MĂ€rz 6, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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In letzter Zeit erreichten uns auf diversen Wegen zahlreiche Fragen zu antizivilisatorischer Kritik. Fragen, die uns natĂŒrlich schon lange bekannt sind, sind es doch hĂ€ufig nur als Fragen getarnte Diffamierungsversuche. Und doch hat sich in einem Anflug von Belustigung eine Person die Zeit genommen, einige dieser Fragen aus ihrer Sicht mal mehr und mal weniger respektvoll zu beantworten. Also sperrt eure Lauscher auf, ihr heuchlerischen Fragensteller_innen, so ausfĂŒhrlich wird wohl keine_r von uns je wieder auf eine der folgenden Fragen antworten.

1. Frage: Ist es nicht eigentlich ableistisch, gegen die Zivilisation zu sein?

Nein.

Aber bedeutet die Zerstörung der Zivilisation und die Zerstörung der Technologie nicht, dass ĂŒberlebensnotwendige Medikamente nicht mehr produziert werden können und Menschen, die auf sie angewiesen sind, folglich sterben mĂŒssen?

Möglicherweise mag das im Endeffekt so sein, ja. Allerdings sind die Medikamente, die die heutige wissenschaftliche Medizin hervorgebracht hat, ebenso wie diese Medizin selbst keineswegs alternativlos. Unterschiedliche Gemeinschaften haben schon immer auch ohne eine solche Medizin gewĂ€hrleistet, dass ihre auf UnterstĂŒtzung angewiesenen Mitglieder gepflegt, versorgt und geheilt werden. Ich empfinde es als mĂŒĂŸig, hier nun fĂŒr jede erdenkliche Erkrankung zu untersuchen, inwiefern das realistisch scheint, sehe mich dazu auch gar nicht in der Lage. Zudem liegt eine solche Untersuchung nicht in meinem Interesse, da ich selbst und mein Umfeld eben nur von bestimmten Erkrankungen betroffen bin/sind und daher auch nur diese in einem solchen Sinne fĂŒr mich von Relevanz sind. Ich ĂŒberlasse weitere Untersuchungen gerne denjenigen, die sich damit befassen wollen. Ich kann und will aber auch gar nicht ausschließen, dass eine Zerstörung der Zivilisation, so wie ich sie vertrete, fĂŒr einige Menschen bedeuten kann, dass sie nicht mehr an ĂŒberlebensnotwendige Medikamente kommen und in der Folge dessen versterben. Das bedauere ich.

Allerdings bin ich nicht der Auffassung, dass diese Möglichkeit umgekehrt zu einer Erhaltung der Zivilisation und ihrer Institutionen fĂŒhren sollte. Sicherlich begrĂŒĂŸe ich es, im Prozess der Zerstörung der Zivilisation möglichst viel RĂŒcksicht darauf zu nehmen, was welche Konsequenzen fĂŒr wen hat und nach Möglichkeit auch alles mögliche zu tun, um diese Konsequenzen möglichst milde zu gestalten, aber die bloße Existenz dieser Konsequenzen Ă€ndert fĂŒr mich nichts an der Tatsache, dass ich die Zivilisation als etwas begreife, das beseitigt werden muss. Man mag mir hier vorwerfen, dass ich mich hierbei nicht ĂŒbertrieben bemĂŒhe, Lösungen zu entwickeln, das Überleben eines jeden einzelnen Menschen zu gewĂ€hrleisten, damit kann ich aber ganz gut leben. Ist das Ableismus? Ich finde nicht, aber in einer postmodernen Debatte, in der Begriffe wie dieser ohnehin auf eine völlig sinnentleerte Art und Weise gebraucht werden, mag die*der ein oder andere das dennoch behaupten. Aber wenn man diesen Vorwurf nun gegen mich und andere Kritiker*innen der Zivilisation erhebt, die möglicherweise Ă€hnlich argumentieren, so finde ich, dass man diesen Vorwurf dann aber eben auch gegen diejenigen, die die Zivilisation verteidigen, erheben muss. Wobei man hier nicht nur den Vorwurf des Ableismus, sondern auch gleich noch den des Klassismus, des Rassismus und Sexismus erheben mĂŒsste. Denn die Medizin als lebenserhaltend zu betrachten ist eine Seite der Medaille, die andere Seite beinhaltet die Degradierung von Menschen zu Versuchsobjekten, an denen die Heilmethoden, die spĂ€ter den Reichen (im globalen Kontext ebenso wie im nationalen) zugute kommen, entwickelt werden. Das trifft nicht nur erkrankte Menschen, sondern dank strukturell kolonialer medizinischer Feldversuche, der Anwerbung von armen Menschen fĂŒr medizinische Studien, die die Unversehrtheit ihres Körpers gegen ein geringes Entgelt verkaufen mĂŒssen (nicht selten auch untentgeltlich anbieten mĂŒssen, z.B. in GefĂ€ngnissen, Psychiatrien, usw.), sowie verschiedener sexistischer Projektionen auf soziale Mechanismen sowie die Körper der Versuchsopfer eben auch rassifizierte, vergeschlechtlichte und verarmte Menschen. Wer die Medizin also als ĂŒberlebensnotwendig fĂŒr die einen verteidigt, nimmt diese körperliche Ausbeutung (nicht selten bis hin zum Tod) anderer Menschen (und Tieren sowieso) dabei immer billigend in Kauf.

