September 7, 2021
Von Indymedia
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Wir, als Beschuldigte im 129-Verfahren Berlin//Athen, fĂŒhlen uns den Beschuldigten im Hinblick auf ihre Anklage nicht nur verbunden, weil wir die KlĂ€gerin der Bundesanwaltschaft teilen, sondern auch weil ein Beschuldigter in unserem Verfahren nun in dem, in Dresden verhandelten, Prozess auf der Anklagebank sitzt. Noch viel wichtiger, wir wollen uns deutlich mit jenen solidarisieren, die von staatlichen Behörden aufgrund notwendiger und konsequenter Politik verfolgt werden. Die vermeintlichen Beweise, die der Staat der Öffentlichkeit vorlegen will, entspringen ihrem Überwachungs- und Kontrollwahn. Den Schwur Buchenwalds verhöhnend, ist das einzige, was wirklichen bewiesen wird, die bekannte Position und Motivation der Behörden nazistische Politik gegen antifaschistische Konsequenz zu verteidigen.

WĂ€hrend keine Woche ohne neue Skandale um rechte Strukturen in den deutschen “Sicherheitsbehörden” vergeht, wĂ€hrend Nazis und Rassist:innen von Hanau bis Halle hin zum NSU, gedeckt und unterstĂŒtzt durch die bundesweit agierende Kameradschaft „Verfassungsschutz“, morden und das KSK TrĂ€ume vom Umsturz hegt – wird in Dresden Anklage erhoben gegen selbstorganisierte antifaschistische Politik. Eine Politik, die in diesem Land immer nötig war, ist und bleiben wird – im Besonderen auch in Sachsen & ThĂŒringen.

Eine radikale Politik, die Nazis, ihre Freund:innen in Behörden oder im Nadelstreifen-Anzug in der Politik benennt und nicht bei Lippenbekenntnissen stehen bleibt. Ein antifaschistischer Selbstschutz, der mit einer offensiven Perspektive einhergeht, ist nötig und richtig. Eben jene antifaschistische Politik gilt es zu verteidigen.

Die Feind:innen der Freiheit versuchen uns mit allen Mitteln zu bekĂ€mpfen und dem mĂŒssen wir solidarisch entgegenstehen. Solange sie unsere GefĂ€hrt:innen einsperren, uns aushorchen und unsere Ideen delegitimieren, mĂŒssen wir zusammenhalten und damit ihre PlĂ€ne durchkreuzen.

Eine der vielen Möglichkeiten, sich mit denen solidarisch zu zeigen, die nun vor Gericht stehen, bietet die Kundgebung zum Prozessbeginn am 08.September vor dem OLG Dresden, sowie die SolidaritĂ€ts-Demonstration „Wir sind alle LinX – Wir sind alle Antifaschist:innen!“ am 18.09. in Leipzig.

Kommt zum Prozess oder zeigt euch anderweitig solidarisch mit den Beschuldigten antifaschistischer Politik.

Freiheit fĂŒr Lina – SolidaritĂ€t mit allen von Repression Betroffenen!

 

Beschuldigte im §129 Verfahren Berlin//Athen




Quelle: De.indymedia.org