Mai 11, 2022
Von Paradox-A
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Lesedauer: 16 Minuten

Die Gruppe Autonomie und SolidaritĂ€t hat mich angefragt, ob ich einen weiteren ihrer Texte veröffentliche. DarĂŒber habe ich mich gefreut, doch es gab auch ein paar inhaltliche Differenzen bzw. solche in der Perspektive auf die Dinge. Wie aber damit korrekt umgehen? Ich denke es ist wichtig, Kontroversen zuzulassen. Ich denke aber auch, es ist wichtig, selbst klar Position zu beziehen. Dies bildet sich dann auch in der Sprache ab. Es bringt aber nicht, dabei kleinlich einzelne Aussagen und Formulierungen zu sezieren und zu kritisieren. Allem voran sollte der Wunsch und Versuch stehen, einander zu verstehen. Um dann beurteilen zu können, wie nah oder fern die jeweiligen Positionen sind. Nun ja, dies fĂŒhrt zu einem Dilemma, fĂŒr das es keine gute Lösung gibt.

(lizenzfrei gefunden)

Ich habe mich fĂŒr einige Anmerkungen unter dem Text Anarchistische Kritik an Wissenschaft(en) und staatlichen Narrativen in der Corona-Pandemie entschieden. Wer möchte kann mir gern weitere eigene Texte zukommen lassen.

Anarchistische Kritik an Wissenschaft(en) und staatlichen Narrativen in der Corona-Pandemie

Noch vor Jahren zĂ€hlte es zu den SelbstverstĂ€ndlichkeiten von Linken, die AbhĂ€ngigkeiten der Wissenschaften, staatliche Narrative und die Rollen von Wirtschaft und Industrie zu hinterfragen. Seit der Corona-Pandemie steht dort aber fĂŒr weite Teile der linken Szene scheinbar ein großes STOP-Schild. Kritik an den Corona-Maßnahmen ist zwar bis zu einem bestimmten Grad vertretbar, aber das Hinterfragen von staatlichen Narrativen und von staatlich angestellten bzw. von Forschungsgeldern und privaten Geldgebern abhĂ€ngigen Akteur*innen aus Kreisen der Wissenschaften, soll bloß nicht zu weit gehen, ohne Empörung und Kontroversen auszulösen. Kritik an AutoritĂ€t ist nach wie vor opportun, aber bitte nicht solche an epidemiologischen Narrativen, welche der Staat fĂŒr seine AutoritĂ€t ausnutzt. Statt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit verschiedenen, seriösen Positionen und Kritikpunkten zu suchen, wurde oftmals mit beliebigen politischen Kampfwörtern wie „Schwurbler*in“ oder „Querdenker*in“ um sich geworfen. Wir haben den Eindruck, ein Großteil will sich auch gar nicht bestimmten Fragen stellen, da diese dann kognitive Dissonanz auslösen könnten. Erstaunlich ist, wie sehr nicht wenige radikale Linke plötzlich doch ihre Prinzipien so stark umgekrempelt haben.

Wir allerdings möchten uns gegen die (selbstauferlegte) Tabuisierung von Kritik an staatlichen Narrativen stellen. Stattdessen möchten wir eine Diskussion in Bezug auf die Thematik befördern, wie sie in der radikalen Linken bisher nicht stattgefunden hat..

Dem Staat geht es nicht um unsere Gesundheit!

GrundsÀtzlich ist aus anarchistischer Perspektive jede AutoritÀt zu hinterfragen!

Der Staat ist nicht unser Freund, nicht unser VerbĂŒndeter und schon gar nicht ausreichend an unserem Gesundheitsschutz interessiert. In der Corona-Krise zeigte sich das z.B. bisher besonders deutlich an Maßnahmen, wie dass nicht-digitale Impfnachweise in manchen Bereichen fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt wurden. Aber auch die UntĂ€tigkeit, das im Vorfeld seit Jahren zerstörte Gesundheitswesen insgesamt zu stĂ€rken, spricht BĂ€nde. Auch die VerkĂŒrzung des Genesenenstatus ist medizinisch nicht begrĂŒndbar [0] und stattdessen ein Beispiel fĂŒr willkĂŒrliche und/oder unwissenschaftliche und inkonsequente Vorgehensweisen des Staates. Das Maßnahmenchaos Ă€hnelt, wie Karl-Heinz-Roth konstatierte, einem Schrotschuss, einer Repression ohne roten Faden und eindeutigen Sinn.

