Mai 20, 2021
Von Interkiezionale
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Aufruf der Interkiezionalen zur Mietenwahnsinn-Demo am 25.03, 13 Uhr Potsdamer Platz

Es ist Mai 2021 und ein weiterer Freiraum ist bedroht, ein anderer steht kurz vor seinem RĂ€umungsprozess. Es scheint als wolle der Staat das Ende aller emanzipatorischer Strukturen. Ein Staat, welcher die Dreistigkeit hat, mitten in einer Pandemie einen Mietendeckel zu kippen. Der damit erneut den Beweis bringt, dass das Kapitalinteresse fĂŒr ihn immer die BedĂŒrfnisse der Menschen ĂŒberwiegen wird, dass Reformen nur erfolgreich sind, wenn sie nichts bringen.

Unserer Kampf fĂŒr unsere Orte ist nicht alleine einer fĂŒr unsere Subkultur, Gegenkultur oder unser schönes Leben. Nein er steht fĂŒr kleine Verwirklichung unserer Ideen, von Gegenseitiger Hilfe, SolidaritĂ€t und Selbstorganisierung. Unsere Orte stehen fĂŒr eine Stadt ohne Vermieter*innen, Polizei, Politiker*innen oder jede andere Form von Ausbeuter*innen. Sie stehen fĂŒr eine kollektive Antwort gegen, die gegenwĂ€rtigen Angriffe auf uns, welche aus einer vollkommenen Kommerzialisierung userer menschlicher BedĂŒrfnise und der vollkommenen Vereinzelung der Menschen herrĂŒhrt.

Hinter unseren den Mauern werden diese Ideen, bedeutungslos, gehen verloren und verschwinden endgĂŒltig. Ein erfolgreicher Kampf fĂŒr unsere Orte und Ideen kann nur gelingen, wenn der Kampf fĂŒr unsere Projekte ein Kampf gegen jede RĂ€umung, jedes neues Start-Up im Kiez und jede Mietendeckel-Nachforderung ist und wir mit allen kĂ€mpfenden Mieter*innen, verdrĂ€ngte Familien oder Obdachlosen stehen. FreirĂ€ume enden nicht an der Mauer zu Außenwelt, hinterdenen wir uns von der Gesellschaft verstecken können. SIe sind die Orte aus denen wir in die Gesellschaft intervenieren, neue KĂ€mpfe kennenlernen und das Eigentum an sich angreifen!

Gerade jezt wo der Markt und die staatliche Agenda versucht uns und unsere Projekte von der Stadt zu entfremden, in sie vereinzeln sich entpolitisieren und zeitgleich nach einander gerĂ€umt werden, dĂŒrfen wir uns nicht hinter unsere Mauern zurĂŒck ziehen! Jetzt ist die Zeit TĂŒren zu öffnen und auf die Straße zugehen, in SolidartitĂ€t mit den unzĂ€hligen KĂ€mpfen die in dieser Stadt gefĂŒhrt werden. Wir sind nur dann stark, wenn wir und unsere Projekte mit unseren Nachbar*innenschaften, Genoss*innen, Kiezen   verbunden sind, wo wir uns stĂ€ndig weiter entwickeln können.

Der Kampf gegen den Mietenwahnsinn und das Mieter*innen strafende Mietendeckel-Urteil ist keiner fĂŒr Reformen oder staatliche Annerkennung. Es ist ein Kampf fĂŒr unsere FreirĂ€ume und die Kieze in die sie gehören, ein Kampf gegen die Stadt der Reichen, gegen Eigentum und Kapital!
„Lynch the landlords!“ (Dead Kennedys)
FreirĂ€ume fĂŒr alle!

Interkiezionale-Treffpunkt: 13:00 Uhr, Historische Ampel Potsdamer-Platz oder beim „Enteigenen, Vergesellschaften, Selbstverwalten“ Hochtranspi

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Quelle: Interkiezionale.noblogs.org