September 8, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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Immer mehr E-Autos der Marke Tesla fluten die StÀdte Deutschlands. Ganz besonders in den Vierteln, in denen sich die Tech-Yuppies und das linksliberale Bonzengesocks niedergelassen haben, kann man mittlerweile an beinahe jeder Ecke eines dieser muskschen Statussymbole beobachten.

Was man als umsichtige*r Kriminelle*r dazu unbedingt wissen sollte: Bei diesen Teslas handelt es sich um notorische Snitches! Selbst im geparkten Zustand zeichnen die Fahrzeuge im sogenannten „WĂ€chter-Modus“ ihre Umgebung permanent auf. Mit vier Kameras (Front, Heck und Seiten) haben diese Fahrzeuge eine 360°-Sicht auf ihre Umgebung und bei guten SichtverhĂ€ltnissen sollen sie Personen auf bis zu 100 Meter Entfernung wahrnehmen können. Kommt man einem Tesla in besagtem WĂ€chter-Modus zu nahe oder sieht es schief an, so macht dieser die Beleuchtung an, glaubt das Auto gar, dass man sich an ihm zu schaffen macht, fĂ€ngt es an zu hupen, zu blinken und dreht die im Inneren befindliche Stereoanlage auf. Das gemeinste an all dem: Das Auto filmt ununterbrochen, was um es herum passiert und speichert diese Aufnahmen auf einem USB-Stick im Wageninneren oder ĂŒbermittelt diese Bilder im alarmierten Zustand teilweise auch direkt an das Handy des EigentĂŒmers. Zudem verschicken einige neuere Modelle auch gleich eine SMS an den Tesla Kundenservice, der dann ebenfalls auf die Bilder zugreifen kann und ggf. die Bullen ruft.

Soweit so schlecht, immerhin dĂŒrften die Aufnahmen teilweise mit abbrennen, sollte der entsprechende Tesla in Flammen aufgehen, allerdings könnte der Tesla ja auch als Zeuge fĂŒr Taten auftreten, die mit ihm selbst gar nichts zu tun haben. Zumindest lĂ€sst sich nicht ausschließen, dass die Videoaufnahmen seiner Umgebung, die zwar nach einer gewissen Zeit ĂŒberschrieben werden –allerdings ist das bei USB-Speichermedien oft nicht ausreichend – nicht doch rechtzeitig von irgendwelchen Bullenschweinen lokalisiert und gesichert werden. Zumindest sollte man daran lieber vorher denken, wenn am Tatort oder auf dem Fluchtweg einer dieser Tesla-Spione geparkt ist.

In Deutschland ist rechtlich wohl zumindest unklar, inwiefern der WÀchter-Modus im öffentlichen Raum mit dem Datenschutz vereinbar ist. Einige Tesla-Besitzer*innen lassen sich dadurch ggf. davon abhalten, ihn zu aktivieren. Darauf verlassen kann man sich jedoch nicht, auch dann nicht, wenn man beispielsweise einmal krÀftig gegen das GefÀhrt tritt, um das zu testen, denn immerhin funktioniert der WÀchter-Modus nicht immer einwandfrei und so kann es sein, dass man sich zwar auf Video befindet, der Tesla aber keinen Radau macht.

Den Tesla abzufackeln kann zumindest bei jenen Modellen, bei denen die Bilder nicht ĂŒber das Mobilfunknetz ĂŒbertragen werden, Abhilfe schaffen, zumindest wenn der USB-Stick im Wageninneren bei dem Brand mit vernichtet wird. Und zumindest mĂŒsste sich die Übermittlung der Bilder durch Jammer fĂŒr die Dauer der Verbindungsunterbrechung stören lassen, nicht aber, dass diese möglicherweise beim Wiederherstellen der Verbindung nachtrĂ€glich ĂŒbertragen werden.




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org