Januar 21, 2023
Von Paradox-A
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Lesedauer: 2 Minuten

Heute schaue ich mir bei linken Feministinnen an, wie sie mit dem Widerspruch umgehen, dass Alexandra Kollontai zwar einerseits grundlegend für die Emanzipation von Frauen, ein anderes Verständnis von Mutterschaft und sexuellen Beziehungen eintrat, aber andererseits den Stalinismus stillschweigend mitrug.

Alexandra Kollontai oder: Revolution für das Leben – Workshop mit Katharina Volk

von: https://monaliesa.de/termine/#Kollontai

Ort: MONAliesA

Wer war Alexandra Kollontai und welche Utopie von einer gerechten Gesellschaft verfolgte sie? Alexandra Kollontais aufschlussreiches Leben gibt Anlass genug zur Auseinandersetzung. Ohne die Einordnung ihres bewegten Lebens sind ihre zahlreichen Schriften nicht zu begreifen. Deshalb wird es in dem Workshop auch um das Leben der Alexandra Kollontai gehen. Gleichzeitig werden wir uns im Workshop mit Texten von Kollontai beschäftigten, die sich mit Fragen zur Liebe, Krieg und der des gesellschaftlichen Zusammenlebens beschäftigen.
Kollontai, die in der Russischen Oktoberrevolution kämpfte, war überzeugt, eine Revolution könne nur erfolgreich sein, wenn sie das gesamte Leben revolutioniert. Sie übte nicht nur scharfe Kritik an der monogamen, lebenslangen Ehe, sondern auch am bürgerlichen Verständnis von Elternschaft. Damit machte sie sich nicht nur Freunde unter den Genossinnen und Genossen. Sie forderte ein neues Verständnis von Liebe, das dem der Solidarität ähnelt, und neue Formen des Zusammenlebens, die Zusammenhalt und Gemeinschaft fördern. Ihre Ideen sind noch immer Utopie, aber noch immer aktuell in einer Zeit, in der Kollektivität im Sinne von Solidarität und Gemeinsamkeit über Grenzen hinweg dringender denn je ist.




Quelle: Paradox-a.de