September 20, 2021
Von End Of Road
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Es hat in der Geschichte der BRD nie wirklich einen Anlass gegeben zu denken, dass die Repression des Staates auf dem RĂŒckzug sei. Dennoch haben wohl viele in den letzten Jahren – und insbesondere im Zuge des G20 Gipfels – den Eindruck, dass sich die Repression verstĂ€rkt (nicht nur in der BRD). So kam kam es schon vor dem G20 zu VerschĂ€rfungen der Strafbarkeit von Angriffen auf Bullen. Nach dem Gipfel dann natĂŒrlich die Repression als Antwort auf den Krawall (mittlerweile reicht es schon die Stimme gegen einen Cop zu erheben), in deren Zuge mehrere Leute U-Haft und Haftstrafen verbĂŒĂŸen mussten. Dann kamen die neuen Polizeigesetze, die stetige juristische, technische und personelle AufrĂŒstung, zunehmende Verzahnung von MilitĂ€r und ziviler Verwaltung, mehrere 129a Verfahren und all dies vor dem Hintergrund eines gesellschaftlichen Rechtsrucks, faschistischen TerroranschlĂ€gen und bewaffneten rechten Strukturen im Staatsapparat. Wir brauchen die Liste nicht weiterfĂŒhren, wir wissen all das. Gerade deshalb ist es ermutigend auf das vergangene Wochenende zu schauen!

Augenscheinlich kam es nach der Wir-sind-alle-Linx-Demo am Samstag zu Angriffen auf Bullen und brennenden Barrikaden in Connewitz.

DarĂŒber hinaus hat es bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Brandanschlag auf ein IngenieurbĂŒro in der Dresdner Albertstadt gegeben. Laut einem Bekenner*innenschreiben [https://chronik.blackblogs.org/?p=15022], welches im Internet veröffentlicht wurde, ist das Unternehmen am Bau der neuen JVA in Zwickau [https://chronik.blackblogs.org/?p=11185] beteiligt. Hier ein Zitat aus dem Schreiben:

„Bei aller Feindschaft, die wir gegenĂŒber GefĂ€ngnissen und der Gesellschaft, die sie braucht, hegen, motivierte uns zu dieser Aktion vor allem die immer noch andauernde Inhaftierung von Lina und der Prozessbeginn gegen sie und weitere GefĂ€hrt*innen letzte Woche hier am Oberlandesgericht. Sie sind angeklagt, Faschisten angegriffen und sich als kriminelle Vereinigung organisiert zu haben. Ihnen wird vorgeworfen, konsequent antifaschistisch gehandelt, also Faschisten wirksam bekĂ€mpft zu haben. Wer behauptet, dieser Kampf sei an der Wahlurne, in Parlamenten oder im „demokratischen Diskurs“ zu fĂŒhren, verkennt die Geschichte dieses widerlichen Landes. Da der Staat die Grundlage des Faschismus ist, kann der Kampf gegen den Faschismus sich nicht auf die vom Staat zugelassenen Mittel beschrĂ€nken. Faschisten mĂŒssen auch militant angegriffen werden, sie mĂŒssen sich fĂŒrchten noch weiterhin aktiv zu sein, sie mĂŒssen an ihrem menschenfeindlichen Tun handfest gehindert werden.

Wir danken den Genoss*innen, die Faschisten verprĂŒgeln!
Wir schicken das Knistern unserer Flammen zu Lina, ELLA/Up1 und Boris!
Freiheit fĂŒr alle Gefangenen!
FĂŒr die Anarchie!“




Quelle: Endofroad.blackblogs.org