Mai 15, 2021
Von Indymedia
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An einem Aktionsort wurde ein Rucksack gefunden, der von den Bullen durch den Inhalt der Aktion zugeordnet wurde. Wir wollen zeigen, welchen Aufwand die Bullen betrieben, um heraus zu bekommen wo dieser Rucksack gekauft wurde. Die Aktion war ein Feuer, mit großem Sachschaden. Der Ermittlungsdruck in diesem Fall war sehr hoch, daher auch der große Aufwand der Ermittlungen.

Die Bullen forderten u. a. in einer TV-Sendung dazu auf, Hinweise zur Herkunft des Rucksacks zu melden. Die Bullen suchten nach Hi nweisen LĂ€den auf um zu schauen ob ein solcher Rucksack dort verkauft wird. Der Chef einer Firma erwĂ€hnte, dass es sich bei dem Rucksack wahrscheinlich um Aktionsware handeln könnte und diese meist in RestpostmĂ€rkten vertrieben wird. AljĂ€hrlich findet eine Messe statt, bei der Vertreter*innen der deutschen RestpostenmĂ€rkte anwesend sind und Aktionsware bestellen. Die Bullen besuchten diese Messe und alle HĂ€ndler*innen wurden zu dem Rucksack gefragt. ZusĂ€tzlich gab es Photos. Niemand dort, bot diesen Rucksack an.. Ein HĂ€ndler gab nach Vorlage des Fotos an das Logo des Rucksacks zu kennen. Bei dem Logo handele es sich um einen Fantasienamen als Logo fĂŒr Textilien, die in Land A hergestellt werden,. Diese Waren werden von keinem*keiner HĂ€ndler*in auf der Messe angeboten, weil es dafĂŒr einen eigenen Markt gibt. HĂ€ndler sagte er hĂ€tte RucksĂ€cke mit diesem Logo in einer gewissen Stadt in einem Großmarkt gesehen. Er war sich sicher, dass der Rucksack aus Land A kommt. Eine zweiter Importer von RucksĂ€cken ist Land B. Dass es sich beim Rucksack aber um Ware aus Land B handelt schloss er aus. Vor allem, weil die ReißverschlĂŒsse nicht in Land B vernĂ€ht wĂŒrden. Es sind typische ReißverschlĂŒsse aus Land A. Außerdem nehmen die Land B Hersteller*innen dieses Logo nicht.

Nach weiteren Ermittlungen ergab sich, daß es diesen Großhandelsmarkt in mehreren großen StĂ€dten gab. Der Großhandelmarkt einer Stadt wurde dann von den Bullen besucht. Der Rucksack konnte auch dort nicht gefunden werden. Laut Bullen ist es trotzdem vorstellbar, dass dieser Rucksack ĂŒber diesen Großmarkt geliefert wurde. Bei einer HĂ€ndlerin konnte ein Rucksack festgestellt werden, der auch mit einem Fantasielogo versehen war und dem Logo des gesuchten Rucksacks Ă€hnlich sah. Dieser Rucksack wurde in Land A produziert. In dem Großhandelmarkt kaufen nicht nur Endverbraucher*innen, sondern auch HĂ€ndler*innen, die GeschĂ€fte in der Innenstadt haben. Wenn der Rucksack wirklich ĂŒber diesen Großmarkt geliefert wurde, könnte er auch bei allen LĂ€den, die ihre Ware ĂŒber diesen Markt beziehen, verkauft worden sein.

Da fĂŒr die Bullen fest stand, dass es sich bei dem Rucksack um ein Produkt aus dem Ausland handelt, wurde auch das Hauptzollamt Stadt X benachrichtigt. Die ZollfahndungsĂ€mter und die Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutzs (ZGR) in MĂŒnchen wurden gefragt. Es gab keine Erkenntnisse zur Herkunft des Rucksacks.

Wir stellen fest, dass die Herkunft des Rucksacks bis zum Ermittlungsende nicht eindeutig geklĂ€rt werden konnte. Die Bullen schlußfolgern daß der Rucksack in einem kleinen GeschĂ€ft in der Innenstadt mit Billigprodukten aus Land A und B gekauft wurde. Sie meinen, dies aus den Aussagen des HĂ€ndlers auf der Messe in Richtung einer Stadt und wegen der Indizien, u.a. ein Rucksack mit Ă€hnlichen Schriftzug sei indem dortigen Großhandelsmarkt festgestellt worden, folgern zu können.

Laut den Akten wurden auch Kartonstreifen am Aktionsort hinterlassen. Auch hier betrieben die Bullen großen Aufwand, um die Herkunft zu ermitteln.

Die Bullen haben eine Aufschrift auf einen Kartonstreifen gefunden und auf einem Streifen fanden sie eine Firmenadresse. Die Ermittlungen der Bullen fĂŒhrten schließlich zu einer Exportfirma in Land C. Diese Firma konnte bestimmen, was im Karton geliefert wurde und auch, wohin in einem Zeitraum geliefert wurde. Es gab nur ein GroßhĂ€ndler, der die Ware in einer Stadt zu diesem Zeitpunkt geliefert bekam. ZufĂ€lligerweise gab es einen Brand und die Lieferscheine wurden zerstört. So war es nicht mehr möglich fest zu stellen, an welche KleinhĂ€ndler*innen die Kartons innerhalb der Stadt beliefert wurden. Somit konnte die genaue Herkunft der Kartonstreifen nicht bestimmt. Laut Bullen sprechen auch hier die Indizien laut Bullen fĂŒr eine bestimmte Stadt.

Weder fĂŒr den Rucksack noch fĂŒr die Kartonstreifen ließ sich trotz großen Aufwand der genaue Herkunftsort feststellen. Allerdings nutzen sie die Indizien, die auf eine bestimmte Stadt angeblich hindeuten und andere ‚Hinweise‘ dazu, in dieser Stadt weiter zu ermitteln.




Quelle: De.indymedia.org