April 29, 2021
Von Nachrichten Aus Nord-Neukölln
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*RevolutionÀrer 1. Mai startet 17 Uhr am Herrmannplatz in Berlin-Neukölln

* Breites migrantisches BĂŒndnis mobilisiert zu den Protesten

Die diesjĂ€hrige RevolutionĂ€re 1. Mai Demonstration startet um 17 Uhr am Hermannplatz in Neukölln. Ein BĂŒndnis aus migrantischen und internationalistischen Gruppen schließt sich erstmals der Organisation der Demonstration zum Kampftag der internationalen Arbeiter*innenklasse in Berlin an und stellt den Frontblock.

Teil des BĂŒndnisses sind: AGIF Berlin, Bayan Europe, Berlin for India, Bloque Latinoamericano, Initiative der Betreuer*innen, CoLiberation Berlin, Dest Dan Frauenrat, Freie Kurdische Gemeinde Berlin, Jewish Antifa, JĂŒdischer Antifaschistischer Bund, Migrantifa Berlin, No Border Assembly, PalĂ€stina Spricht, Respect Berlin, Sudan Uprising, United Against Turkish Fascism, Women Defend Rojava Berlin, Young Struggle und YXK/JXK.

„Der Klassenkampf in Deutschland muss migrantisch auch sein, weil es migrantische Arbeiter*innen sowie Arbeiter*innen im globalen SĂŒden sind, die ĂŒberausgebeutet werden und somit den Reichtum der herrschenden Klasse eines imperialistischen Landes wie Deutschland erwirtschaften“, sagt Isabell Martinez. FĂŒr das BĂŒndnis steht fest, dass der RevolutionĂ€re 1. Mai nicht nur im Zeichen der Arbeiter*innen, sondern auch fĂŒr die Menschen stehen muss, die ohne Arbeit, Papiere oder Wohnung leben, Menschen die unbezahlte Haus- und Pflegearbeit machen, sowie jenen die kriminalisiert und weggesperrt werden oder im Mittelmeer ertrinken.

Plakat RevolutionÀre 1.Mai Demo Hermannplatz

Plakat RevolutionÀre 1.Mai Demo Hermannplatz

„Unsere politischen Stimmen und Forderungen wurden in Deutschland zu lange ignoriert, es wird Zeit, dass wir ein Zeichen setzen“, sagt Aleksandra Szymanski. In Deutschland fehle es an einer breiten, klassenkĂ€mpferischen Linken, diese gelte es aufzubauen. „Der 1. Mai ist Teil dieses Aufbauprozesses“, so Szymanski.

„Das kapitalistische System kann ohne den Rassismus als Logik der Legitimation fĂŒr Überausbeutung sowie die Ausgrenzung vom Arbeitsmarkt, die dazu dient den Preis der Arbeitskraft niedrig zu halten, nicht existieren“ heißt es weiter. Auch die Faschisierung des Staatsapparates, die sich in der Kriminalisierung und dem Morden an rassifizierten Menschen ausdrĂŒckt, sei eine Konsequenz des kapitalistischen Systems.

Der diesjĂ€hrige revolutionĂ€re erste Mai startet um 17 Uhr am Hermannplatz in Neukölln mit einer Kundgebung. Der Demonstrationszug wird sich um 18 Uhr in Bewegung setzten und ĂŒber die Karl-Marx-Straße und Sonnenallee in Richtung Kreuzberg laufen um auf dem Oranienplatz zu enden.

Laut Meryem Malik soll „die Demo die SolidaritĂ€t mit unserer Klasse in all unseren Sprachen laut werden lassen“. FĂŒr das BĂŒndnis ist es wichtig, dass die Demonstration die BedĂŒrfnisse und KĂ€mpfe der migrantischen Communities von Kreuzberg und Neukölln abbildet und nicht entfremdend auf sie wirkt: Die Demo soll ein Ausdruck der SolidaritĂ€t sein, der zum kĂ€mpfen mitreißt und an die historische KontinuitĂ€t migrantischer, diasporischer und internationaler revolutionĂ€rer KĂ€mpfe erinnert, die in vielen Communities lange Tradition haben. Damit auch diejeneigen, deren Existenz kriminalisiert wird, sowie Passant*innen eingeladen sind sich anzuschließen, muss sich der Charakter der diesjĂ€hrigen Demo also verĂ€ndern. „Wir haben kein Interesse an den Provokationen der Berliner Polizei und fordern sie auf, sich von der Demonstration und unseren Kiezen fernzuhalten“, so Malik.

Gemeinsam mit den anderen Gruppen, die zum diesjĂ€hrigen revolutionĂ€ren ersten Mai aufrufen, soll der Fokus der diesjĂ€hrigen Demo ebenfalls auf die Folgen der Coronakrise sowie dem Ziel der Enteignung großen Wohnungsbaugesellschaften aufmerksam machen. „Im Zuge der Corona-Krise wird zugleich ein Krieg gegen die WerktĂ€tigen, die Armen und Marginalisierten ausgefochten“, so Jasmeet Singh. „Wir wollen, dass die Reichen fĂŒr diese Krise die Rechnung prĂ€sentiert bekommen.“

„Kommt, damit wir am 1. Mai, dem Tag der internationalen Arbeiter*innenschaft, denen danken können, die durch das Werk ihrer HĂ€nde diese Welt geschaffen haben und die die Bedingungen fĂŒr eine neue Welt möglich machen werden.“

Quelle:https://migrantifaberlin.wordpress.com/2021/03/29/pressemeldung-revolutionarer-1-mai-2021-in-berlin/

weitere Infos:
RevolutionÀrer 1.Mai Berlin




Quelle: Nk44.blogsport.de