Antizivilisatorischen Kritiken in diesem Kontext Ableismus vorzuwerfen, kann ich daher bestenfalls als zynisch verstehen, in der Regel gehe ich aber davon aus, dass dies nur ein vorgeschobenes Argument ist, das alleine der Delegitimierung dieser Positionen dienen soll.

Abgesehen von diesem Aspekt ist natĂŒrlich die Zivilisation selbst dafĂŒr verantwortlich, dass wir heute so viele „disablete“ Menschen kennen. Gerade mentale Dis_abilities sind jenseits der Zivilisation in der Regel kaum als solche zu verstehen und selbst wenn doch bietet eine nicht-zivilisierte Welt kaum Barrieren fĂŒr diese Menschen. Mit körperlichen Behinderungen verhĂ€lt sich das Ă€hnlich: QuerschnittsgelĂ€hmte Verkehrsopfer, Kriegsversehrte, „Contergan-Kinder“, radioaktivitĂ€tsinduzierte Mutationen, ArbeitsunfĂ€lle, Asthma und Allergien, ImpfschĂ€den, medizinische VerstĂŒmmelungen, pardon, „Kunstfehler“ usw., fĂŒr zahllose körperliche Behinderungen zeichnet die Zivilisation verantwortlich. All das nĂŒtzt den bereits Versehrten freilich auch nichts mehr. In diesem Sinne ist die Verteidigung der Zivilisation natĂŒrlich im wahrsten Sinne des Wortes anti-ableistisch, weil sie eben die Produktion von Disabilities implizit befĂŒrwortet. Dem allerdings einen positiven Wert abzugewinnen fĂ€llt allen, die sich nicht bereits auf den verschlungensten postmodernen Irrwegen verirrt haben, freilich schwer.

Aber es ist doch zumindest sozialdarwinistisch, wenn ohne Zivilisation nur der StĂ€rkere ĂŒberlebt 


Wie kommst du denn darauf, dass dem so wĂ€re? Auch ohne Zivilisation könnten Menschen in Gemeinschaften leben, in denen sie aufeinander acht geben, einander unterstĂŒtzen und gegenseitig voneinander profitieren. Wenn du davon ausgehst, dass ohne Zivilisation, das heißt vor allem ohne eine herrschende Ordnung welcher AusprĂ€gung auch immer, die Menschen einander bekriegen wĂŒrden, bis nur die StĂ€rksten ĂŒberleben, dann sagt das etwas ĂŒber dein Menschenbild aus, aber nichts darĂŒber, wie das tatsĂ€chlich verlaufen wĂŒrde.

