Oktober 5, 2022
Von Anarchist Black Cross Wien
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AnlÀsslich der Internationale Woche der SolidaritÀt mit Anarchistischen Gefangenen 2022

Gefunden auf publicación refractario, die Übersetzung ist von uns:

(Chile) Worte von Mayo aus dem GefĂ€ngnis von San Miguel fĂŒr die Woche der SolidaritĂ€t mit den Anarchist*innen im Knast

05.09.2022

Vor allem, will ich den GefĂ€hrt*innen dafĂŒr danken das sie sich fĂŒr uns bewegen. Jeder Kratzer, jeder Stein, jede Störung des sozialen Friedens zeigt, dass wir nicht vergessen sind und dass die EntfĂŒhrung von Menschen, die fĂŒr eine andere Lebensweise kĂ€mpfen, durch den Staat nicht ungestraft bleibt. Jede Aktion ist ein Sandkorn, das uns der Straße nĂ€her bringt, das zeigt, dass Ideen nicht eingesperrt werden können. Die Inhaftierung ist das ultimative Zeichen staatlicher Herrschaft ĂŒber das Individuum, und diese Bedrohung schwebt ĂŒber den Köpfen all jener, die sich entscheiden, auf die tĂ€gliche Gewalt zu reagieren, die dieses System gegen uns alle ausĂŒbt, wie es uns ausbeutet, uns verschmutzt, uns auf bloße Zahlen reduziert, die produzieren und konsumieren. FĂŒr Marcelo Villarroel, JoaquĂ­n GarcĂ­a, Francisco Solar, MĂłnica Caballero, Felipe RĂ­os, Juan Aliste, Jalea und so viele andere, die sich entschieden haben, nicht nur eine Nummer in diesem System zu sein, sondern Teil des Widerstands zu werden.

Ein fraternaler Gruß von eurer GefĂ€hrtin Mayo aus den GefĂ€ngnissen des chilenischen Staates.

(Chile) Aus den chilenischen GefĂ€ngnissen. Worte von MawĂŒnhko und TomĂĄs im Rahmen der Woche der SolidaritĂ€t mit Anarchist*innen im Knast.

04.09.2022

Einige Worte der SolidaritÀt mit anarchistischen und Langzeitgefangenen.

Wir senden einen herzlichen Gruß und eine Umarmung an die anarchistischen und lang verurteilten GefĂ€hrt*innen, die heute als Geiseln in GefĂ€ngnissen festgehalten werden. Trotz aller Hindernisse durch das GefĂ€ngnisregime verfolgen wir aufmerksam jedes Ereignis und jede Nachricht ĂŒber euch. Wisst, dass wir bei jedem Seufzer der MĂŒdigkeit und Erschöpfung durch die Kraft und Energie gestĂ€rkt werden, die jede*r einzelne von euch uns gezeigt hat, nicht nur durch eure Worte, sondern auch durch eure eigene StĂ€rke, denn mit jedem Tag, der vergeht, versucht die Macht, euch zu brechen, und obwohl ihr manchmal verwelkt, wuchern eure Ideen weiter!!!

Es ist oft zu beobachten, wie die Schließer*innen verzweifelt nach Ausreden und Argumenten suchen, um die Bedingungen der Isolation, in der ihr euch befindet, zu verschĂ€rfen. Es reicht ihnen nicht, dass sie absurde Strafen verhĂ€ngt haben oder verhĂ€ngen wollen, sondern sie sehen stĂ€ndig ihre grĂ¶ĂŸte SchwĂ€che, und das ist nichts anderes als die StĂ€rke der Ideen, in die kein Schließer*innen jemals eindringen kann. Es muss fĂŒr sie die grĂ¶ĂŸte Frustration sein, euch 24 Stunden am Tag zu beobachten und trotzdem nicht den Weg zu finden, der zu dem Wald voller tiefster SehnsĂŒchte und Erinnerungen fĂŒhrt.