„Die Wissenschaft?“

Große Schlagzeilen, die die Aussagen von Einzelpersonen aufgreifen, sind noch nicht zwangslĂ€ufig ein „wissenschaftlicher Konsens“. So spricht sich beispielsweise eine bemerkenswerte Anzahl von Schulmediziner*innen auf der Welt klar gegen KontaktbeschrĂ€nkungen wie Lockdowns aus [1]. Statt sich rational mit ihren Argumenten und denen ihrer Gegenposition auseinanderzusetzen, erlebten wir, wie sie stattdessen auf einmal in gute und schlechte Wissenschaftler*innen unterteilt wurden und ein wissenschaftlich fundierter Konsens nicht gefunden, sondern nur behauptet wurde – je nachdem, welche Meinung vertreten wurde. Dies entbehrt in der Regel jeglicher Logik. Einen zweifelsfreien wissenschaftlichen Konsens zum Thema Lockdown-Notwendigkeit gibt es beispielsweise gar nicht.

Die Meinung von einzelnen Wissenschaftler*innen kann niemals als absolute Wahrheit und pure ObjektivitĂ€t betrachtet werden, schon gar nicht, wenn diese vom Staat bezahlt werden oder es sich bei ihnen um Kapitalismusgewinner*innen handelt. „Ich bin ja gegen den Staat, aber fĂŒr die Wissenschaft“, so das Statement einiger deutschsprachiger Anarchist*innen in der Krise. Das wundert uns sehr, war es doch lĂ€ngst vor der Pandemie kein Geheimnis unter Linken, dass Wissenschaftler*innen im herrschenden System meist nur dann ĂŒberhaupt erfolgreich werden konnten, wenn sie Ergebnisse liefern konnten, die Geld einbringen. Menschen, die jemals im wissenschaftlichen Betrieb tĂ€tig waren, wissen wohl selbst zur GenĂŒge, wie sehr die Wahl eines Forschungsthemas von Drittmitteln abhĂ€ngig ist, die vom Staat erst bewilligt werden mĂŒssen [2]. Warum also sollten wir dann ĂŒberhaupt so strikt zwischen dem Staat und der staatlich akzeptierten Wissensproduktion unterscheiden, als wĂ€ren sie GegensĂ€tze?

FĂŒr uns stellt sich auch die Frage, warum es fast exklusiv Virolog*innen, Physiker*innen und bestimmte andere Naturwissenschaftler*innen waren, die sich z.B. in den staatlichen Beratungsrunden mit dem Themenkomplex der Pandemie befassten und die Rolle von AutoritĂ€ten einnahmen, wĂ€hrend Gesellschafts- und Geisteswissenschaftler*innen oder gar Krankenhauspersonal und deren Erfahrungen kaum bis gar keine Beachtung fanden. Nur eine bestimmte, Ă€ußerst eingegrenzte Auswahl an Wissenschaftler*innen konnte somit in die Position geraten, Narrative aus ihrer Perspektive vorzugeben und dadurch als AutoritĂ€ten von politischen Entscheider*innen und Medien wahrgenommen zu werden. Und das, obwohl es dabei auch um Maßnahmen ging, die ihren eigenen Expertisen gar nicht notwendigerweise entsprachen und deren mutmaßliche Erfolge und Folgen die gesamte Gesellschaft betreffen, wie bei der gefragten Mitwirkung und bei KollateralschĂ€den. Doch in der herrschenden Politik, vielen Medien und eben auch in vielen linken Kreisen wurde diese sehr selektive Auswahl an Akteur*innen und ihre AnsĂ€tze, Methoden und Perspektiven als nichts geringeres als „die Wissenschaft“ bezeichnet und damit als quasi alleinig gĂŒltige Erkenntnisquelle und Position zu einer AutoritĂ€t erhoben. Dabei gibt es gar nicht „die eine Wissenschaft“, sondern viele verschiedene Wissenschaften und innerhalb dieser jeweiligen Wissenschaften natĂŒrlich auch nochmals unterschiedliche AnsĂ€tze von Wissenschaftler*innen, die sich untereinander stark widersprechen können.

