November 22, 2020
Von End Of Road
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Kundgebung:
Mittwoch, 25. November 2020 | 17 Uhr | Marktplatz Bremen

Der Verband der Frauen aus Kurdistan in Deutschland (YJK-E) bereitet fĂŒr den Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November im gesamten Bundesgebiet Aktionen vor.

Der 25. November ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Der Verband der Frauen aus Kurdistan in Deutschland (YJK-E) ruft in vielen StĂ€dten in Deutschland zu Aktionen auf. Dabei kĂŒndigt die Frauenbewegung Aktionen an vielen Orten an und ruft zu einer breiten Beteiligung auf. In der ErklĂ€rung weist die YJK-E auf die in den vergangenen 100 Jahren von der Frauenbewegung erkĂ€mpften Errungenschaften hin und sagt: „Dieser Kampf hat sich als ein Kampf gegen die Missachtung der Frau in der Gesellschaft und deren sexistische Haltung entwickelt. In der fortschreitenden Zivilisationentwicklung wurde die Arbeit der Frauen missachtet und unsichtbar gemacht. Auf dieser geraubten Arbeitskraft wurden das Patriarchat und die Herrschaft der MĂ€nner ĂŒber Frauen aufgebaut.“

„Frauen haben den kommenden Generationen ein Erbe des Widerstands hinterlassen“

In der ErklĂ€rung wird an die „Hexenverfolgungen“ als Mittel des Patriarchats, um Herrschaft ĂŒber das Wissen zu erhalten, erinnert und ausgefĂŒhrt: „Die religiösen Regime haben sich weiter ausgebreitet und existieren auch heute noch fort. Frauen haben immer gegen diese Regime Widerstand geleistet und Opfer gebracht. Sie haben den nachfolgenden Generationen das Wissen hinterlassen, dass die freie Frau, das freie Denken und der freie Wille realisierbar sind. Ebenso haben sie uns ihre Widerstandskultur vererbt. Das patriarchale System greift die Widerstandskultur der Frauen und ihre Errungenschaften an und versucht, sie im Dunkel der Geschichte verschwinden zu lassen und damit auszulöschen.“

„Frauen sind in der Lage, sich selbst zu verteidigen“

Insbesondere die Errungenschaften des Frauenkampfes der vergangenen hundert Jahre stĂŒnden im Fokus des Angriffs der sich immer weiter zuspitzenden Vergewaltigungskultur, klagen der Verband an und erklĂ€rt: „Frauen sind in der Lage, fĂŒr ihre Selbstverteidigung gegen diese weltweit zunehmende Frauenfeindlichkeit zu sorgen. Sie werden jeden Angriff gegen ihre Freiheit und ihren Willen mit entschlossener Selbstverteidigung beantworten.“

Kampagnenstart: „100 GrĂŒnde zur Verurteilung des Diktators“

Die Frauenbewegung kĂŒndigte den Start der Kampagne „100 GrĂŒnde fĂŒr die Verurteilung des Diktators“ an. In der ErklĂ€rung heißt es weiter: „Mit dieser Kampagne soll insbesondere die frauenfeindliche Haltung des AKP/MHP-Regimes offengelegt und der Versuch, die kurdische Gesellschaft einzuschĂŒchtern, die Gesellschaft in der TĂŒrkei aufzuhetzen und den freien Willen der Frau anzugreifen, beantwortet werden. In diesem Sinne wird jede Frau mit ihrer Teilnahme an der Kampagne zur Stimme der ermordeten Frauen werden.“

In der ersten Phase der Kampagne, die am 25. November 2020 starten und bis zum 8. MĂ€rz fortgesetzt werden soll, geht es um die Vermittlung der Geschichte der ermordeten Frauen. Es sollen dementsprechend Aktionen durchgefĂŒhrt werden und mindestens 100.000 Unterschriften gesammelt werden.

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Quelle: Endofroad.blackblogs.org