Das zum einen, aber wo du mich schon fragst, wie wĂŒrdest du es nennen, wenn in einer Welt die Mehrheit der Menschen (die SchwĂ€cheren) gezwungen ist, ihre Arbeitskraft, ihre Körper zu „verkaufen“, um ĂŒberleben zu können, wĂ€hrend eine Klasse an StĂ€rkeren davon profitiert? Wie wĂŒrdest du es nennen, wenn an einem Ende der Welt Menschen an Anstrengung, Hunger oder Umweltgiften elendig verrecken, wĂ€hrend diejenigen, die von ihrem Tod profitieren, am anderen Ende der Welt förmlich in ihrem Luxus zu ersticken drohen? Ich wĂŒrde das ja „Survival of the Fittest“ in eben jenem Sinne nennen, in dem man von Sozialdarwinismus sprechen mag.

***

Übrigens ist gerade erst die Übersetzung einer BroschĂŒre gegen die Zivilisation erschienen, namens Eine ikonoklastische Ungeheuerlichkeit, in der einige Menschen mit Behinderung und ohne Scheu, diese IdentitĂ€t auch auszuspielen, selbst das Wort ergreifen.

2. Ist es nicht transfeindlich gegen die Zivilisation zu sein?

Nein.

Aber wie sollen trans Personen dann an ihre Hormone kommen?

Nun, die Vorstellung, dass alle trans Personen Hormone nehmen wĂŒrden, ist schlichtweg falsch, aber ich will das mal nicht als „Transfeindlichkeit“ auslegen.

Ansonsten weiß ich nicht, wie diejenigen trans Personen, die Hormone nehmen, an diese kommen sollen, es interessiert mich auch nicht die Bohne. Personen, die das möchten, können sich ja mit der nicht-zivilisatorischen Herstellung von Hormonen beschĂ€ftigen und eine Lösung dafĂŒr finden (fĂŒr die zivilisatorische Herstellung von Hormonen gilt ĂŒbrigens das, was ich bereits bei Frage 1 geantwortet habe). Vielleicht gibt es ja in den Fabriken der Pharmariesen auch genug HormonvorrĂ€te, um jeglichen Bedarf auf hunderte Jahre zu decken. Hormonbehandlungen sind Teil einer technologischen Herangehensweise an die in den Körpern von trans Personen offenbar werdenden Problematiken einer Vergeschlechtlichung. Zumindest ich vertrete eine Beseitigung des Apparats der Vergeschlechtlichung zusammen mit der Zivilisation. Dass es ohne eine Vergeschlechtlichung, ja ohne ĂŒberhaupt irgendwelche Subjektkonstruktionen ĂŒberhaupt noch ein sinnvolles VerstĂ€ndnis des trans-Seins gibt, wage ich zu bezweifeln, aber das bleibt freilich denjenigen zu entscheiden, die sich dann als trans- oder nicht-trans Personen verstehen möchten. In diesem Sinne denke ich, muss ich meine eingangs getĂ€tigte Aussage vielleicht wieder revidieren. Transfeindlich wĂŒrde ich mein Denken zwar nicht nennen, aber ich kann es auch nicht gerade als transfreundlich oder ĂŒberhaupt transbegĂŒnstigend bezeichnen, weil es anstrebt, die in trans IdentitĂ€ten eingefangenen SubversivitĂ€ten des binĂ€ren Geschlechtersystems auf jegliche Form von Geschlecht auszuweiten. Manch eine*r mag das transfeindlich nennen. Das ist aber ebenso produktiv, wie trans Leute homofeindlich zu nennen, weil sie ja die GeschlechterbinaritĂ€t unterlaufen und damit das Konzept von HomosexualitĂ€t untergraben wĂŒrden.

3. Frage: Willst du zurĂŒck ins Mittelalter?

Nein.

MĂŒsste ich mich auf eine Epoche der leviathanischen Geschichtsschreibung festlegen, dann wĂ€re das mit Sicherheit nicht das Mittelalter, sondern die Steinzeit.

