April 28, 2021
Von End Of Road
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Antifa-Protest gegen Corona-BeschrÀnkungen

Am Montagabend hat eine Demonstration in der Östlichen Vorstadt sowie in Hemelingen fĂŒr Aufsehen gesorgt. WĂ€hrend der genehmigten Aktion kam es laut Polizei zu einigen ZwischenfĂ€llen.


Einige Anwohner staunten am Montagabend nicht schlecht, als es plötzlich vor ihrem Fenster lauter wurde und sie auf die Straße schauten. So zog durch die Östliche Vorstadt und Hemelingen eine Fahrrad-Demonstration, die sich gegen die aktuellen AusgangsbeschrĂ€nkungen richtete.

Die Polizei begleitete die Aktion, die offiziell angemeldet wurde – allerdings grĂ¶ĂŸer ausfiel als geplant. So waren nicht die angegebenen 150 Teilnehmer dabei, am Ende waren es nach Angaben der Beamten deren 330. Und nicht nur das: „Dabei wurden Pyrotechnik gezĂŒndet, mehrere Autos beschĂ€digt und polizeifeindliche Parolen gerufen“, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Zu der Demonstration, die gegen 21.45 Uhr begann, hatte die Basisgruppe Antifaschismus, die vom Landesamt fĂŒr Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft ist, aufgerufen. Unter anderem hĂ€tten die Teilnehmer mehrfach polizeifeindliche Parolen gebrĂŒllt, etwa „ACAB“ und „ganz Bremen hasst die Polizei“. WĂ€hrend die Beamten vor Ort diese VerstĂ¶ĂŸe nicht registrierten, beobachteten Zeugen, wie am Ende des Demonstrationszuges bei mehreren Autos durch Teilnehmende im Vorbeifahren unter anderem Scheiben eingeschlagen wurden, heißt es in der Mitteilung. Der Einsatzleiter habe daraufhin den Aufzug stoppen lassen und Lautsprecherdurchsagen durchgefĂŒhrt. DarĂŒber hinaus habe er die seitliche Begleitung der Fahrraddemonstration angeordnet. Eine Auflösung der Versammlung sei zu diesem Zeitpunkt im Hinblick auf den besonderen Schutz des Grundrechtes auf Versammlungsfreiheit rechtlich nicht möglich gewesen.

Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Strafanzeigen wegen SachbeschĂ€digungen und Anzeigen wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen das Versammlungsgesetz ausgestellt. Insgesamt seien nach derzeitigem Stand zehn Autos beschĂ€digt worden. Weitere Zeugen können sich telefonisch an den Kriminaldauerdienst unter der Nummer 0421/1312 wenden.




Quelle: Endofroad.blackblogs.org