AutoritÀtsanspruch der Wissenschaft

Generell ist es angezeigt, jegliche Erkenntnis zu hinterfragen, da ein wissenschaftliches Objekt kaum vom (Wissenschafts-)Subjekt oder der Gesellschaft zu trennen ist. Das bedeutet, dass in jede ForschungstĂ€tigkeit auch Voreinstellungen der Wissenschaftler*innen u.a. aufgrund ihres sozialen Standorts einfließen. Migrant*innen oder Menschen nicht-privilegierter sozialer Herkunft etwa sind auf den einflussreichsten Positionen des Wissenschaftsbetriebes seltener zu finden, stattdessen vornehmlich Akademiker*innenkinder [3]. Auch Einstellungen und Vorwissen, welche in unserer Gesellschaft als akzeptiert gelten, prĂ€gen Forschung. Diese mĂŒssen jedoch nicht fĂŒr alle Gesellschaften gelten. So oder so hat das Bild einer objektiven, wertneutralen, allwissenden Wissenschaft, welches heutzutage viele Linke vertreten, eher religiöse als wissenschaftliche ZĂŒge. Wissenschaft heißt, Gegenargumente einzubeziehen und zu widerlegen versuchen; eine „Wissenschaft“, welche nur die eine richtige Position kennt (gleich ob sie nun wirklich intersubjektiv richtig ist), ist nicht nur unwissenschaftlich, sondern auch gefĂ€hrlich, weil sie den Grundstein fĂŒr alle autoritĂ€ren und totalitĂ€ren Ideologien legt.

Damit wollen wir nicht behaupten, das alle Wissenschaftler*innen korrumpiert sind. Ebensowenig haben wir am Streben nach Erkenntnis auszusetzen. Im Gegenteil: Auch wir wollen unsere Welt bestmöglich verstehen. Das heißt desweiteren nicht, dass der wissenschaftliche Konsens fĂŒr uns keinen Stellenwert hat, und schon gar sind wir fĂŒr eine pauschale Ablehnung einzelner Wissenschaftler*innen. Vielmehr stehen wir ein fĂŒr einen wissenschaftlichen Diskurs, bei dem alle Wissenschaftler*innen aus allen Wissenschaften zu Wort kommen. Es geht uns darum, den objektiven Anspruch „der Wissenschaft“ und die Nicht-Hinterfragbarkeit einzelner Wissenschaftler*innen und einzelner Wissenschaften sowie die staatlich-gesellschaftliche Institutionalisierung, welche großen Einfluss auf diese haben, zu hinterfragen.

Anarchismus und AutoritÀt

Generell finden wir es sehr befremdlich, welche Grundannahmen einige sich als Anarchist*innen bezeichnende Menschen bei der Verteidigung staatlich repressiver Maßnahmen (hierbei sprechen wir nicht von echtem Gesundheitsschutz!) augenscheinlich haben. Denkt ihr wirklich, dass Maßnahmen – also staatliche Zwangseingriffe – zu besseren Ergebnissen fĂŒhren können als Mutualismus und Eigenverantwortung? Wie genau stellt ihr euch denn den Ablauf einer Pandemie oder einer Ă€hnlichen Krise in einer anarchistischen Gesellschaft vor? Wenn die Menschen alle derart unverantwortlich sein sollen und nur staatliche Repression zu „SolidaritĂ€t“ fĂŒhren kann, was genau bleibt dann von eurem Anarchismus ĂŒbrig? Klar, ohne kapitalistische Herrschaft wĂŒrden sicherlich weniger Krisen aufkommen. Aber auch kein Anarchismus kann Naturkatastrophen verhindern. Wenn ihr bei jeder Krise wie in dieser Krise dann doch nach einem starken Staat schreit, seid ihr vielleicht einfach keine Anarchist*innen – zumindest nicht der Praxis.

