MĂ€rz 2, 2021
Von Graswurzel Revolution
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Zum 150-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Pariser Commune von 1871 erschienen in Frankreich eine Reihe von neuen Forschungarbeiten sowohl von Historiker*innen wie von Anarchist*innen aus der Bewegung. Feststellbar ist dabei die Tendenz, Commune-Bewegungen nun auch in anderen StĂ€dten aufzuarbeiten, die bisher im Schatten der Pariser Commune standen. Hier ĂŒbersetzen wir eine Forschung ĂŒber die Marseiller Commune von 1870-71. Die besondere revolutionĂ€re Situation brachte damals als typisches Kampfmittel den Barrikadenkampf hervor, der meist Ă€ußerst blutig ausgefochten wurde und mit militĂ€rischen Niederlagen endete. Streiks gab es erst in AnsĂ€tzen, doch es gab sie, wie hier in Marseille. In SprĂŒngen und auf nichtlineare Weise (gewaltsame „Propaganda der Tat“ ab den Achtzigerjahren des 19. Jh.) verschoben sich die angewandten Mittel der Arbeiterbewegung in den folgenden Jahrzehnten langsam in Richtung sozialwirtschaftlicher und nicht-militĂ€rischer Kampfformen. (GWR-Red.)

Die Pariser Commune von 1871 ist weithin bekannt, weil es eine lange Liste Literatur dazu gibt. Wenige Menschen haben jedoch von den weiteren Commune-Bewegungen in anderen Regionen Frankreichs gehört. Ja, Paris wird oft dem restlichen Frankreich gegenĂŒbergestellt, das lĂ€ndlich geprĂ€gt gewesen sei und sich in dieser Zeit nicht von der Stelle bewegt habe. Doch hat es in verschiedenen StĂ€dten Frankreichs Versuche gegeben, eine Commune zu verwirklichen: in Lyon, Marseille, Toulouse, Narbonne, St.-Étienne, Le Creusot und anderswo. Und es gab SolidaritĂ€tskundgebungen mit diesen Commune-Versuchen in zahlreichen weiteren StĂ€dten. Diese Bewegungen haben weniger lang gedauert als in Paris, weil sie sehr schnell niedergeschlagen wurden.

Die drei Phasen der Marseiller Commune 1870-71

In Marseille kannte das Commune-Experiment drei Phasen und zwei Commune-Versuche. Am 7. und 8. August 1870 gab es dort einen ersten Aufstand. Danach, vom 4. September bis zum 4. November 1870, wurde in Marseille eine direkte Demokratie und an deren Ende eine dreitÀgige erste Commune praktiziert. Die eigentliche, zweite Commune fand dann vom 23. MÀrz bis 4. April 1871 statt.
Innerhalb der Bewegung gab es mindestens vier Strömungen: Die Radikalen um Gaston CrĂ©mieux (1836-1871) und Émile Bouchet (1840-1918), die sogenannte „Nationalgarde“, die Sozialist*innen, die zumeist gleichzeitig Mitglieder der I. International waren, und die Republikaner*innen, die keinem besonders definierten Politikblock zugerechnet werden können.

Marseille vor der Commune

In der Zeit des Zweiten Kaiserreichs (1852-1870) stieg die Bevölkerungszahl von Marseille von 195.000 auf 313.000 Einwohner*innen. Der Kolonialhandel mit Algerien war aufgeblĂŒht. Große Industriebetriebe entstanden und mit ihnen ein Proletariat. Es kam zu ersten Streiks, besonders im Bergbaurevier von Gardanne (östlich von Marseille) von Ende 1867 bis Anfang 1868. Marseille war bereits eine Hochburg republikanischen Denkens. Im Januar 1870 erschoss der Adelige Prinz Pierre Bonaparte, ein Neffe Napoleons, den Journalisten Victor Noir bei einem Duell in Paris. In Marseille kam es darauf zu einer Demonstration von 1200 Leuten, die das Ende des Kaiserreichs forderten und rote Fahnen schwenkten. Im Mai 1870 organisierte der Kaiser ein Plebiszit fĂŒr die Fortsetzung des Kaiserreichs. Nur die StĂ€dte Paris und Marseille stimmten mit „Nein“. Es kam zu Verhaftungen von Leuten aus der Internationale und der Marseiller Aktivist AndrĂ© Bastelica (1845-1884) musste nach Spanien fliehen.

