Dezember 1, 2021
Von SchwarzerPfeil
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Die TĂŒrkei mordet mit Chemiewaffen!

Wir – eine Gruppe solidarischer Internationalist:innen – haben am Fr 26.10 das Dach des zĂŒrcher Hauptbahnhofes besetzt, ein riesiges Transparent ausgebreitet und mit FlugblĂ€ttern darauf aufmerksam gemacht, dass der tĂŒrkische Staat in den Bergen Kurdistans im Nordirak chemische Waffen gegen die kurdisch-tĂŒrkische Freiheitsbewegung einsetzt. Sie greifen in ihrem faschistischen Krieg zu diesem völkerrechtlich geĂ€chteten und barbarischen Mittel - doch die Guerilla wird siegen!
In den Bergen Kurdistans im Nordirak liegen die RĂŒckzugsgebiete der Guerilla der PKK und anderer revolutionĂ€rer KrĂ€fte. In den vergangenen Jahren waren es genau diese KrĂ€ften, die sich entschlossen und erfolgreich gegen die mörderischen Banden des Islamischen Staat stellten. Im Sommer 2014 bewahrten sie die Jesid:innen vor einem Genozid im Nordirak, im Winter 2014 befreiten sie die Stadt Kobane vom Islamischen Staat, im Herbst 2017 wurde Raqqa den HĂ€nden der Jihadisten entrissen, bis schliesslich im April 2019 das «Kalifat» ganz zerschlagen wurde. Es sind diese KrĂ€fte, diese Menschen, die nun vom tĂŒrkischen Staat seit Monaten durch den Einsatz von chemischem Gas hinterrĂŒcks ermordet werden, in den grossangelegten Tunnelanlagen in den Bergen, wo ihr RĂŒckzugsgebiet liegt.

Der Einsatz dieser chemischen Waffen in den vergangenen Monaten ist gut dokumentiert, es gibt Berichte von KĂ€mpfer:innen und Videoaufnahmen, die diesen Einsatz belegen. Viele Dokumente dazu finden sich auf Firatnews (https://anfdeutsch.com/), einer kurdischen Nachrichtenseite, die auf Deutsch erscheint. Die Genoss:innen in den Bergen haben in den vergangenen Wochen alle fortschrittlichen KrĂ€fte weltweit aufgerufen, sich solidarisch zu verhalten eine Öffentlichkeit zu diesen Angriffen zu schaffen, um so den Druck zu erhöhen, damit diese Angriffe eingestellt werden. Denn weshalb skandalisieren die Herrschenden des Westens diese ChemiewaffeneinsĂ€tze durch die NATO-Armee der TĂŒrkei nicht, wenn sie sich sonst so moralistisch geben?

Die Antwort dafĂŒr ist in der Frage enthalten: Die TĂŒrkei ist strategischer Partner des Westens, hochgerĂŒstet im Rahmen der NATO mit Waffenexporten, finanziert durch dreckige «FlĂŒchtlingsdeals» mit der EuropĂ€ischen Union – kein Wunder, dass die Herrschenden keinen Finger rĂŒhren! Darum liegt es an uns, tĂ€tig zu werden, den Druck von der Strasse her zu erhöhen und die Guerilla zu unterstĂŒtzen! Ein schlagendes Beispiel dafĂŒr ist die Kampagne «Gasmasken fĂŒr die Guerilla!», welche Geld sammelt, um Gasmasken in die Berge zu bringen, damit sich die Genoss:innen vor dem mörderischen Gas schĂŒtzen können (https://widerstandsvernetzung.org/; Überweisungen auf das Konto der Rote Hilfe Schweiz, 8036 ZĂŒrich (Schweiz): CH82 0900 0000 8555 9939 2 mit Vermerk «Gasmaske»). UnterstĂŒtzen wir die Freund:innen in den Bergen – kein Fussbreit dem mörderischen tĂŒrkischen Faschismus in seinen blutigen Kriegen!

SolidaritÀt mit Rojava! Schluss mit den Angriffen gegen Kurdistan! #riseup4rojava!
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Quelle: Schwarzerpfeil.de