Tabuisierung ist nicht anarchistisch

Zum Anarchismus zÀhlte schon immer das kritische Hinterfragen. Und zum SelbstverstÀndnis von Anarchist*innen gehörte es stets, Mehrheitsmeinungen, staatliche Narrative und AutoritÀten anzugreifen bzw. herauszufordern.

Warum aber wollen viele Linke sich nicht mit diesen Themen auseinandersetzen? Warum wird auf Argumente nicht eingegangen, und warum werden so schnell und oft lieber politische Kampfbegriffe zur Diffamierung verwendet, anstatt sich einmal (offizielle) Statistiken anzusehen? Woher kommt das große Vertrauen von so vielen Linken in den Staat, seine Vertreter*innen und seine Narrative? Warum wird jede Kritik an der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen und der Narrative so pauschal und vehement von ihnen abgelehnt und tabuisiert? Warum wird Kritik an der staatlichen AutoritĂ€t nicht ernst genommen?

Wir wollen ganz ausdrĂŒcklich dazu aufrufen, diese Tabuisierungen zu durchbrechen. Wir fordern auf, darĂŒber nachzudenken und sich ehrlich und argumentativ mit der Kritik und denjenigen Genoss*innen, welche diese vortragen, auseinanderzusetzen. Staatskritische Theorien dĂŒrfen kein Tabu sein. Wissenschaftskritik darf kein Tabu sein. AntiautoritĂ€t darf kein Tabu sein! Zumindest nicht fĂŒr eine Linke, die das herrschende System ablehnt.

Warum mit Epidemiologie beschÀftigen?

Warum sollten wir uns damit ĂŒberhaupt beschĂ€ftigen? Wir sind doch keine Epidemiolog*innen, sondern in erster Linie an Politik interessiert?

Ja, das mag stimmen. Jedoch geht es hierbei nicht nur um die wissenschaftliche Disziplin Epidemiologie als solche, sondern auch um deren Praxis im politischen Kontext. Wie gefĂ€hrlich Corona am Ende ist, wie gut welche Impfstoffe schĂŒtzen oder wie sinnvoll welche Repression war – es wĂŒrde unsere Grundthesen, dass staatliche AutoritĂ€t abzulehnen ist, oder dass das Recht auf körperliche Selbstbestimmung nicht anzutasten ist, nicht beeinflussen.

Es geht hierbei aber um eine prinzipielle Frage: Können wir staatlichen Narrativen vertrauen? Wir finden, nicht nur staatliche Repression an sich ist zu hinterfragen, sondern auch die Legitimationen und BegrĂŒndungen dieser Repression. Dass der Staat ein Interesse an Autoritarisierung in Krisenzeiten hat, ist nicht Neues. FĂŒr unsere Zeit bedeutet dies, dass der Staat alles daran setzt, seine Autoritarisierung zu legitimieren. Genau diese Legitimation, also der staatlich verordneten Maßnahmen und Pflichten, wollen wir durchleuchten.

Von staatlicher Seite lassen sich einige Grundnarrative vernehmen. Es handelt sich dabei um jene Narrative, die Politiker*innen fast ausschließlich teilen, und die deswegen auch medial verbreitet werden. WĂ€hrend wir den Narrativen, dass Covid-19 eine schlimme und gefĂ€hrliche Krankheit sein kann und Impfstoffe schwere VerlĂ€ufe verhindern können, zustimmen, weil diese nicht oder nicht ausschließlich zur Legitimation der Autoritarisierung benutzt werden, lehnen wir die folgenden Narrative aus unten stehenden GrĂŒnden ab:

1. „Nur durch KontaktbeschrĂ€nkungen können Infektionszahlen gesenkt werden.“

2. „Die Maßnahmen, v.a. Lockdowns, sind alternativlos (irgendwas mĂŒssen wir doch tun).“