Eine Folge der Niederlage im preußisch-französischen Krieg 1870

Die Marseiller BĂŒrger hatten den französischen Krieg gegen Preußen unterstĂŒtzt. Nach den ersten Niederlagen, vor allem der Niederlage in Forbach (Nordost-Frankreich), wollten sie den Krieg nicht mehr nur der kaiserlichen Armee ĂŒberlassen. Am 7. August 1870 versammelten sich zahlreiche Demonstrant*innen vor der Marseiller PrĂ€fektur (Departementsregierung). Sie sandten eine Delegation an den PrĂ€fekten Charles Levert und forderten die Bewaffnung des Volkes. Der PrĂ€fekt weigerte sich, die Delegation zu empfangen. Die Demonstrant*innen versuchten darauf, das GebĂ€ude zu besetzen, scheiterten aber. Am selben Abend grĂŒndeten Radikale und Sozialist*innen ein revolutionĂ€res Aktionskomitee. Am nĂ€chsten Tag stĂŒrmten sie das Rathaus der Stadt. Sie konnten es nur einige Stunden halten. Dabei waren der Anwalt Gaston CrĂ©mieux, das Mitglied der I. Internationale, Charles Alerini (1842-1901), sowie der Dichter Clovis Hugues (1851-1907). Rund 30 RĂ€delsfĂŒhrer wurden verhaftet und in die Kerker des Forts Saint-Jean, angeblich zum Schutz der Hafeneinfahrt errichtet, geworfen. Am 27. August 1870 wurden sie zu leichten GefĂ€ngnisstrafen verurteilt.
Am 4. September 1870 erlitt die französische Armee in Sedan ihre Niederlage gegen Preußen. Der Kaiser wurde von den Deutschen gefangen genommen. Die Bevölkerung Frankreichs proklamierte darauf die Republik. In Marseille wurden die Gefangenen befreit und die PrĂ€fektur besetzt. Der PrĂ€fekt Levert musste das GebĂ€ude verlassen. 1200 Gewehre wurden von den AufstĂ€ndischen beschlagnahmt. Der neue Innenminister LĂ©on Gambetta ernannte einen neuen PrĂ€fekten, Alphons Esquiros, der am 7. September 1870 in Marseille eintraf. In der Zwischenzeit hatte sich eine „Zivilgarde“ aus Mitgliedern der I. Internationale gebildet und die Funktionen von Polizei und Armee ĂŒbernommen. Die rote Fahne wurde auf der PrĂ€fektur gehisst – was die GemĂ€ĂŸigten schockierte. Esquiros stĂŒtzte sich auf die Zivilgarde und leitete erste Maßnahmen ein: einen Acht-Stunden-Tag fĂŒr die Bergarbeiter von Gardanne sowie die SĂ€uberung der Verwaltung, der Armee und der gesetzgebenden Körperschaft von noch verbliebenen AnhĂ€ngern des Kaiserreichs.

9. September 1870: Das libertĂ€re Programm Bastelicas und die „Liga des SĂŒdens“

Am 9. September 1870 fand im großen VarietĂ©lokal von Marseille, der „Alhambra“, eine Volksversammlung statt. Vor 2000 Personen verkĂŒndete Bastelica, der aus seinem spanischen Exil zurĂŒckgekehrt war, sein Sofortprogramm: Abschaffung des Staates; Schaffung sowohl eines internationalistisch wie auch regionalistisch (Provençe) gesinnten Direktoriums, Massenmobilisierung sowie Reichensteuer, um die Soldaten zu bewaffnen.
Nun wurde die „Liga des SĂŒdens“ gegrĂŒndet. Deren anfĂ€ngliches Ziel war es noch gewesen, das Land gegen die Preußen zu verteidigen. Aber sie wurde schnell eine revolutionĂ€re Bewegung, die die GĂŒterrequirierung von VerrĂ€tern, die Trennung von Kirche und Staat, die Abschaffung der religiösen Schulen, die EinfĂŒhrung der Pressefreiheit, die Abberufung aller vom Kaiserreich eingesetzten BĂŒrgermeister sowie den Föderalismus anstelle des bisherigen Pariser Zentralismus einforderte.

