Januar 12, 2022
Von FAU Hamburg
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Sonnabend, 15. Januar – 12:30 Uhr, Dammtor

Als FAU Hamburg unterstĂŒtzen wir den Aufruf des Hamburger BĂŒndnises gegen Rechts.

Seit inzwischen fast zwei Jahren hat die Corona-Pandemie die ganze Welt fest im Griff und zieht weitreichende Folgen nach sich.

Arme und Wohnungslose, Risikogruppen, LGBTQ+ Communities und PoC sind tagtĂ€glich den Risiken unverĂ€ndert hoher Inzidenzwerte ausgesetzt, besitzen eingeschrĂ€nkten Zugang zum Gesundheitswesen und leiden unter
der Erosion von Arbeitsrechten.
Parellel dazu verschanzen sich reiche Hamburger*innen sich in ihren Eppendorfer Luxus-Wohnungen und ihre KonsumgĂŒter von ausgebeuteten Fahrradkurier*innen nach Hause liefern lassen.

WĂ€hrend SolidaritĂ€t gefragt ist, um uns alle durch die Pandemie zu bringen, finden Verschwörungsmythen, oftmals mit antisemitischem Hintergrund, und gegen Impfung und Schutzmaßnahmen gerichtet, zunehmends weiter Verbreitung.

Im Laufe des lezten Jahres begannen Schwurbelnde sich regelmĂ€ĂŸig in GroßstĂ€dten bundesweit zu treffen, um dort offen ihre Verachtung eines grundlegenden Wisschenschafts- und DemokratieverstĂ€ndnisses zur Schau zu stellen.
WĂ€hrend diese Veranstaltungen im vergleichsweise kleinen Rahmen anfingen, sind sie in den letzten Monaten zu Ansammlungen von bis zu 10.000 Menschen und mehr angewachsen.
Viele der Teilnehmer*innen tragen dort bewusst keine Maske, MindestabstĂ€nde werden nicht eingehalten; Superspreader-Events sind unausweichlich und auch gewollt.
Hier werden nicht nur Verschwörungsmythen und das Virus selbst verbreitet; es bestehen seit Beginn an Verbindungen zu rechtsextremen und faschistischen Netzwerken, welche hier bewusst rekrutieren und weitere Radikalisierung vorantreiben.

Um durch die Corona-Krise zu kommen bedarf es einer solidarischen Gesellschaft.
Gerade wĂ€hrend dieser Pandemie ist auch in den Betrieben eine Organisierung von unten nötig.

Denn nur mit widerstandsfĂ€higen Netzwerken kann eine solidarische Corona-Politik erkĂ€mpft werden, die LohnabhĂ€ngige und marginalisierte Gruppen vor den schlimmsten Auswirkungen schĂŒtzt und einen nachhaltigen Systembruch ermöglicht, sodass wir stĂ€rker als zuvor aus der Krise kommen.

Lasst uns die Straße nehmen, und zeigen, dass Verschwörungsmythen und Faschismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.

Lasst uns uns fĂŒr eine solidarische, emanzipierte Gesellschaft kĂ€mpfen, selbstbestimmt und frei von Kaptialismus und Ausbeutung!




Quelle: Hamburg.fau.org