3. „Maßnahmen sind das beste Mittel zur Verminderung der Überlastung der KrankenhĂ€user.“

4. „Inzidenzen sind grundlegend.“

5. „Coronaviren treffen uns alle gleich.“

Zu 1.) KontaktbeschrÀnkungen senken Infektionszahlen

KontaktbeschrĂ€nkungen sind nicht primĂ€r zur Verhinderung von FĂ€llen (damit auch TodesfĂ€llen) geeignet, sondern lediglich zur Verschiebung dieser bzw. zur Verhinderung von KapazitĂ€tsĂŒberlastungen („Flatten The Curve“), da eine verhinderte Infektion bei abgeschlossenen Impfungen auch eine Immunantwort verhindert und man sich schlichtweg spĂ€ter ansteckt [4]. An den Beispielen Portugal und Großbritannien lĂ€sst sich dies sehr gut zeigen [5]. Beide LĂ€nder gingen 2021 in einen strengen Lockdown. Dieser funktionierte scheinbar und die Infektionszahlen sanken
 Bis sie dann ein wenig spĂ€ter in beiden LĂ€ndern plötzlich explodierten, wĂ€hrend es in den LĂ€ndern ohne diese Lockdowns nicht dazu kam. Die FĂ€lle wurden quasi verschoben.

Selbst wenn diese Verschiebung (zwecks Vorbeugung von Überlastung) ein Ziel wĂ€re, wĂŒrden die Maßnahmen es grĂ¶ĂŸtenteils verfehlen. Nicht nur ist der Faktor Mensch bei den dazugehörigen Berechnungen fast immer uynbedacht geblieben, wie bspw. bei der Schließung von Restaurants – hier wurde nicht einkalkuliert, dass die Menschen sich einfach weiter zuhause in ihren schlecht belĂŒfteten InnenrĂ€umen trafen -, auch wurden Daten dazu, wie und wo Coronaviren ĂŒbertragen werden, kaum berĂŒcksichtigt [6]. Anders ist kaum zu erklĂ€ren, weshalb es noch immer (gegen Coronaviren) wirkungslose Desinfektionssprays gibt [7] oder draußen Maskenpflicht galt, wo die Verbreitung ohne Aerosole kaum relevant ist [8].

Zu 2.) Lockdown ist alternativlos

Viele Linke und sogar Anarchist*innen vertraten und vertreten die Ansicht, dass Eigenverantwortung in der Pandemie massiv Menschenleben kosten wĂŒrde, weshalb es staatliche AutoritĂ€t brauche.

Staatlicher Zwang fĂŒhrt aber nicht zu besseren Ergebnissen als Mutualismus – diese anarchistische Grundthese hat fĂŒr uns genauso in der Corona-Pandemie Bestand. Auch wenn staatliche ReprĂ€sentant*innen und EntscheidungstrĂ€ger*innen das Gegenteil erzĂ€hlen, hat sich in der Praxis gezeigt, dass dem nicht so ist: 2G fĂŒhrte dazu, dass sich Menschen trotzdem weiter zuhause trafen (bei schlechteren Hygienebedingungen) und das Virus genau so verbreiteten. Die Schließung von Schulen hatte zur Folge, dass sich die SchĂŒler*innen bei privaten Treffen ansteckten, und die Konsequenz von „Stay at Home“ war, dass sich die Menschen reihenweise in den eigenen vier WĂ€nden infizierten. Von Ausgangssperren, welche die Menschen in schlecht belĂŒftete InnenrĂ€ume trieben, ganz zu schweigen [9]. Dass Anarchist*innen trotzdem das Narrativ „staatliche Verbote verhindern Übertragungen“ glaubten, ist erschreckend, da es ja die Grundannahme jedes anarchistischen Denkens untergrĂ€bt.

