ruhig zu stellen. Wir werden weiter KĂ€mpfen, werden weiter unsere Lebendigen Geist der Jugend zeigen. Wir werden zeigen das wir wĂŒtend sind. WĂŒtend weil sie unsere FreirĂ€ume angreifen und vernichten. Wir sind immer noch wĂŒtend ĂŒber die RĂ€umung der Liebig 34, den gerĂ€umten Dannenröder Wald und die hundert anderen RĂ€ume die ihr uns geraubt habt.

 Denn in einer Welt in der sie Menschen ersaufen lassen und die helfenden einsperren wollen, in der sie durch ihr nichts tun Todesurteile unterschreiben. Ineiner Welt in der sie Abschieben und Töten lassen ist es nicht nur Menschlich verstĂ€ndlich sondern auch Moralisch Notwendig gegen ihre Tödlichen Machenschaften anzugehen.

 In dieser eisigen Welt werden wir KĂ€mpfen das uns warm wird! Den sollten sie auch weiterhin denken uns Ignorieren zu können, denken das wir Unbelehrbaren mundtot gemacht werden können, dann werden sie Erkennen mĂŒssen: WIR SIND EIN BILD AUS DER ZUKUNFT! Einer Zukunft starken Widerstandes, in der wir aus unserer unbeschreiblichen Wut und der Notwendigkeit heraus kĂ€mpfen werden. FĂŒr dieses schöne Leben fĂŒr alle. FĂŒr eine Welt ohne Grenzen,. FĂŒr eine Solidarisch Gemeinschaft.
Den unser Drang nach Freiheit, ist grĂ¶ĂŸer als jede AutoritĂ€t! FĂŒr die Freiheit! FĂŒr das Leben




Quelle: De.indymedia.org