April 5, 2022
Von Indymedia
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Corona ist das Virus, Kapitalismus ist das Problem.

FĂŒr uns gilt immer noch:

Gemeinsam gegen Kapitalismus und Patriarchat!

Wir sind linke Feminist*innen!

Und wir sind entsetzt ĂŒber die sich endlos zuspitzenden politischen und sozialen VerhĂ€ltnisse im Zuge der globalen Krise rund um das Corona-Virus.

Wir sehen, dass rechte Gruppierungen versuchen, die gesellschaftliche Krise fĂŒr ihre Zwecke auszunutzen und Protestbewegungen zu instrumentalisieren. DemgegenĂŒber steht eine Linke, die bezĂŒglich der Pandemiemaßnahmen keinerlei Staatskritik Ă€ußert, dieses Feld den Rechten ĂŒberlĂ€sst und keinen Raum bietet, sich Protesten anzuschließen.

Dabei gibt es genug GrĂŒnde, scharfe Kritik an der derzeitigen gesellschaftlichen und politischen Lage zu Ă€ußern:

Populismus und „die Impfung“

Die Politik prĂ€sentiert „die Impfung“ als alternativlosen Ausweg aus einer gesundheitlichen, gesellschaftlichen und politischen Krise, die sie selbst verursacht und befeuert, und die unter dem Vorwand einer PandemiebekĂ€mpfung die menschenfeindlichen VerhĂ€ltnisse weiter zuspitzt. Dieser Politik geht es dabei nicht um die Rettung von Menschenleben, sondern wie ĂŒblich um Verwertbarkeit, Profit, Macht(erhalt) und Kontrolle.

Sie arbeitet mit den Mitteln des Populismus und kreiert einen Schuldigen: die „Ungeimpften“. Die Medien sind Teil des Systems: indem entkontextualisierte Zahlen mit Horrorbildern vermischt, prĂ€sentiert werden, schaffen sie ein Diktat der Angst. Angst wird zur HerrschaftsausĂŒbung benutzt. Absoluter Gehorsam wird als einzige Möglichkeit zur „Brechung der Wellen“ kommuniziert, dabei werden die Menschen entmĂŒndigt und ihnen die Eigenverantwortung abgesprochen.

Menschen, die sich gegen eine „Impfung“ entscheiden, werden diskriminiert und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. Eltern wird die Entscheidungshoheit ĂŒber das körperliche und seelische Wohlergehen ihrer Kinder entzogen. Politische Maßnahmen sind willkĂŒrlich und folgen keiner medizinischen Logik (z.B. LĂ€nge des Genesenenstatus, keine Anerkennung von ImmunitĂ€tsnachweisen, diverse Testregelungen, Ausschluss von gesellschaftlicher Teilhabe von Ungeimpften, einrichtungsbezogene Impfpflicht – obwohl durch die “Impfung” kein Fremdschutz erreicht wird, „Impf“empfehlung fĂŒr Kinder und Jugendliche, Nichtanerkennung von kostengĂŒnstigen medikamentösen Therapien und Prophylaxemöglichkeiten, Maskenpflicht fĂŒr Kinder usw.)

Neoliberaler Gesellschaftsumbau, Verwertbarkeitslogik und Technisierung aller Lebensbereiche

Diese Politik treibt auf die Spitze, was sie schon seit Jahrzehnten betreibt: den neoliberalen Gesellschaftsumbau. Der Umgang mit Krankheit wird zur Selbstoptimierung, Verwertbarkeit steht an erster Stelle. Öffentliche Gelder werden in Privatunternehmen verschoben, der Staat zahlt Impfstoffe und Pharmaforschung, haftet fĂŒr Privatunternehmen im Falle von Impffolgen, zahlt Milliarden an Industrie und Konzerne fĂŒr Kurzarbeit, Coronahilfen etc.

Die sozialen Ungleichheiten wurden in den letzten 2 Jahren weiter verschĂ€rft, sowohl national wie auch global. Der Hunger hat weltweit zugenommen. Bildung bleibt durch Schulschließungen und ökonomische Verschlechterung, besonders in LĂ€ndern des globalen SĂŒdens, auf der Strecke.

Nationalismus und Eurozentrismus erstarken: Deutschland und der globale Norden reagieren mit Grenzschließungen, Verweigerung von SolidaritĂ€t mit dem globalen SĂŒden, Nichtanerkennung auslĂ€ndischer Impfstoffe, Patenten auf Impfstoffe, Vorenthaltung von Impfstoffen fĂŒr die Ă€rmeren LĂ€nder.

Die vorher schon unertrĂ€gliche Situation der Care-Arbeit-Leistenden wird weiter verschlimmert, sowohl bei unbezahlter Care-Arbeit als auch in den Institutionen des Gesundheitswesens. Die Impfpflicht fĂŒr im Gesundheitswesen TĂ€tige wird den Pflegenotstand weiter anheizen und Rationalisierungen können als KĂŒndigungen wegen „Ungeimpften-Status“ verkauft werden.

All dies wird verknĂŒpft mit dem Ausbau von digitaler Überwachung. Technische Anwendungen sollen soziale Probleme lösen, und dienen dabei vor allem der biopolitischen Kontrolle. Gesellschaftliche Teilhabe ist nur noch mit Zertifikat möglich.

