Oktober 12, 2021
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
221 ansichten


Gefunden auf publicación refractario, die Übersetzung ist von uns


(Chile) Dringend! Über die jĂŒngste Krankheit die beim anarchistischen GefĂ€hrten Francisco Solar entdeckt wurde und und ĂŒber seine schwierige gesundheitliche Situation.

In den ersten Monaten des Jahres 2021 trat Francisco zusammen mit anderen anarchistischen und subversiven Gefangenen mehr als 50 Tage lang in einen Hungerstreik gegen die Änderung des Gesetzesdekrets 321 und fĂŒr die sofortige Freilassung von Marcelo Villarroel.

Im Jahr 2010 hatte Francisco seinen Körper bereits bei einem anderen, mehr als 60 Tage dauernden Streik im Rahmen des Caso Bombas1 als Kampfmittel eingesetzt.

Bei der letzten Mobilisierung wurden Francisco von der Knastverwaltung mehrere Bluttests entnommen, wobei es zu einer verdĂ€chtigen Situation kam, in der Francisco aufgrund der schlechten Ergebnisse der Bluttests dringend in das Knastkrankenhaus eingeliefert wurde, die Schließer aber wenige Minuten spĂ€ter widerriefen und auf einen Irrtum hinwiesen, so dass er wieder ins GefĂ€ngnis zurĂŒckgebracht wurde.

Nach einer langsamen Genesung, stĂ€ndigen KrĂ€mpfen, ĂŒbermĂ€ĂŸigem Durst und Gewichtsverlust beantragte Francisco nach seiner Verlegung in den Knast von Rancagua eine medizinische Untersuchung. Erst am 22. September wurden diese Untersuchungen durchgefĂŒhrt und er wurde als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert. Die Diagnose: fortgeschrittener Diabetes mit 700 mg/dl Glukose2, d.h. am Rande des diabetischen Komas.

Nachdem er eine minimale Stabilisierung erreicht hatte, wurde er in den Trackt Nr.2 zurĂŒckgebracht, wo er trotz der zweimal tĂ€glich verabreichten Insulindosen, die von den Schließern restriktiv gehandhabt wurden, immer noch keine normalen Blutzuckerwert erreichte.

Wenige Tage spĂ€ter begann der GefĂ€hrte unter einer erheblichen SehschwĂ€che zu leiden, die bis heute anhĂ€lt, ohne dass ihm geholfen wird, und die ihn am Lesen oder an anderen tĂ€glichen Aufgaben hindert. Im Knast von Rancagua, das von einem privaten Unternehmen verwaltet wird, gibt es eine sehr schlechte Verpflegung und ein systematisches Verbot von Paketen, so dass die Gefangenen gezwungen sind, eine Reihe von SĂŒĂŸigkeiten und Lebensmitteln zu kaufen, die das konzessionierte Unternehmen wie ein Monopol verkauft. Diese RealitĂ€t ist in der Praxis nichts anderes als eine Verschlimmerung von Franciscos Krankheit und Gesundheit.

FĂŒr das Leben und die Gesundheit unseres GefĂ€hrten ist es dringend erforderlich, dass die Gendarmerie3 keine BeschrĂ€nkungen fĂŒr seine Einweisung vornimmt, ĂŒber die bereits mit einer PrivatĂ€rztin verhandelt wird, dass die Verbote und BeschrĂ€nkungen fĂŒr seine Einweisung aufgehoben werden und dass ihm eine angemessene Behandlung ermöglicht wird, die ihm ein Mindestmaß an Autonomie innerhalb des GefĂ€ngnisses erlaubt.

Wir wissen, dass der Knast darauf abzielt, das Individuum zu vernichten und zu schmĂ€lern, weshalb die Überwindung der von der KnastbĂŒrokratie aufgestellten Hindernisse und Hemmnisse nur durch Mobilisierung, SolidaritĂ€t und gegenseitiger Hilfe möglich ist. Wir machen die Gendarmerie fĂŒr die Verschlechterung des Gesundheitszustands des GefĂ€hrten verantwortlich.

Agitation und SolidaritĂ€t fĂŒr die Gesundheit des GefĂ€hrten Francisco!

Freiheit fĂŒr subversive und anarchistische Gefangene!

Oktober 2021




Quelle: Panopticon.blackblogs.org