November 13, 2020
Von Anarchist Black Cross Wien
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Quelle: Kontrapolis

(Anm. abc wien: Bereits im Originalartikel haben die Nummern bei den Bildern zu den Bildbeschreibungen gefehlt, wir haben es trotzdem so ĂŒbernommen)

Wie im Artikel „HardFacts zu den Durchsuchungen in Berlin/Athen im §129 Verfahren“ bekannt wurde, wurden kurz vor den Razzien ein GPS Sender und ein AbhörgerĂ€t in einem Fahrzeug gefunden.

Einer zeitnahen Veröffentlichung kamen die Bullen leider zuvor, sodass dies jetzt nachgeholt werden soll.

Die GerĂ€te wurden offensichtlich vom Bundeskriminalamt eingebaut, um im vorliegenden §129 Verfahren Erkenntnisse ĂŒber die Beschuldigten zu gewinnen. Generell ist es sehr wichtig, solche Dinge nicht fĂŒr sich zu behalten, sondern diese verdeckten Methoden ans Licht zu bringen.

Nach aktuellem Kenntnisstand wurde im August 2019 der GPS Sender und ab September 2019 das AudiogerĂ€t zur „InnenraumĂŒberwachung im KFZ“ eingebaut.

Beide GerĂ€te waren getrennt voneinander, jeweils in den KopfstĂŒtzen der Frontsitze verbaut.

Die KopfstĂŒtzen wurden offensichtlich auseinander gebrochen und nach Einbau der Wanzen wieder neu verklebt.

Beide GerÀtschaften waren mit einem Akku (2) ausgestattet.

Das erste GerÀt, hier handelt es sich offenbar um die Steuereinheit (1), ist ausgestattet mit einem GSM Modul, um via SIM Karte (5) die GPS Daten, aber auch die aufgezeichneten Audio-Dateien, an die Bullen zu schicken.

An der Steuereinheit selbst befanden sich eine GPS/GSM Antenne (3), die Verbindung zum Akku und ein Mikrofon (4). Im Inneren des GerĂ€ts war eine SIM Karte der „deutschen Telekom“ auffindbar.

Bei dem zweiten GerĂ€t (6) scheint es sich um das eigentliche AudioĂŒberwachungsgerĂ€t zu handeln. Dieses hat ebenfalls eine Verbindung zum Akku, eine kleinere Antenne und zwei Mikrofone (4), welche mit Antivibrationspolsterung an den Löchern fĂŒr die Sitzaufnahme angeklebt waren. Dieses GerĂ€t war ausgestattet mit einer SD Karte (7), auf der die Audiodateien allerdings nicht lĂ€nger gespeichert wurden. Offenbar dient die SD Karte als DatentrĂ€ger fĂŒr das Betriebssystem und zur Zwischenspeicherung des Aufgezeichneten.

AuffĂ€llig ist vor allem die GrĂ¶ĂŸe der Akkus.

Insgesamt machten die Art und Weise des Aufbaus einen amateurhaften Eindruck, wobei die GerÀte selbst professionell zu sein scheinen.

Aufbau, Einbau und weitere technische Details kann den angehĂ€ngten Bildern entnommen werden. WeiterfĂŒhrende Informationen, z.b. von welcher Firma die GerĂ€tschaften hergestellt wurden oder wie die Kommunikation zwischen beiden GerĂ€ten funktioniert, liegen bislang nicht vor.

Wer dazu mehr Informationen hat, kann diese gerne (mit Belegen und/oder ErklÀrungen) in den Kommentaren ergÀnzen!

Das Abhören und AusspĂ€hen antiautoritĂ€rer Strukturen ist nichts Neues, dieser staatliche Terror und auch die persönliche Obsession ist dennoch ein weiteres Sinnbild dafĂŒr, zu welchen Mitteln der Staat in der BekĂ€mpfung unserer Strukturen greift.

Die GerÀte selbst befinden sich nun vorerst an einem sicheren Ort zur Durchsicht und weiteren Bearbeitung. Sollten weitere Erkenntnisse erlangt werden, so werden diese in einem nÀchsten Bericht dargestellt.

Die geleerten KopfstĂŒtzen wurden bei der Durchsuchung im September vom BKA ein weiteres mal ausgetauscht, sodass sich nun wieder leere KopfstĂŒtzen im Auto befinden


Schon in anderen Verfahren beteiligten sich Schweine vom BKA an DiskussionenÂč radikaler Gruppen, auch wurde in der Vergangenheit sichtbar, dass sie an ihren GerĂ€ten hĂ€ngen.ÂČ Insofern gehen GrĂŒĂŸe raus an die zwei von der Muppet-Show – Wenn ihr die Dinger wiederhaben wollt, könnt ihr sie euch zu gegebener Zeit zurĂŒckersteigern.

Anna und Arthur – halten’s Maul – jeder Repression eine Antwort geben!

SolidaritÀt mit allen von Repression Betroffenen!

BilderklÀrungen:

1. Übersichtsfoto:

1 – Steuereinheit

2 – Akkus

3 – GPS Antenne

4 – Mikrofon

5 – Sim Karte

2. Übersicht:

2 – Zwei Akkus des AbhörgerĂ€ts

4 – Mikrofone, welche am AbhörgerĂ€t angeschlossen waren

6 – Das zerlegte AbhörgerĂ€t

7 – SD Karte

die weiteren Fotos sind jeweils benannt mit Geraet1 oder Geraet2.

Âč Im Jahr 2005 schrieben Bullen vom Bundeskriminalamt einen Debattenbeitrag, unterschrieben mit „Die zwei von der Muppet Show“ zur „Militanzdebatte“ in der Zeitschrift Interim. In diesem Beitrag fand sich ein Link, fortan wurden alle Personen, die auf den Link klickten, ĂŒberprĂŒft. Ziel der Aktion war es, die Mitglieder der militanten gruppe (mg), welche die Debatte begonnen haben, zu identifizieren. (https://www.freitag.de/autoren/anne-roth/bka-zeuge-lugt-schlecht-uber-gefalschte-akten)

ÂČ Am 12.Mai 2007 wurde ein GPS Sender in einem Auto gefunden. Es stellte sich heraus, dass die Person in einem 129 Verfahren beschuldigt war.. SpĂ€ter wurde das GerĂ€t öffentlich, wĂ€hrend einer Gala „Ich sing nichts, ich kann nichts – gebt mir eine Uniform“, versteigert. Der stolze Betrag von 3800€ wurde fĂŒr Solikosten eingenommen. Im Folgenden wurde angeregt, mehrere Wohnungen zu durchsuchen, um den Peilsender aufzufinden, allerdings wurde dies abgelehnt und das GerĂ€t von den Bullen nie gefunden. http://autox.nadir.org/buch/auswertung_11_07.pdf

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Quelle: Abc-wien.net