August 27, 2021
Von FAU Koblenz
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Wir waren heute beim Verkehrswende-Aktionstag in der Koblenzer Altstadt mit einer „Do it Yourself“-Fahrradwerkstatt vertreten. Dort gab es die Möglichkeit, mit uns gemeinsam FahrrĂ€der zu reparieren, uns kennenzulernen und natĂŒrlich Infomaterial und Aufkleber abzustauben.

Die Verkehrswende-Initiative in Koblenz veranstaltete heute bereits den dritten Verkehrswende-Aktionstag. Dazu wurde ein Teil der Straße „Am Alten Hospital“ heute zur autofreien Zone mit InfostĂ€nden, RedebeitrĂ€gen und thematischen StĂ€nden wie unserer DIY-Fahrradwerkstatt. Auch eine Fahrrad-Demonstration durfte natĂŒrlich nicht fehlen.

Das Wetter blieb ĂŒberwiegend trocken und die Stimmung war ausgelassen. Ohne Autos ist es eben doch entspannter und das leckere GebĂ€ck an den umliegenden StĂ€nden hat vielleicht auch dazu beigetragen. Es gab viele interessante GesprĂ€che und auch einige andere interessante StĂ€nde. Aber das wĂŒrde hier den Rahmen sprengen. Schaut lieber beim nĂ€chsten Mal einfach selbst vorbei.

Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten

Als Anarchosyndikalist:innen halten wir es fĂŒr die richtige Herangehensweise, gesellschaftliche VerĂ€nderungen von unten zu erkĂ€mpfen. Die ZugestĂ€ndnisse der Herrschenden sind meist mehr Schein als Sein und gehen oft auf Kosten der LohnabhĂ€ngigen.

Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten. Niemand will einen Klimakollaps. Und StĂ€dte, die von Autos nur so zugestopft sind, gefallen doch wohl auch niemandem. Wenn aber der Sprit wieder teurer wird oder die ParkplĂ€tze ersatzlos gestrichen werden, wir als LohnabhĂ€ngige aber weiterhin auf ein Auto angewiesen sind, verĂ€ndert das nichts, außer dass wir am Ende des Monats weniger Geld ĂŒbrig haben.

Deshalb brauchen wir einen Nulltarif fĂŒr den ÖPNV. Deshalb brauchen wir ein gut ausgebautes Netz aus Fahrradstraßen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb brauchen wir Druck von unten und dĂŒrfen uns nicht mit halbherzigen Mogelpackungen der Politik zufrieden geben. Genau deshalb unterstĂŒtzen wir die Verkehrswende-Initiative in Koblenz. Weil es um Selbstorganisation von unten geht, um unser aller LebensqualitĂ€t ein kleines StĂŒck zu verbessern.

Selbstorganisation und radikaler Wandel

Langfristig ist die Grundlage fĂŒr eine nachhaltige Umwelt- und Verkehrspolitik ein radikaler Wandel der VerhĂ€ltnisse. Im Kapitalismus, in dem Profite ĂŒber allem anderen stehen, muss jeder Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit gegen starke WiderstĂ€nde hart erkĂ€mpft werden.

Weder der aktuelle „Nachhaltigkeits-Trend“, noch das Greenwashing großer Firmen oder der klimafreundliche Anstrich mancher Parteien haben nennenswerte Änderungen gebracht. Es sind Menschen an der Basis, die auch genau jetzt gegen den Widerstand des Kapitals und gegen den Widerstand der Politik Fortschritte im Klimaschutz erkĂ€mpfen.

Deshalb setzen wir auf eine grundlegende UmwÀlzung der VerhÀltnisse durch die Selbstorganisation aller LohnabhÀngigen.

Siehe auch unseren Text zum Klimawandel von 2019.




Quelle: Koblenz.fau.org