Juni 17, 2021
Von Rigaer94
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Danke fĂŒr jede UnterstĂŒtzung in den letzten Wochen. Besonders fĂŒr die letzten 2 Tage, bei der Vorbereitung und im kollektiven Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind. Es waren die intensivsten Tage des Kampfes, die wir uns hĂ€tten vorstellen können. Tage die die PlĂ€ne von Staat und Kapital in eine Katastrophe verwandelt haben. Eine wichtige Erinnerung an uns selbst, unser Kollektiv und unsere UnterstĂŒtzer*innen, wie wichtig unsere Netzwerke, unsere solidarische Infrastruktur und Selbstorganisation sind.

Mit der Verteidigung der Nachbarinnenschaft gegen den Aufbau der roten Zone angefangen haben wir die richtigen SchlĂŒsse aus den Aggressionen von Staat und Immobilienwirtschaft gegen die Menschen, die in dieser Stadt leben, gezogen. Die Errichtung von Gefahrengebieten und Roten Zonen, in denen die Menschen zu einfachen Zielen fĂŒr die Bullen werden um eine AtmosphĂ€re der Isolation und Angst zu erschaffen, ist zur NormalitĂ€t in dieser Stadt der Reichen geworden. In den letzten Jahren gab es viele Momente, an denen wir, auf die der Staat zielte, dazu verdammt waren in beinahe stillem Protest an den Hamburger Gittern zu stehen, bewacht von einer militarisierten Polizei. Wir erinnern uns an die RĂ€umung der Ohlauer Schule in Kreuzberg, die RĂ€umung des Kiezladens Friedel54 und all der anderen Projekte wie Syndikat, Meuterei und unsere Nachbarinnen der Liebig34. Dies kann nicht mehr toleriert werden – die Menschen mĂŒssen sich erheben!

Mit der nötigen Konsequenz haben wir es daher alle zusammen ĂŒber 48 Stunden geschafft, lokal und dezentral offensiv auf die Straße zu gehen und unsere Strukturen und Ideen militant zu verteidigen und Druck auf unsere Feinde aufzubauen, bevor sie ĂŒberhaupt ihre repressive Operation starten konnten. Wir haben uns dazu entschieden nicht darauf zu warten, dass die Lakaien des Staates wieder eine Zone aufbauen, in der sie ohne probleme autonome Strukturen und rebellische Nachbar*innenschaften ins Visier nehmen können. Darum wurde eine autonome Zone um die Rigaer 94 zu einer Stunde errichtet, in der die Cops sie nicht erwartet hĂ€tten. Die Straßen wurden zusammen mit vielen Menschen abgeriegelt und eine lange Zeit wurden die Barrikaden mit den Mitteln der autonomen Bewegung verteidigt. Bis zum Einsatz von von schwerem technischen GerĂ€t, einem RĂ€umpanzer und zwei Wasserwerfern waren die Cops nicht in der Lage in unsere Straße einzubrechen. Lasst uns diese Ereignisse als einen Vorschlag an alle Menschen in und außerhalb der Metropole verstehen, die anstehenden Angriffe zu beantworten. Nicht nur gegen die Rigaer 94, sondern auch gegen die Köpi, alle bedrohten Projekte und unsere Ideen, sowie jede staatliche Attacke und seine bloße PrĂ€senz.

Aber der staatliche und kapitalistische Krieg sind noch nicht vorbei. Nicht nur werden sie einmal mehr versuchen die Rigaer 94 anzugreifen, sondern auch jede einzelne Struktur und jedes Individuum, die alltÀgliche gegen diese erstickte Gesellschaft kÀmpfen. Wir sollten uns weiter organisieren und unsere solidarischen Netzwerke ausweiten. Wir rufen dazu auf die KÀmpfe nicht nur im Nordkiez zu intensivieren und die KontinuitÀt dieser rebellischen Nachbarschaft zu stÀrken, sondern auch dezentral in jeder Ecke dieser Stadt.

Lasst uns alle zusammen weiter gegen die Stadt der Reichen kÀmpfen. Bis jeder Plan von Staat und Kapital zu Asche wird!

Freundinnen und GefÀhrtinnen der Rigaer 94




Quelle: Rigaer94.squat.net