Aber schau, ich möchte mich auf ĂŒberhaupt keine Epoche festlegen, du bist offensichtlich die_derjenige, der_dem es nicht möglich zu sein scheint, dir eine Welt außerhalb des von einer mehr oder weniger abstrusen Geschichtsschreibung bestimmten Zeitstrahls vorzustellen. Das bedeutet letztlich, dass du diese Welt so wie sie ist, bereits so sehr verinnerlicht hast, dass ein anderer Verlauf dir gar nicht mehr vorstellbar zu sein scheint, so wie das schon bei den Herren Marx und dem Gesocks, das sich auf ihn berief, aber auch bei den anderen BefĂŒrworter*innen dieser techno-industriellen Zivilisation war. Aus deiner Perspektive lĂ€sst sich die Frage nach einer Welt ohne Zivilisation also gar nicht stellen. Das ist bedauerlich, aber du wirst sicher verstehen, dass es nicht in meinem Interesse liegt, dir etwas zu erklĂ€ren, was du nicht verstehen willst. Als AnnĂ€herung bleibe ich daher bei der Epoche der Steinzeit. WĂ€re also nett, wenn du so freundlich wĂ€rst, das Mittelalter in Zukunft rauszuhalten.

Aber warum die Steinzeit? Nun du weißt ja, wie das ist, heute fischen, morgen jagen und niemals arbeiten. Außerdem mag ich Nacktheit, Fellbekleidung und Speere.

4. Frage: Willst du, dass Millionen oder Milliarden von Menschen verhungern und von Seuchen dahingerafft werden?

Nein.

Aber ohne die hygienischen Umgebungen der Zivilisation werden doch ĂŒberall Seuchen wĂŒten.

Nein.

Die MobilitĂ€t und die einander angeglichenen Lebensbedigungen der Zivilisation machen die schnelle und globale Ausbreitung von Krankheitserregern ĂŒberhaupt erst möglich. Hygienische Umgebungen der Zivilisation sind insofern auch nur in einem zivilisatorischen Kontext ein geeigneter und notwendiger Schutz vor Infektionskrankheiten.

Und ohne die landwirtschaftliche Nahrungsproduktion werden möglicherweise alle Menschen verhungern.

Das ist tatsĂ€chlich eine sehr komplizierte Frage, die ich jedoch gerne von einer anderen Seite her beleuchten wĂŒrde, nĂ€mlich von der Gegenthese ausgehend: Durch die landwirtschaftliche Nahrungsproduktion werden möglicherweise alle Menschen verhungern. Das ist selbst unter prozivilisatorischen Wissenschaftler*innen, AgrarverbĂ€nden, Staaten und neuerdings sogar saatgutpatentierenden Unternehmen Konsens. GrĂŒnde dafĂŒr gibt es viele, vor allem spielen aber eine schwindende BiodiversitĂ€t und bedrohte Nahrungsketten, sowie schwindendes Ackerland durch den industriellen Ackerbau eine herausragende Rolle. Auch wenn die Industrialisierung der Landwirtschaft diese Probleme erheblich vergrĂ¶ĂŸert hat, gilt auch fĂŒr die vorindustrielle Landwirtschaft, dass durch sie viel mehr Energie in die Produktion von Nahrungsmitteln investiert werden muss, als etwa beim Sammeln und Jagen wild wachsender und lebender oder durch nicht-landwirtschaftliche Aussaat angepflanzte NĂŒsse, Wurzeln und FrĂŒchte, sowie in Herden gehĂŒtetes Vieh. Auch wenn ich denke, dass man jede landwirtschaftliche Bestrebung zumindest als potenziell zivilisatorisch und herrschaftsbegrĂŒndend betrachten muss, so denke ich nicht, dass in einer postzivilisierten Welt landwirtschaftsĂ€hnliche Aussaat keine Rolle mehr spielen wĂŒrde, denn klar ist, dass die BiosphĂ€re, die von einem durch die Zivilisation ausgebeuteten Planeten derzeit erhalten bleiben wĂŒrde, kaum in der Lage ist, alle Menschen oder auch nur einen großen Teil zu ernĂ€hren. Ich will ja ohnehin niemandem sagen, wie sie*er sich zu ernĂ€hren hat, sondern habe höchstens Vorstellungen davon, inwiefern ich landwirtschaftliche Unterfangen sabotieren will, weil sie die BiosphĂ€re auf eine Art und Weise zerstören, die auch mein Leben beeintrĂ€chtigt oder weil sie an die Beanspruchung des Landes (Eigentum) geknĂŒpft ist, ebenso wie ich Vorstellungen habe, wie ich mich gerne ernĂ€hren wĂŒrde und das beinhaltet keine Landwirtschaft.