Der Aufstand vom 31. Oktober 1870 und die Ausrufung der
revolutionÀren Commune

Im Laufe der folgenden Monate setzte die bĂŒrgerliche Zentralregierung den noch von ihr eingesetzten Esquiros ab. Denn der hatte tatsĂ€chlich damit begonnen, sein Department zu sĂ€kularisieren. Er sperrte den Vertrieb einer klerikalen und reaktionĂ€ren Zeitung, löste die Klöster auf und verfrachtete die Jesuiten ĂŒber die Landesgrenze.
Nun wurde Esquiros zum RĂŒcktritt gezwungen. Er wurde am 30. Oktober 1870 durch Adolphe Gent ersetzt. Der wurde von der Bevölkerung abgelehnt. Darauf wurde fĂŒr die Stadt der Belagerungszustand verhĂ€ngt. Gent stĂŒtzte sich auf den Stadtrat und die „Nationalgarde“, die aus Mitgliedern der Bourgeoisie bestĂŒckt war – im Gegensatz zur Zivilgarde, die aus Arbeitern bestand. An diesem Tag erhielt die Marseiller Bevölkerung die Nachricht von der Kapitulation des Kommandanten der französischen Rheinarmee, Bazine, und ca. 180.000 französischer Soldaten in Metz.
Am 31. Oktober 1870 kam es daraufhin erneut zum Aufstand. Das Rathaus wurde kampflos besetzt und die Nationalgarde weigerte sich, dagegen zu intervenieren. Die revolutionĂ€re Commune wurde ausgerufen. Sie bestand aus Republikaner*innen, Internationalist*innen und Sozialist*innen, unter ihnen Bastelica, Esquiros, Clovis Hugues, Gustave Cluseret, Adolphe Carcassonne. Diese erste Version der Marseiller Commune dauerte nur drei Tage. Esquiros erlitt einen psychischen Schicksalsschlag durch den Tod seines Sohnes, der dem Typhus erlag. Ein Attentatsversuch gegen den PrĂ€fekten Gent scheiterte. Letzterer ĂŒbernahm somit ohne Probleme erneut die Macht. Er vermied es, dadurch dass er keine Verhaftungen vornahm, sich die Bevölkerung erneut zum Feind zu machen. Am 13. November 1870 konnte Gent der bĂŒrgerlichen Regierung nach Tours zu deren provisorischem Regierungssitz telegraphieren, dass die bĂŒrgerliche Ordnung in Marseille erneut hergestellt sei.

Der Marseiller Streik vom 10. MĂ€rz 1871

Der Kriegszustand Frankreichs mit Preußen wurde am 28. Januar 1871 offiziell beendet. Die Regierung zur Verteidigung Frankreichs musste abtreten. Es folgten zunĂ€chst Kommunalwahlen, dann am 8. Februar 1871 Parlamentswahlen. Im nationalen Parlament erhielten die Konservativen die Mehrheit. In Marseille gewannen die Republikaner*innen mit mehr als 20.000 Stimmen vor der Linken (Blanquisten, Radikale, Internationalisten) mit weniger als 9.000. Die Zivilgarde löste sich in die Nationalgarde auf. Die „Liga des SĂŒdens“ wurde durch LĂ©on Gambetta fĂŒr illegal erklĂ€rt.
Um ihre Kampfkraft aufrechtzuerhalten, setzte die Marseiller Sektion der I. Internationale das Mittel des Streiks ein. Ab dem 10. MĂ€rz stellten zunĂ€chst die Angestellten im Hafen die Arbeit ein, darauf folgten die Straßenkehrer, die Heizer von ZĂŒgen, die BĂ€cker, die Hafenarbeiter und die berufstĂ€tigen Frauen.

