Juni 17, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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quelle: enough is enough

Berlin. 16. Juni. 2021. Heute, am Abend des 16. Juni blicken wir auf einen kĂ€mpferischen Tag und eine temporĂ€re autonome Zone zurĂŒck und schauen mit der geballten Faust nach vorne. Ja, wir werden uns noch lange mit einem breiten LĂ€cheln im Gesicht an die Barrikaden in der Rigaer Straße und ihre kollektive Verteidigung erinnern. Schritt fĂŒr Schritt verbrennen sich Senat und EigentĂŒmer an der versuchten Zerstörung unseres Hauses die Finger.

UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Rigaer 94.

Nach der Straße gibt es nun auch auf juristischer Ebene Probleme. Ein Oberverwaltungsgericht hat die Ausgangslage fĂŒr die Verantwortlichen beim Senat und der Briefkastenfirma fĂŒr den Angriff auf unser Haus betrĂ€chtlich erschwert. Letzterer, vertreten durch Bernau, Luschnat und von Arentin, wurde untersagt, ĂŒberhaupt unsere RĂ€ume zu betreten. Die Bullen sollen zudem nur Zugang zu Treppenhaus, Dachboden, Hof, etc. bekommen, nicht jedoch zu den privaten Wohnungen.

***In diesem Moment wird somit dem nun fĂŒr zustĂ€ndig erklĂ€rten SachverstĂ€ndigen von unseren AnwĂ€lten kommuniziert, dass er den Brandschutz in unserem Haus, ohne Gefahr fĂŒr seine Gesundheit begutachten und problemlos rein- und rauskommen kann. SelbstverstĂ€ndlich ohne auch nur einen Bullen, so wie wir es schon im Januar 2021 erklĂ€rt haben. Und wir halten unser Wort. Das sollte heute erneut mehr als klar geworden sein. Ganz im Gegensatz zu dem Wort zahlreicher Politiker*innen, ob im Bezirk oder Senat, dem der Bullen oder gar einer windigen Briefkastenfirma. Einige von ihnen wagen es immer noch zu behaupten, es gehe ihnen nicht um eine RĂ€umung der Rigaer94.***

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass wir seit November 2020 bereits mehrere Brandschutzgutachten durchgefĂŒhrt und MĂ€ngel eigenstĂ€ndig behoben haben. Der Senat und eine Briefkastenfirma haben dies bewusst ignoriert und somit nach und nach ihr vorgeschobenes Argument, es gehe nur um die Sicherheit der Bewohner*innen der Rigaer94 und ihrer Nachbar*innen, demaskiert.

Sollte sich die Politik also fĂŒr eine StĂŒrmung entscheiden, geht sie den Weg, wie wir ihn bereits vorhersagten. In diesem Fall werden wir uns verteidigen. Dagegen, dass die Bullen alles zerstören, um unser Haus daraufhin fĂŒr “unbewohnbar” erklĂ€ren zu können. Dagegen, dass unser geliebter Ort und die ihm innewohnenden Ideen der KollektivitĂ€t, gegenseitigen Hilfe, SolidaritĂ€t und Selbstbestimmung vernichtet werden sollen.

Heute haben wir allen, die daran gezweifelt haben gezeigt, dass wir nicht nur bereit sondern auch fÀhig dazu sind, den Konflikt mit dem Staat und seinen Schergen zu intensivieren. Wir haben sie zu einem Zeitpunkt getroffen, an dem sie nicht damit gerechnet haben, und auf den sie mit Sicherheit nicht vorbereitet waren. Wir bedanken uns bei allen solidarischen Menschen, Nachbar*innen und Freund*innen und blicken gespannt auf die kommenden Stunden.

Eure Rigaer94

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Quelle: Abc-wien.net