Juli 15, 2021
Von FAU Hamburg
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Bei der FAU-Leipzig führt die Betriebsgruppe Dominoeffekt einen Arbeitskampf mit einer Filiale von Domino’s Pizza, weil dort u.a. ein Mitarbeiter gekündigt wurde, weil dieser sich für Gesundheitsschutz in Zeiten von Corona eingesetzt hat und auch ansonsten läuft einiges schief.

Weil das nicht angehen kann, haben wir die Geschäftsstelle von Domino’s Pizza Deutschland GmbH besucht, welche sich in Hamburg befindet. Was wir dort erlebt haben hat uns veranlasst einen offenen Brief an die Geschäftsstelle zu schreiben. Aber lest selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,

von unseren Genoss*innen der Freien Arbeiter*Innen Union (FAU) in Leipzig haben wir erfahren, dass ein Kollege gekündigt wurde, weil er sich für Corona-Schnelltests für die Mitarbeiter*innen in einer Filiale (Effekt GmbH) eingesetzt hat. Offizielle Begründung: Betriebsbedingt.
Da direkt im Anschluss eine neue Stelle ausgeschrieben wurde und bekanntermaßen Lieferdienste in Pandemiezeiten eher bessere Umsätze gemacht haben als schlechtere, ist dies offenkundig ein Vorwand gewesen. Am 12.07.2021 sind Genoss*innen aus Hamburg zur Geschäftsstelle in die HafenCity gegangen, um im Namen der Betriebsgruppe „Dominoeffekt“ der FAU Leipzig den offenen Brief mit den Forderungen rund um den aktuellen Arbeitskampf persönlich bei den Verantwortlichen bei Domino‘s Pizza Deutschland GmbH abzugeben. Leider konnten wir nicht mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen, da die Mitarbeiter*Innen der Geschäftsstelle, wie uns am Empfang  mitgeteilt wurde, derzeit alle pandemiebedingt aus dem Homeoffice  arbeiten.
Wir  wurden aufgefordert, telefonisch Kontakt aufzunehmen und wurden auf die Hotline von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH hingewiesen. Leider konnten wir auch auf diesem Weg niemanden erreichen.

Wir als FAU Hamburg sind empört, dass in Leipzig engagierte Mitarbeiter*Innen, nach dem Einsatz für Gesundheitsschutz in Form von Corona-Schnelltests, mit fadenscheinigen Begründungen gekündigt werden, während die Mitarbeiter*Innen in der Geschäftsstelle in Hamburg pandemiebedingt im Homeoffice arbeiten. Scheinbar ist Domino‘s Pizza Deutschland GmbH der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter*Innen, die unmittelbar und direkt in Kontakt mit Kund*Innen sind, nicht wichtig.
Wir sehen die Domino‘s Pizza Deutschland GmbH in der Verantwortung den Gesundheitsschutz nicht nur bei sich in der Geschäftsstelle in Hamburg umzusetzen, sondern als Franchisegeber*In auch in der Verantwortung diesen bei ihren Franchisenehmer*Innen zu garantieren. Der nicht ausreichende Gesundheitsschutz und die anderen Mängel und erst recht die unhaltbare Kündigung der Mitmitarbeiter*In in Leipzig passieren unter dem Namen „Domino‘s Pizza“. Ob Franchise oder nicht, für die Kund*Innen macht es keinen Unterschied. Mit diesem Verhalten werden die Mitarbeiter*Innen auf das Höchste missachtet.

Wir als FAU sehen die Verantwortung bei Domino‘s Pizza Deutschland GmbH.  Wir fordern, die Rücknahme der Kündigung und umgehend flächendeckenden, unablässigen Gesundheitsschutz, gerade jetzt und sowieso immer!
Da  wir mit der Ausrede des Gesundheitsschutzes keinen Verantwortlichen in der Geschäftsstelle antreffen konnten, erwarten wir von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH eine schriftliche Positionierung zu diesen unglaublichen Vorgängen.

Sollten wir bis zum 16.07.2021 keine Positionierung von Domino‘s Pizza Deutschland GmbH erhalten, so werden wir unsere Empörung auch vor die Filialen tragen.

verschickt am 14.07.2021

Time to organize!
Bist du bei Domino‘s Pizza beschäftigt und findest die Zustände auch beschissen? Dann komm zur Freien Arbeiter*Innen Union und lass uns für besseren Gesundheitsschutz, bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne kämpfen!




Quelle: Hamburg.fau.org