Januar 17, 2021
Von FAU Flensburg
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Eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken kann nur das medizinische Ziel voll erreichen, wenn diese auch kostenlos ausgegeben werden.

In Bayern besteht ab Montag in GeschĂ€ften und im öffentlichen Nahverkehr die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske, auch die Landesregierung in Sachsen denkt ĂŒber eine Ă€hnliche Maßnahme nach. Im Vergleich zu den vielfach auch selbstgenĂ€hten »Community«-Masken bieten diese medizinischen Produkte bei richtiger Anwendung einen erhöhten Schutz fĂŒr den Tragenden selbst als auch dessen Umfeld. Die verschĂ€rfte Maskenpflicht wĂ€re im Kampf gegen die Corona-Pandemie richtig, wĂŒrde Bayern ansonsten nicht alles falsch machen, was so ziemlich falsch gemacht werden kann.

Die Söder-Regierung lĂ€sst die Bevölkerung allein. Es sind nur noch wenige Tage, bis die FFP2-Maskenpflicht im Freistaat gilt. Was nun folgt, wĂ€re mit etwas Weitsicht vermeidbar gewesen. Millionen Bayern werden fast gleichzeitig die Apotheken und SupermĂ€rkte aufsuchen und sich einen Vorrat an Masken zulegen. Wer jedoch eine FFP2 korrekt und mit einem realen medizinischen Mehrwert tragen will, sollte diese nur wenige Stunden nutzen. Es handelt sich um ein Wegwerfprodukt. Über den Monat gerechnet reichen eine Handvoll Masken nicht aus. Das geht ins Geld.

Zwar besteht im Vergleich zum FrĂŒhjahr kein akuter Mangel an FFP2-Masken, denn China als wichtigster Hersteller hat seine Produktion als Reaktion auf die Pandemie lĂ€ngst hochgefahren. Doch die QualitĂ€t der Masken ist unterschiedlich; gute Produkte – etwa mit einigermaßen Tragekomfort – kosten schnell drei bis fĂŒnf Euro (und mehr) das StĂŒck. Die neue FFP2-Pflicht dĂŒrfte auch den einen oder anderen Unternehmer dazu verleiten, die Preise anzuheben. Die Krise ist schließlich auch ein GeschĂ€ft.

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Quelle: Fau-fl.org