Januar 4, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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Quelle: de.indymedia.org

Eine lautstarke Gruppe von Menschen hat am 30.12.20 ihre SolidaritĂ€t mit all den Menschen gezeigt, die in der Essener JVA sitzen mĂŒssen. Wir wissen, dass es gerade in den Zeiten von Corona immer schlimmer wird im Knast zu sitzen, und wir wissen auch, dass es den Menschen Kraft gibt, mit zu bekommen, dass sie nicht allein sind.

FĂŒr euch, die Menschen, die dieses Silvester nicht zum Knast gehen, weil es ein Verbot am 31. und 1. gab: Wen wollt ihr eigentlich verarschen? Wenn es ein Verbot gibt, setzt euch darĂŒber hinweg, oder findet Wege es zu umgehen, und die Menschen im Knast trotzdem nicht allein zu lassen – sonst propagiert ihr doch auch immer den Gesetzesbruch! Habt ihr schon vergessen, wie Menschen tagtĂ€glich in diesem System drangsaliert werden? Habt ihr schon vergessen, dass es fĂŒr manche Menschen nur eine paar mal ohne Ticket fahren braucht, um im Knast zu versauern? Habt ihr schon vergessen, dass auch ihr jederzeit Opfer dieser Justiz werden könnt? Seit ihr noch wĂŒtend, oder habt ihr euch schon zufrieden in eurer Nische eingerichtet?

Und an all die Menschen die sich fĂŒr etwas besseres halten, weil sie zum Jahreswechsel zum Knast gehen, und die Menschen verurteilen, die nicht hin gehen. Erst wenn es keine KnĂ€ste mehr gibt, können wir endlich in Freiheit leben. Auch wenn es manchmal wehtut, die Menschen die nicht mit zum Knast gekommen sind, weil sie etwas anderes gemacht haben, sind die mit denen wir potentiell eine neue befreite Gesellschaft aufbauen, vielleicht habt ihr an der Stelle auch versagt, den Menschen zu erklĂ€ren, wieso SolidaritĂ€t mit Gefangenen so wichtig ist. Könnt ihr euch ĂŒberhaupt sicher sein, ob die Menschen nicht andere Formen der SolidaritĂ€t, wie z.B. Briefe schreiben gewĂ€hlt haben, oder anderen wichtigen Scheis erledigt haben?

Wenn uns etwas antreibt, dann ist es die unbĂ€ndige Wut, Traurigkeit und das UnverstĂ€ndniss darĂŒber, dass Menschen in KnĂ€ste gesperrt werden!

Wir wollen die Mauern die uns trennen, fallen sehen, und wir haben die Gewissheit, das unsere SolidaritĂ€t untereinander und unserer Wille zur VerĂ€nderung die Grundlage fĂŒr eine neue Gesellschaft sein werden.

Lasst uns 2021 zum Jahr des Widerstands und der Utopien machen.

FĂŒr den Bruch mit dem Bestehenden und das Ungewisse.

FĂŒr die soziale Revolution!

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Quelle: Abc-wien.net