Auch verblĂŒfft es, dass Vergleiche mit anderen LĂ€ndern, welche grĂ¶ĂŸtenteils mit deutlich weniger Maßnahmen keine nennenswert schlechtere Bilanz hatten [10], von Linken in der Regel ignoriert wurden. Teilweise ĂŒbernahmen sie sogar staatliche Diffamierungsnarrative, etwa hinsichtlich der skandinavischen LĂ€nder. Im Übersterblichkeitsvergleich zeigt sich, dass LĂ€nder mit weniger strengen Maßnahmen nicht signifikant mehr Todesopfer zu beklagen haben [11].

Coronaviren verbreiten sich im Grunde wie andere Viren auch, nĂ€mlich ohne Maßnahmen ĂŒblicherweise in Wellen, entsprechend der Gompertz-Funktion, und nicht, wie oft behauptet, mit streng exponentiellem Wachstum [12]. Zudem sie sind saisonal [13]. Wenn man sich die Infektionszahlen in fast allen LĂ€ndern anschaut, ist kaum zu ĂŒbersehen, dass diese Wellen weiterhin durchlaufen, egal welche Strategien zur Reduzierung verfolgt wurden [14].

Die Vorstellung, wir könnten die Ausbreitung von Coronaviren kontrollieren, ist eine Illusion, die aus der Herrschaft des Menschen ĂŒber den Menschen resultiert. Im Grunde haben wir keine Kontrolle ĂŒber die Natur der Viren.

(An diejenigen, die jetzt schon abgeschaltet haben und uns alle möglichen Beleidigungen an den Kopf werfen wollen, wir wĂŒrden viel lieber eure sachliche Kritik lesen! )

Dass am 03.04.2022 der Großteil der 2G/3G-Regeln und Maskenpflicht fielen und es in der Folge bis heute einen drastischen RĂŒckgang der Infektionszahlen gab, sollte doch der endgĂŒltige Beweis sein.

Das Narrativ, dass nur staatliche Repression FĂ€lle senken könnte, ist insofern kaum aufrechtzuerhalten. 

Zu 3.) Intensivbettenbelegung

Oftmals ist von einer Überlastung der Intensivstationen durch Corona-Kranke die Rede. Dass hierbei zwischen Menschen, die wegen einer schweren Covid-Erkrankung auf den Intensivstationen sind, und Menschen, die aufgrund anderer Krankheiten dort liegen und im Zuge dessen positiv auf den Erreger getestet wurden, unterschieden werden sollte, wurde bisher nicht selten als böse Schwurbelei abgetan. Dabei ist dieses Hinterfragen schlichtweg logisch. Wenn laut RKI bereits 1-2% der Gesamtbevölkerung mit Corona infiziert sind, wĂ€ren diese ja auch unter den Intensivpatient*innen zu finden. Alles in allem ist die Gesamtzahl der Intensivbehandelten in Deutschland nicht gestiegen, sondern konstant geblieben. Jedoch wurden knapp 5000 Stellen bzw. Betten abgebaut [15]. Das heißt nicht, dass die Coronapandemie in den KrankenhĂ€usern nicht prĂ€sent wĂ€re. fĂŒr den grenzwertigen Zustand ist aber eindeutig unser kapitalistisches System bzw. die Neoliberalisierung des Gesundheitswesens. Auch hier stehen die staatlichen Narrative wie ein Schutzwall vor dieser Einsicht, sodass die neoliberale Logik kaum hinterfragt wird.

