Mai 13, 2022
Von FAU Bielefeld
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Schön war er, aber auch bitter nötig: Der diesjĂ€hrige 1. Mai in Bielefeld. Erst auf der Straße demonstrieren, dann auf der Straße rund ums FAU-Lokal feiern, sprechen, schnippeln, essen und sich anschließend dem kulturellen Programm widmen. NatĂŒrlich alles selbstorganisiert und ohne Chef:innen, Staat und Sozialpartnerschaft. Allen KĂŒnstler:innen, Helfer:innen, Besucher:innen wollen wir Danke sagen!

Angefangen hat die Demonstration auf dem Siegfriedplatz, wo eine Rede gehalten wurde, in der thematisiert wurde, inwiefern Staat und Kapitalismus zu unserer UnterdrĂŒckung beitragen und welche Forderungen wir als LohnabhĂ€ngige stellen können, um unsere Situation im Hier und Jetzt zu verbessern und auf die endgĂŒltige UmwĂ€lzung des Systems hinzuarbeiten.

Danach ging es los durch die Innenstadt in Richtung FAU-Lokal, „bewaffnet“ mit zwei Transparenten, zahlreichen Fahnen, vielfĂ€ltigen DemosprĂŒchen und einer gehörigen Portion Motivation.

Kaum war der Demozug im Lokal der FAU Bielefeld angekommen, gingen die Vorbereitungen fĂŒr das Stadtteilfest auch schon los – und alle, Besucher:innen wie Organisator:innen – haben dabei mitgeholfen, die Pavillons, BĂ€nke und Musikanlage aufzubauen und schließlich das GemĂŒse zu schnippeln, das anschließend verkocht und von allen genossen wurde.

Nach der StĂ€rkung ging es auch schon mit dem kulturellen Programm los: Es gab gleich vier musikalische Acts, darunter das Duo Close.Your.Eyes und die neu gegrĂŒndete Band TerrorplĂ€tzchen, die die Zuschauer:innen begeistert haben. Auch Literatur durfte nicht fehlen, denn Ralf Burnicki hat alte und neue Anarcho-Poetry, darunter auch StĂŒcke aus seinem neuen Buch „Lichtaspirin“, vorgestellt.

Auch als die letzten KlÀnge der Instrumente und der lesenden Stimme verklungen sind, war das Stadtteilfest trotzdem noch nicht zuende, denn es wurde weiterhin geplaudert, diskutiert und auch beim Abbau gab es wieder zahlreiche helfende HÀnde!

Dieser Tag hat uns wieder einmal gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir zusammenkommen und ein Projekt in Selbstorganisation auf die Beine stellen. In diesem Sinne: Another world is possible und herzlichen Dank an alle Teilnehmenden!




Quelle: Bielefeld.fau.org