Der 18. MĂ€rz in Paris
und in Marseille

Die Pariser Commune begann am 18. MĂ€rz 1871 mit einer Frauenaktion (siehe Kasten). Der Versailler Adolphe Thiers wollte Paris entwaffnen, dagegen wurden die Offiziere des Kaiserreichs mit Nachsicht behandelt. Das brachte auch in Marseille das Fass zum Überlaufen. Gaston CrĂ©mieux rief bei einer Versammlung am 22. MĂ€rz im Marseiller Eldorado die Menge dazu auf, die Pariser Commune zu unterstĂŒtzen und mit allen Mitteln zu verteidigen. Am nĂ€chsten Morgen wurde die PrĂ€fektur in Marseille von Zivilgarden, Nationalgarden, FreischĂ€rlern und auch von italienischen Nationalisten um Garibaldi, die im Herbst 1870 nach Marseille gekommen waren, besetzt. Eine Kommission aus 12 Mitgliedern wurde geschaffen, unter ihnen Radikale und Internationalisten wie CrĂ©mieux, AlĂ©rini oder Bouchet. Bastelica war zu der Zeit nicht in Marseille, weil er nach Paris gegangen war. CrĂ©mieux ersetzte die rote Flagge durch eine schwarze, jedoch nicht als Zeichen des Anarchismus, sondern als „Trauerzeichen fĂŒr das Vaterland“.
Die Pariser Commune entsandte drei Delegierte nach Marseille, die jedoch keinen Einfluss auf die AblĂ€ufe hatten. Der Marseiller Stadtrat erklĂ€rte die Kommission in der PrĂ€fektur sofort fĂŒr illegal. Die Kommission wiederum erklĂ€rte den Stadtrat fĂŒr aufgelöst und rief zu Neuwahlen auf. Dies empörte den General de La Villesboinest und die Armee. Am 4. April 1871 erhielten die LandstreitkrĂ€fte und die Marine den Befehl, das Stadtzentrum von Marseille zu besetzen. Die Armee hatte sich bis dahin ins nahe gelegene Aubagne zurĂŒckgezogen, Ă€hnlich der Rolle, die Versailles bei der Pariser Commune spielte. Der General Estivent in Aubagne hatte noch nie im Leben einen Preußen bekĂ€mpft, trĂ€umte jetzt aber davon, „die Roten“ zu zertreten. Trotz einiger Fraternisierungsversuche bombardierte die Armee die PrĂ€fektur von einem am Eingang des Hafens gelegenen Fort aus sowie von der Anhöhe der Kirche Notre-Dame-de-la-Garde. Bilanz: 150 Tote unter den Kommunarden (einige wurden ohne Prozess hingerichtet) und rund 30 tote Soldaten. Zahlreiche GebĂ€ude wurden beschĂ€digt. Die PrĂ€fektur erhielt 300 Granatentreffer. Am 5. April ließ Estivent seine Truppen in der Stadt defilieren, unter dem katholischen Gejohle „Es lebe Jesus!“ und „Heiligstes Herz Jesu!“ Die zweite, eigentliche Marseiller Commune hat insgesamt nur 13 Tage lang gedauert.
„Gesetz und Ordnung“ wurden in Marseille wieder hergestellt: VersammlungsrĂ€ume wurden geschlossen; die Zensur eingefĂŒhrt; die Nationalgarde aufgelöst. Eine Welle von Verhaftungen und Prozessen folgte, die bis 1875 andauerte! Allein vom 12. bis 28. Juni 1871 verhĂ€ngten Kriegsgerichte 3 Todesurteile und verurteilten Hunderte zur Zwangsarbeit. Man musste wohl ein Exempel statuieren. SpĂ€ter, am 30. November 1871, wurde Gaston CrĂ©mieux in den stĂ€dtischen GĂ€rten des Pharo erschossen. Er reprĂ€sentierte alles, was die Bourgeoisie hasste: Er war Republikaner, Jude und Freimaurer.