In diesem ImaginĂ€ren, das sie nicht zu zerstören vermochten, finden wir uns wieder, dort beobachten wir sie
 Trotz der Entfernung spĂŒren wir sie und suchen nach ihnen. Dieser Wald, wie alle anderen, die wir kennen, hat ein GedĂ€chtnis, GefĂ€hrt*innen, und hier in jedem Ausbruch ist die Essenz ihrer Handlungen! Von der komplizenhaften und aufstĂ€ndischen SolidaritĂ€t, die die Flamme antagonistischer Ideen am Leben erhĂ€lt, die ĂŒber alle UmstĂ€nde hinaus Bestand haben, glauben wir, dass es wichtig ist, den Kopf hochzuhalten, um diese lange Reise fortzusetzen. Wir senden unsere Kraft an alle Menschen, die durch ihr tĂ€gliches Handeln zu ewigen Feinden der etablierten und miserablen AutoritĂ€ten geworden sind.

Mit Liebe und Zuneigung hinter Gittern Widerstand leistend,

MawĂŒnhko und TomĂĄs, Winter 2022.

(Chile) Worte von Marcelo Villarroel fĂŒr die Woche der SolidaritĂ€t mit anarchistischen Gefangenen

03.09.2022

Einen unbeugsamen Gruß des Widerstands gegen die Knastgesellschaft!

FĂŒr alle revolutionĂ€ren antiautoritĂ€ren Gefangenen aller Tendenzen/Strömungen.

FĂŒr die Mapuche-Gefangenen des chilenischen Staates, die den Weg der Begegnung zwischen den Rebellen dieser Gebiete und denen, die gemeinsame Feinde bekĂ€mpfen, gehen.

FĂŒr die Initiativen kĂ€mpfender UnterstĂŒtzung, aufstĂ€ndischer Komplizenschaft, stĂ€ndiger SolidaritĂ€t zwischen den Weichan und dem sozial-antisozialen Krieg.

FĂŒr diejenigen, die, um in die Offensive zu gehen, aus den FĂ€ngen der AutoritĂ€t fliehen und auf der Flucht, illegal und heimlich in verschiedenen Teilen des Planeten leben und ihr Leben zu einem stĂ€ndigen Akt der subversiven Missachtung der Gesetze machen, die uns von der Macht und ihrem terroristischen Monopol der staatlichen Gewalt auferlegt werden.

FĂŒr MĂłnica und Francisco, liebe BrĂŒder und Schwestern im Kampf, die sich auf die Rache der herrschenden Klasse vorbereiten, die sie fĂŒr Jahrzehnte in Tonnen von Beton und MetallgefĂ€ngnissen begraben will.

FĂŒr Alfredo Cospito, der in den italienischen KnĂ€sten der brutalen Isolation mit wahrhaft anarchischem Temperament begegnet.

FĂŒr Juan Sorroche, der ebenfalls vom faschistischen italienischen Staat entfĂŒhrt und kĂŒrzlich zu 28 Jahren GefĂ€ngnis verurteilt wurde.

FĂŒr Claudio Lavazza, einen widerstĂ€ndigen GefĂ€hrten, der heute in den GefĂ€ngnissen Frankreichs sitzt.

FĂŒr Gabriel Pombo da Silva, der in ein ewiges GefĂ€ngnisunter dem Deckmantel des spanischen Staates entfĂŒhrt wurde.

FĂŒr den ewigen Mumia Abu Yamal und seinen langen Widerstand gegen die Yankee-GefĂ€ngnisse, die schlimmsten der Welt.

FĂŒr Nikos Maziotti und Poula Roupa, Stadtguerillos des RevolutionĂ€ren Kampfes, Geiseln des griechischen Staates.

FĂŒr Emilio Berkhoff, Luis Tranamil und alle politischen Gefangenen der Mapuche, die das Weichan am Leben erhalten.

FĂŒr Juan Aliste und JoaquĂ­n GarcĂ­a, meine BrĂŒder, die tagtĂ€glich gegen die ungesunde Inhaftierung kĂ€mpfen.

FĂŒr alle wĂŒrdigen Gefangenen, die sich in ihren Gebieten an den KĂ€mpfen beteiligen, um das Leben gegen die Zerstörung des Planeten, gegen das extraktivistische Kapital und gegen die AutoritĂ€t zu verteidigen, und die in allen Bereichen Autonomie fĂŒr ein gutes Leben anstreben.

Ein brĂŒderlicher Gruß, eine aufrichtige Umarmung, eine Einladung, in allen möglichen RĂ€umen den dringenden offensiven Widerstand durch die stĂ€ndige VervielfĂ€ltigung von Kampfgemeinschaften weiter aufzubauen.

