Oktober 21, 2021
Von GefangenensolidaritÀt Jena
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In einem Brief vom 18. Oktober 2021 informierte uns ein Gefangener ĂŒber zwei Corona-AusbrĂŒche in der JVA Untermaßfeld vom 29. September und 18. Oktober. Die JVA reagiert darauf mit dem Einschluss der gesamten betroffenen Station, d. h. volle Isolation der Gefangenen, ohne Hofgang, ĂŒber mehrere Tage.

Wir unterstĂŒtzen die Forderungen der Gefangenen nach HofgĂ€ngen und mehr Freiheiten mindestens fĂŒr Geimpfte. Weiterhin stellt sich die Frage, ob die Beamten sich haben impfen lassen und ob sie sich an die Schutzmaßnahmen halten. Es wird vermutet, die Beamten hĂ€tten das Virus eingeschleppt. Hier mĂŒssen die Behörden zum Schutz der Gefangenen Maßnahmen ergreifen.

Es folgt der Bericht des Inhaftierten:

„Hier wurden soweit die meisten geimpft. Soweit sollte ja eigentlich nichts passiere können. Ja aber am 29. September 2021 wurde dann wahrscheinlich durch Bedienstete Covid hier eingeschleppt. Trotz Impfung hatten wir in der betroffenen Station 6 Tage Einschluss. Ein Schnelltest wurde bei uns erst am 1. Oktober 2021 gemacht. In unserer Abteilung waren alle negativ und trotzdem war noch ĂŒber das Wochenende Einschluss. Anders als in anderen JVAs ermöglicht Untermaßfeld keinerlei Hofgang. Also sechs Tage rund um die Uhr Einschluss. Demzufolge hoch ist die psychische und körperliche Belastung.

Heute, 18. Oktober 2021, wurde erneut bekannt, dass es wieder positiv schnellgetestete Gefangene gibt. Wieder wurde Covid ĂŒber Bedienstete eingeschleust, eingeschleppt. Ja und wieder ist Einschluss. VorĂŒbergehen werden vorerst vielleicht wieder mehrere Tage. In meinen Augen ist das ein Unzustand.“

GG/BO-Soligruppe Jena, 21. Oktober 2021




Quelle: Gefangenensolijena.noblogs.org