Zu 4.) Inzidenzen

Die Inzidenz, die vom RKI veröffentlicht wird, ist keine exakte Inzidenz. Das RKI weiß nicht, wie viele Menschen tatsĂ€chlich erkrankt sind, es schĂ€tzt dies nur anhand von Tests [16]. Dementsprechend sind die veröffentlichten Inzidenzen mit Vorsicht zu genießen. Die Zahlen sind bedingt durch die Menge an Tests, die durchgefĂŒhrt werden, außerdem abhĂ€ngig von den Behörden, welche diese ĂŒbermitteln, sowie von der Infrastruktur der Tests an sich.Trotzdem sehen wir immer noch Linke, die wie gebannt vor dem Monitor sitzen, um sich die neusten „Infektionszahlen“ anzuschauen. Auch, dass diese „Infektionszahlen“ an die Interpretation der Tests gebunden sind, wird oft nicht thematisiert. PCR-Tests sind von Messzyklen, welche sich in Ct-Werten ausdrĂŒcken, abhĂ€ngig, und können somit nicht nachweisen, ob eine positiv getestete Person andere ĂŒberhaupt anstecken kann. „Ein Ct-Wert von > 30 spricht fĂŒr eine geringe Viruslast, da wesentlich mehr Messzyklen durchgefĂŒhrt werden mussten, um das Virus nachzuweisen. Die getestete Person ist dann trotz eines positiven PCR-Befundes möglicherweise nicht mehr ansteckend“, schreibt das BĂŒndnis „Zusammen gegen Corona“ [17]. Auch das RKI und Drosten stimmen dem zu [18]. Gerade bei Ct-Werten um die 40 muss die Sinnhaftigkeit angezweifelt werden.

Zu 5.) Coronaviren treffen uns alle gleich

Es wurde komplett ignoriert, wer gefÀhrdet war, schwer an Corona zu erkranken und wer nicht. Die staatlichen Narrative entbehrten jeglicher epidemiologischer Logik:

Obwohl Risikofaktoren (Übergewicht, ungesunder Lebensstil, hohes Alter, Asthma etc.) fĂŒr einen schweren Verlauf lange bekannt sind, wurden diese kaum berĂŒcksichtigt. Laut RKI gehören ĂŒber 65-JĂ€hrige fĂŒnfzig mal so oft zur Hochrisikogruppe als 15- bis 19-JĂ€hrige. Und schon ĂŒber fĂŒnf mal so hĂ€ufig wie 60- bis 65-JĂ€hrige [19]. Je Ă€lter, desto weiter staffelt sich dies. In der ersten Saison ist der Großteil der Menschen in den Pflegeheimen gestorben, weil es dort keinerlei Schutzkonzepte gab. Stattdessen gab es einen diese Verteilung ignorierenden, unsinnigen Pauschal-Lockdown. Ähnlich deutlich ist es auch bei Menschen mit Übergewicht und Menschen mit geschwĂ€chtem Immunsystem [20]. Beide Gruppen sind besonders anfĂ€llig fĂŒr schwere KrankheitsverlĂ€ufe und somit oft in den Intensivstationen zu finden. Aus diesem Grund ist auch Armut ein großer Risikofaktor (Immunsystem) – der ebenfalls konsequent ignoriert wurde.

All diese Risikogruppen wurden nicht in besonderem Maße geschĂŒtzt. Daran bestand offenbar kein Interesse. Sie wurden nicht anders behandelt als Nicht-Risikogruppen, welche in der Regel von Coronaviren wenig zu befĂŒrchten haben. Ebensowenig wurden Anstalten unternommen, auf (in manchen FĂ€llen) beeinflussbare Risikofaktoren wie Übergewicht oder ein schwĂ€cheres Immunsystem einzuwirken. Nicht, dass dies ein Allheilmittel wĂ€re, aber das völlige Ausbleiben solcher BemĂŒhungen spricht BĂ€nde. Im Gegenteil wurde stumpf staatlicher Zwang gegen alle eingesetzt. Nichts spricht dafĂŒr, dass der Staat unsere Gesundheit schĂŒtzen wollte, alles spricht dafĂŒr, dass es ihm um eine Autoritarisierung und Normalisierung von staatlicher Repression geht. (Ein Text zu Autoritarisierung wird ĂŒbrigens auch noch veröffentlicht, seid gespannt.)

