Oktober 13, 2021
Von InfoRiot
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Im letzten Winter vor dem Kriegsende 1945 kĂ€mpften sowjetische und deutsche Truppen erbittert um jeden Meter – auch im Oderbruch. Ein Gedenkort am einstigen Gut Klessin soll kĂŒnftig an die Opfer auf beiden Seiten erinnern.

Nahe dem Oderbruch-Örtchen Klessin (MĂ€rkisch-Oderland) entsteht ein Gedenk- und Erinnerungsort, der ĂŒber die schweren KĂ€mpfe zum Ende des Zweiten Weltkrieges im FrĂŒhjahr 1945 informieren soll.

Der Heimatverein aus dem benachbarten Wuhden (MĂ€rkisch-Oderland) und der Hamburger Verein zur Bergung Gefallener in Osteuropa (VBGO) [vbgo.de] hatten Klessin als solch einen Erinnerungsort gewĂ€hlt, weil dies ein authentischer Kriegsschauplatz war, wie es aus dem Verein heißt. Die Kampfhandlungen dort werden von MilitĂ€rhistorikern auch als “Kessel von Klessin” bezeichnet. Im Februar 1945 kĂ€mpften dort Volkssturmeinheiten und WehrmachtsverbĂ€nde erbittert fĂŒr mehrere Tage. Der Ort wurde fast völlig zerstört und nur weniges wieder aufgebaut.

In den vergangenen zehn Jahren wurde das GelĂ€nde des ehemaligen Gutes berĂ€umt, das zu DDR-Zeiten als MĂŒllhalde fĂŒr einen angrenzenden Agrarbetrieb diente. Seit 2005 wurden insgesamt 237 gefallene deutsche Soldaten und Soldaten der Roten Armee geborgen, die bei den KĂ€mpfen um Klessin ums Leben kamen.

“Das sechs Hektar große GelĂ€nde ist das inzwischen am besten dokumentierte Kampfgebiet aus dem Zweiten Weltkrieg im Oderbruch”, sagt VBGO-Vorsitzender Albrecht Laue. Im kommenden FrĂŒhjahr, am 6. Mai 2022, soll der dann neu geschaffene “Gedenk- und Erinnerungsort Klessin” feierlich eingeweiht werden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.10.2021, 10:00 Uhr




Quelle: Inforiot.de