Ich denke jede_r fĂŒr sich und seine Community muss und wird einen Weg finden, sich zu ernĂ€hren, auch wenn ich der Natur der Sache wegen natĂŒrlich weder irgendwem garantieren kann, noch will, dass er*sie nicht von einer Hungersnot betroffen sein wird. Aber wieder einmal gilt auch hier: Wer hier meine Kritik mit einem solch hohen Maßstab misst, die*der sollte freilich auch die Zivilisation an dem selben Maßstabe messen: Irgendwelche Zyniker haben ausgerechnet, wie viele Kinder pro Minute verhungern, irgendwelche Zyniker haben gezĂ€hlt, wie viele Menschen an chronischer UnterernĂ€hrung leiden. Das ist die momentane RealitĂ€t und die Aussichten fĂŒr die Zukunft, das sagen eben selbst die Zivilisator*innen, werden dĂŒsterer, sowie die Grundlagen fĂŒr die Landwirtschaft aber auch eine natĂŒrliche Regeneration der BiosphĂ€re immer mehr schwinden. Und wer mir nun kommt, dass der weltweite Hunger nur an einer Verteilungsungerechtigkeit liege, mag schon recht haben, aber diese Verteilungsungerechtigkeit lĂ€sst sich innerhalb einer Zivilisation eben niemals beseitigen, weil jede Zivilisation eine soziale Schichtung und damit auch ein Verteilungsungleichgewicht hervorbringt.

Letzte Frage: Indem du stĂ€ndig auf die Zivilisation verweist, anstatt dich fĂŒr Probleme des antizivilisatorischen Denkens zu rechtfertigen, machst du es dir da nicht ein wenig einfach?

Keinesfalls. (Mein) antizivilisatorisches Denken entwickelt sich eben aus genau der Erkenntnis, dass die Zivilisation verantwortlich fĂŒr Herrschaft und alle möglichen aus ihr resultierende Beziehungen ist. Daher will mein Antizivilisationismus diese eben als eine Ursache beseitigen. All die Fragen, die mir hier gestellt wurden, resultieren jedoch aus einer Moralerei, die eine Beseitigung der Zivilisation durch Abgleich mit einer herrschenden Moral kritisiert, nicht jedoch die Zivilisation selbst mit der selben Moralerei bemisst. WĂ€hrend kritisiert wird, dass Menschen ohne Zivilisation aus diesem oder jenem Grund sterben könnten oder wĂŒrden, werden die Toten der Zivilisation als gegeben, sozusagen als unvermeidbar ignoriert. Nur so kann diese Moralerei funktionieren und so soll sie freilich auch funktionieren, denn sie dient dazu, die Zivilisation zu rechtfertigen. Wenn ich es mir einfach machen wĂŒrde, dann wĂŒrde ich also vielmehr soetwas entgegnen wie „bleib mir mit deiner bĂŒrgerlichen/humanistischen/sozialistischen Moral gestohlen“. Stattdessen mache ich mir hier sogar die MĂŒhe, die mir entgegengehaltene Moral in WidersprĂŒche zu verstricken. Und das obwohl ich nichts fĂŒr diese Moral ĂŒbrig habe. Du siehst, ich bin hier mehr auf deine Argumente eingegangen, als du auf meine.




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org