Die Rolle der Frauen

WĂ€hrend bei der Pariser Commune Frauen als maßgebliche Aktivist*innen auffielen, stellen die bekannten ErzĂ€hlungen ĂŒber die Marseiller Commune keine Frauen in den Vordergrund. Das „Lexikon der Marseiller Commune“ von Roger Vignaud aus dem Jahr 2005 stellt 650 Aktivist*innen dieser Bewegung vor. Er hat immerhin die Archive der Justiz und des Kriegsgerichts durchforscht. Die Anzahl der Frauen, die in diesem Lexikon auftauchen, beschrĂ€nkt sich jedoch auf neun. FĂŒr sieben von ihnen sind Berufe vermerkt: das DienstmĂ€dchen Victorine Dulac, die Prostituierte LĂ©onie Dumas, die Marketenderin Marie Balthazar, die Prostituierte Nathalie Rey, die Bordellbesitzerin Elisa Roche, die KleinkrĂ€merin fĂŒr Wein, Jeanne Barrus, die Bordellangestellte Marie Thomas.

Bakunin in Marseille

Bakunin hatte zu jener Zeit geschrieben: „Wenn sich die Arbeiter in Lyon und Marseille nicht sofort erheben, sind Frankreich und der europĂ€ische Sozialismus verloren.“ Seit 1867 hatte er im Innern der I. Internationale seine „Allianz der sozialistischen Demokratie“ geschaffen. Albert Richard in Lyon und AndrĂ© Bastelica in Marseille waren dort Mitglieder. Die Gruppen der Internationale in Lyon und in Marseille waren beide bakunistisch geprĂ€gt. Als die Commune in Lyon scheiterte, wurde Bakunin im 28. September 1870 kurzzeitig verhaftet, aber von seinem Freund Wladimir Ozerow befreit. Er konnte in einem MenschengewĂŒhl untertauchen und nach Marseille flĂŒchten. Dort kam er mit Hilfe seines Freundes Bastelica und dessen Frau in einem Haus im Pharo-Viertel unter. WĂ€hrend dieses Aufenthalts in Marseille schrieb er in Französisch seinen Klassiker „Das knutogermanische Kaiserreich und die soziale Revolution“ (1870). Er konnte sogar Briefpost empfangen, wenn sie in einem Umschlag an Mme. Bastelica, 32 Boulevard des Dames gerichtet war. Am 24. Oktober 1870 gelang es ihm dank dem Hafenmeister Antoine Lombard, der ebenfalls Mitglied der I. Internationale war, ein Schiff nach Genua zu besteigen. Von dort erreichte er am 27. Oktober die Schweiz.
Die Frauenaktion vom 18. MĂ€rz 1871 und die Verweigerung der Truppe: Geburt der Commune
„Die Frauen gingen zuerst vor. (
) Die Frauen vom 18. MĂ€rz waren durch die Belagerung gestĂ€hlt – sie hatten die doppelte Last des Elends getragen – und warteten nicht auf ihre MĂ€nner. Sie umringten das MilitĂ€r und redeten auf den GeschĂŒtzfĂŒhrer ein: ‚Das ist eine Schande, was du da machst!’ (
) Plötzlich stĂŒrmten eine große Anzahl Nationalgardisten mit erhobenen Gewehrkolben sowie viele Frauen und Kinder auf der anderen Seite von der Rue des Rosiers herbei. General Lecomte sah sich umzingelt, er befahl dreimal, das Feuer zu eröffnen. Seine Leute blieben regungslos Gewehr bei Fuß; die Menge nĂ€herte sich, verbrĂŒderte sich, Lecomte und seine Offiziere wurden verhaftet.“ (1)
Bernd Kramer (Hg.): Louise Michel und die Pariser Kommune von 1871. Leben, Ideen, Kampf. Karin Kramer Verlag, Berlin 2001, S. 33, Rezension siehe: https://www.graswurzel.net/gwr/2001/10/louise-michel-und-die-pariser-kommune/ .




Quelle: Graswurzel.net