Juni 16, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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Berlin. 2 Genoss*innen vor Gericht wegen der Liebig 34 RĂ€umung!

UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Kontrapolis.

Fast 9 Monate ist es jetzt her, dass wir aus unserem Haus gerÀumt wurden mit aller Macht, die der Staatsapparat auffahren kann.
Über 50 Menschen wurden gewaltsam aus unserem Haus gebracht- 2 von ihnen mĂŒssen jetzt vor Gericht. Der 9. Oktober 2020 – ein Tag den wir mit Schmerz und Wut in Erinnerung haben.

Politisch Verantwortlich ist Andreas Geisel -der Innensenator der VerdrĂ€ngung. Im 2 Monats Takt lĂ€sst er linke und selbstverwaltete Projekte RĂ€umen, schiebt Menschen ab aber ist natĂŒrlich empört ĂŒber Nazis. Wenn man aber alle RĂ€ume rĂ€umen lĂ€sst, die Orte des Zusammenschlusses auch gegen rechte Gewalt sind, wer soll sich denn dann eigentlich noch aktiv gegen Rechts organisieren? Und wo? Diese Organisation wird umso wichtiger bei all den rechten Bullen Chatgruppen die nacheinander auffliegen und sicherlich nur die Spitze des eisbergs innerhalb dieser zutiefst rassisitischen und reaktionĂ€ren Institution darstellen.

Dass wir zudem am Tag der RĂ€umung noch im Berufungsverfahren waren, ein anderer Verein als der beklagte Verein das Haus gemietet hatte und es mitten in einer Pandemie war- das sind nur zusĂ€tzliche GrĂŒnde diesen „Rechtsstaat“ und seine Gehilf_innen nicht ernst nehmen zu können. Die RĂ€umung der Liebig 34 hat dadurch viele Menschen politisiert und radikalisiert.

Und nicht nur RĂ€umungen stehen beim rot rot grĂŒnen Berliner Senat auf der Tagesordnung auch Feministische KĂ€mpfe werden grade mit Repression ĂŒberzogen. Wie die Genoss_innen, die sich gegen die Fundis und ihre ewig gestrige Abtreibungspolitik engagieren. Verfahrenseinstellungen werden in diesem Zusammenhang immer öfter an Bedingungen, wie Reue geknĂŒpft. What the fuck?! Wir bereuen nichts, weder im Kampf gegen Fundis, noch im Kampf gegen Nazis und schon gar nicht fĂŒr unser Haus und die Ideen dahinter gekĂ€mpft zu haben.

Wir brauchen linke Orte und wir werden sie weiter verteidigen, egal mit wie viel Repression ihr uns droht. Der Köpi Wagenplatz und die Rigaer 94 stehen als nĂ€chstes auf Geisel’s Liste – wir stehen geschloßen hinter diesen Projekten und lassen uns nicht einschĂŒchtern!

UnterstĂŒtzt die Genoss_innen mit uns bei ihren Gerichtsterminen:

Dienstag, 22.6. 10:00 und Donnerstag, 01.07. 11:00
Beide Prozesse finden im Amtsgericht Turmstraße. 91 statt.

Solidarische GrĂŒĂŸe an alle von Repression Betroffenen und Gefangenen, besonders an Lina nach Leipzig.
Niemand bleibt allein!
Liebig 34 never RIP!

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Quelle: Abc-wien.net