Und völlig unbehelligt von jeglicher Kritik und verdeckt durch all die angstvolle Berichterstattung ĂŒber Pandemie und Maßnahmen, wird in allen Bereichen neoliberale Politik durchgewunken, die Militarisierung vorangetrieben, RĂŒstungsexporte erreichen neue Rekordwerte, Polizeigesetze wurden verschĂ€rft, globale Konflikte werden angeheizt, die Klimapolitik weiter ad absurdum gefĂŒhrt
.

Wer gewinnt, wer verliert in der Krise und durch die „Corona-Maßnahmen“?

Verlierer*innen der Corona-Politik und der Maßnahmen sind die ĂŒblichen marginalisierten Gruppen: Kinder und Jugendliche, Alleinerziehende, Frauen*, Migrant*innen, Menschen in beengten WohnverhĂ€ltnissen, Menschen in Lagern, auslĂ€ndische (v.a. außereuropĂ€ische) ArbeitskrĂ€fte etc. etc.

Soziale Ausgrenzung, psychische Erkrankungen, erhöhte Suizidraten bei Jugendlichen, v.a. bei MĂ€dchen, Anstieg hĂ€uslicher Gewalt gegen Frauen* und Kinder, Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Kinderbetreuung, Ungerechtigkeit bei bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit, hĂ€ufigere und schwerere Erkrankungen bei armen Menschen usw. sind die Folge. Die Statistiken sprechen eine eindeutige Sprache und die AufzĂ€hlung der sozialen Auswirkungen ließe sich beliebig verlĂ€ngern.

FĂŒr alle, aber besonders fĂŒr Kinder und Jugendliche, also die Generation, die unter Pandemie-Bedingungen aufwĂ€chst, werden die Folgen noch in Jahren und Jahrzehnten spĂŒrbar sein.

Profitieren tut, wie ĂŒblich, das weiße mĂ€nnliche Establishment. MĂ€nner diktieren und verdienen – als Politiker, als Wissenschaftler, als Lobbyisten von Pharma- und Medizintechkonzernen… Auf allen Ebenen verschĂ€rft sich die ökonomische Ungleichheit: Superreiche, Konzerne, der globale Norden, sie alle sind Profiteure der Krise. Frauen* waren und sind dagegen in unserem Gesundheitssystem schon immer schlechter gestellt, erfahren schlechtere medizinische Behandlung, Diskriminierung, Gewalt und Missachtung.

Medizin, Technik und Wissenschaft(-glÀubigkeit)

Dies zeigt, dass Medizin nicht neutral ist. Sie ist Teil des herrschenden Systems, folgt der kapitalistischen und patriarchalen Logik und spiegelt die sozialen VerhĂ€ltnisse wider. Eine „Triage“ findet lĂ€ngst (oder schon immer) statt durch Ungleichbehandlung von Privatversicherten und gesetzlich Versicherten, von sozial Schwachen, Menschen mit Behinderung, Frauen* etc.

(Schul)Medizin ignoriert psychische und soziale UmstÀnde und propagiert ein streng biochemisches, technologisches Körperbild. Dies wird momentan auf die Spitze getrieben. Zudem wurde die seit etwa 2 Jahrzehnten geltende Doktrin der evidenzbasierten Medizin kurzerhand abgeschafft.

Die TechnikglĂ€ubigkeit umfasst auch die neuartigen „Impfstoffe“, die Gentechnik plötzlich als Heilsbringer propagiert, wo sie bisher als zu gefĂ€hrlich, weil nicht kontrollierbar, und unethisch galt. Diese Entwicklung macht die Gentechnik auch in anderen Bereichen wie der Embryonenforschung, der Krebstherapie und der Landwirtschaft salonfĂ€hig und wird auch dort zur obligaten Anwendung.

All diese UmstÀnde machen eine linke Position unerlÀsslich!

Wir stehen ein fĂŒr eine links-feministische Politik, wir fordern:

  • Solidarischer Umgang mit (Corona)Kranken, gute hĂ€usliche Versorgung statt QuarantĂ€ne, Corona-Ambulanzen statt Betretungsverbot in Arzt*praxen fĂŒr Erkrankte

  • Einbeziehung von KomplementĂ€rmedizin

  • Globale gerechte Impfstoff- und Medikamentenverteilung und Abschaffung von Patenten auf Medikamente

  • UnabhĂ€ngige Forschung zur Corona-Pandemie, zu Corona-Behandlung, Corona-Folgen, genauso wie kritische begleitende Forschung zur „Impfung“ und Impffolgen, die Geschlechterunterschiede mit einschließt

  • Ein solidarisches Gesundheitssystem, das nicht den Klinik-, Pharma-, Tech- und Versicherungskonzernen dient, sondern den Menschen

  • Beendigung bzw. BekĂ€mpfung der Ursachen von pandemischen Erkrankungen, also der industriellen Landwirtschaft, des Klimawandels und des Raubbaus an unserem Planeten

Feministische Initiative Wendland im Februar 2022 * feminiwendland@riseup.net

 

 




Quelle: De.indymedia.org