Auch eine notwendige Forderung nach der Aufhebung der Urteile der MilitĂ€rjustiz, die heute auf mich verhĂ€ngt werden, um eine klare staatliche EntfĂŒhrung zu rechtfertigen. Agitieren, Verbreiten, Propagieren, Beharren, Ausharren ist die Haltung und der Wille fĂŒr unsere jetzige Forderung, in der wir uns kollektiv befinden, um so schnell wie möglich auf die Straße gehen zu können.

Erinnerung, Widerstand und Subversion!

Solange es Elend gibt, wird es Rebellion geben!!!

Marcelo Villarroel SepĂșlveda
AntiautoritÀrer subversiver Gefangene
Aus dem Knast-Unternehmen in Rancagua

Ende August 2022.

(Chile) Ein komplizenhafter Gruß. Worte von Francisco Solar fĂŒr die Woche der SolidaritĂ€t mit anarchistischen Gefangenen

29.08.2022

RevolutionĂ€re, anarchistische SolidaritĂ€t ist eine gegenseitige Beziehung, die unabdingbar eine klare und entschiedene Positionierung des Krieges sowohl von den Gefangenen als auch von den affinen Milieus auf der Straße erfordert. Auf dieser Grundlage soll diese Woche der SolidaritĂ€t mit den anarchistischen Gefangenen diese auf Kampf basierende Beziehung stĂ€rken, die nichts anderes ist als die bestehende Komplizenschaft, die jeden Ausdruck von AutoritĂ€t angreift.

Die Abkehr von der FĂŒrsorge und der Opferrolle besteht darin, den Gefangenen nicht lĂ€nger als unhinterfragbares Subjekt zu betrachten, allein aufgrund der Tatsache, dass er vorĂŒbergehend eingesperrt ist. Daher bedeutet es auch, mit Praktiken zu brechen, die zur Hierarchisierung und AutoritĂ€t neigen. Es ist wichtig, dies immer im Hinterkopf zu behalten, um den anarchischen Kampf gegen die GefĂ€ngnisse zu stĂ€rken.

Ein komplizenhafter Gruß an alle Gruppen und Individuen, die sich den Kampf gegen die AutoritĂ€t zu eigen machen, der untrennbar mit dem anarchischen Kampf gegen die GefĂ€ngnisse verbunden ist. Ihre Aktionen und Angriffe sind eine wichtige Erleichterung des bedrĂŒckenden GefĂ€ngnislebens.

Ein komplizenhafter Gruß auch an alle anarchistischen Gefangenen in der ganzen Welt. Eine besondere Umarmung fĂŒr den GefĂ€hrten Alfredo CĂłspito, der sich in einer Ausnahmesituation der Gefangenschaft befindet, die die Macht auf Dauer stellen will.

FĂŒr das Ende der Verurteilungen der MilitĂ€rjustiz ĂŒber Marcelo Villaroel!

Die KnÀste sollen platzen!

Francisco Solar

GefĂ€ngnis La Gonzalina – Rancagua.

Ende August 2022.

(Chile) Worte des subversiven Gefangenen Juan Aliste angesicht der Woche der Agitation und SolidaritÀt mit anarchistischen und antiautoritÀren Gefangenen

27.08.2022

Feinde des Staates ist weder ein Slogan noch ein Pamphlet, es ist die Überzeugung des Lebens, die es uns erlaubt, den intensiven, gewalttĂ€tigen und schönen Weg des sozialen Krieges zu gehen.

Der Macht ohne Pause mit einer KontinuitÀt des Kampfes entgegentreten, auf Anarchismus und Subversion setzen, um die Stadtguerilla weiter zu stÀrken.

Kein GefĂ€ngnis und keine Verurteilung wird das Schlagen der schwarzen Herzen unserer BrĂŒder und Schwestern im Kampf stoppen. MĂłnica und Fransisco – unsere Komplizenschaft und Liebe im Krieg.

SolidaritĂ€t und Komplizenschaft mit denjenigen, die die MĂ€chtigen und UnterdrĂŒcker angreifen!

Aufhebung der Urteile der MilitĂ€rjustiz fĂŒr Marcelo Villarroel!

Anarchistische Subversive und Mapuche-Gefangene auf die Straße!!!

Juan Aliste Vega

Subversiver Gefangener

Knast-Unternehmen von Rancagua, 6. Region, aus dem vom chilenischen Staat besetzten Territorium, Ende August 2022.

(Chile) Worte des antiautoritÀren Gefangenen Juan Flores anlÀsslich der Woche der Agitation und SolidaritÀt mit anarchistischen Gefangenen

26.08.2022

„Die Demut als Grundlage fĂŒr das Wachsen, die Entwicklung und die StĂ€rkung der antiautoritĂ€ren Ideen.“

Denn wir sind immer noch auf dem Kriegspfad!!!

Denn wir machen weiterhin die Wege frei, die uns zu der ersehnten Rache fĂŒhren und unserer Sehnsucht nach Insurrektion KontinuitĂ€t verleihen werden.

Zusammen mit Maury und Angry!!!!

Zusammen mit Ravachol, Severino, Mateo Morral, Sante und all unseren BrĂŒdern und Schwestern, die in Wut und Rachedurst gefallen sind!

Diese Worte werden geboren und fliegen frei aus dem Vernichtungszentrum Las Gonzalinas in Rancagua und grĂŒĂŸen brĂŒderlich und komplizenhaft die aufstĂ€ndische Aktion jedes Individuums, das sich irgendwo auf der Welt gegen einen Tod in Monotonie im erstickenden Leben der totalen Kontrolle wehrt, tausendmal werde ich es sagen, sie sind mein stĂ€rkster Herzschlag, die KontinuitĂ€t, die die Macht so sehr fĂŒrchtet. Auch den BrĂŒdern und Schwestern, die sich in dieser Woche der Agitation im Zeichen des Ungehorsams und der KreativitĂ€t solidarisch zeigen.

Ich habe mich als Individuum gegenĂŒber der Herrschaft und ihren Repressionsapparaten erklĂ€rt und gehandelt und deutlich gemacht, dass die antiautoritĂ€ren Ideen, die Wut gegen die herrschende Ordnung und die Erinnerung, die mich prĂ€gen, sich weder von ihren langen Strafen noch von ihren widerlichen KnĂ€sten beugen lassen. In diesem Sinne ist mein Kriegszug im GefĂ€ngnis wie der so vieler antiautoritĂ€rer BrĂŒder und Schwestern ein Aufruf an all jene Individuen, die sich als unversöhnliche Feinde der Macht erkennen, den Weg des sozialen Krieges weiter zu beschreiten und unter Affinen die VerschĂ€rfung von Konflikten und anarchischen Aktionen ungezĂŒgelt und gegen alle WiderstĂ€nde mit Leben zu fĂŒllen. Heute, fast acht Jahre nach meiner Inhaftierung, kann ich das Ergebnis eines Lebens in Rebellion mitteilen, in dem Demut die Grundlage dafĂŒr war, meinen antiautoritĂ€ren Kampf in diesen Kerkern auf wĂŒrdige Weise fortzusetzen. Jeder Schritt, jede Entscheidung und sogar jeder Fehler waren Lektionen, die ich nie bereut habe oder Teil von etwas Absolutem waren, das den Mut so vieler GefĂ€hrt*innen im Laufe der Jahrhunderte des Kampfes gegen die Macht, als deren KontinuitĂ€t ich mich betrachte, missachten oder unterschĂ€tzen kann, ohne mich selbst immer wieder zu ĂŒberhöhen, indem ich sogar meine eigenen Schritte in Frage stelle. Heute fahre ich fort, die Gewissheiten unserer unendlichen FĂ€higkeiten zu festigen, das Bestehende zu verleugnen, um die Gefangenschaft, ihre Normen, Logiken, Kontrolle und all ihre Ordnung im AlltĂ€glichen und im Verborgenen in antiautoritĂ€rer Komplizenschaft zu brechen. DafĂŒr gibt es keine absoluten Wahrheiten oder HandbĂŒcher, die mehr tun können als unsere Sehnsucht nach Freiheit, WĂŒrde und Rebellion, fĂŒr viele scheint der antiautoritĂ€re Kampf erloschen zu sein, fĂŒr viele wĂŒrde es ihnen passen, aber zu unserem VergnĂŒgen und ihrem Anliegen wird unsere Rebellion weiter bestehen.

Juan Alexis Flores Riquelme

Anti-autoritÀrer Gefangener

passiert am Ende August 2022




Quelle: Abc-wien.net