FrĂŒhe Ablehnung

Schon frĂŒh wurde argumentative Kritik an staatlichen Narrativen von selbsternannten Linken mit Verschwörungstheorien gleichgesetzt. Dabei haben sich viele der Behauptungen und BefĂŒrchtungen im Nachhinein als korrekt und berechtigt herausgestellt. FĂŒr die Aussage, dass Coronaviren saisonal auftreten, wurden schon 2020 kritische Linke als „Schwurbler*innen“ beschimpft oder in den Kreis von Nazis gerĂŒckt. Heutzutage bestreitet dies niemand mehr [21]. Dass es Ungleichbehandlungen von Geimpften und Nicht-Geimpften geben wĂŒrde, ja, dass sogar eine Impfpflicht in Planung sei, wurde als lĂ€cherliche Verschwörungstheorie abgestempelt – und wir wissen was ein halbes Jahr spĂ€ter kam. Kaum ein*e Linke*r hatte dies kritisch hinterfragt, dass die von LucaApp und Co. erhobenen Daten zur Kontrolle, Überwachung und Staatsrepression benutzt werden wĂŒrden, war ebenfalls eine krude Verschwörungstheorie fĂŒr einige Linke, bis die Polizei diese Daten dann tatsĂ€chlich zur „Strafverfolgung “ einsetzte. Auch die Vorstellung, dass sich Corona – wie alle anderen Viren auch – in Wellen verbreitet (was heutzutage wohl nicht zu negieren ist), galt lange Zeit als eine nicht tragbare Aussage [22]. Dieselben Menschen, die staatliche Narrative, die sich heutzutage lĂ€cherlich anhören, verteidigt haben, hĂ€ngen weiterhin an den oben genannten Narrativen.

Keine Alternativen

FĂŒr eine linke Autonome sollte klar sein, dass geplante Impfpflichten abzulehnen sind. Bei der allgemeinen Impfpflicht in Deutschland wĂŒrde es sich wieder um eine kurzfristige Maßnahme handeln, die wohl kaum effizient ist, wenn bei 90 bis 95% der Menschen schon GrundimmunitĂ€t besteht. Ein Blick in LĂ€nder mit hoher Impfquote belegt dies [23]. Die Forderung nach Strafen wie z.B. GefĂ€ngnis (worauf es hinaus laufen könnte, fĂŒr jene, die einer Impfpflicht nicht nachkĂ€men) fĂŒr Menschen aufgrund ihrer Entscheidung ĂŒber ihren eigenen Körper ist nicht zu rechtfertigen.

ZeroCovid oder NoCovid sind nicht wissenschaftlich, da sie grundlegende epidemiologische Prinzipien wie Immunisierung durch Infektionen vernachlĂ€ssigen. Infektionen sind spĂ€testens bei Omicron und abgeschlossener Impfung, wie oben beschrieben, nicht zu verhindern, sondern grĂ¶ĂŸtenteils nur aufzuschieben. Die Vorstellung, Corona „zu besiegen“ oder „auszulöschen“, ist Wissenschaftsleugnung. In der Praxis sind diese Überlegungen in allen LĂ€ndern gescheitert. Man konnte in China oder Australien teilweise sogar dystopische Szenen von Drohnen, die die Ausgangssperre kontrollierten, oder Bullen, die maskenlose Kinder pfefferten, beobachten. Dass Linke die Vorstellung, der Staat solle mit seiner Repression Menschen an der Befriedigung ihrer GrundbedĂŒrfnisse hindern, lange Zeit als eine erstrebenswerte Alternative gesehen haben, macht uns absolut fassungslos. ZeroCovid gilt es mit aller HĂ€rte zu bekĂ€mpfen.

Mutualistischer Gesundheitschutz

Warum es kaum Bestrebungen von linker Seite gab, einen echten mutualistischen Gesundheitsschutz zu schaffen, bleibt ebenfalls ein RĂ€tsel. Forderungen nach staatlicher Repression gab es hĂ€ufig, AufklĂ€rung ĂŒber Möglichkeiten, sich selbst vor Viren zu schĂŒtzen, dagegen selten. Auch nicht allzu oft zu sehen waren Hilfsangebote fĂŒr Wohnungs- und Arbeitslose in Zeiten des Lockdowns. Allein das Bereitstellen von Essen und Kleidung fĂŒr BedĂŒrftige hĂ€tte bereits mehr Gesundheitsschutz ermöglicht als die staatlichen Maßnahmen. Der Risikofaktor Armut im Zusammenhang mit Corona wurde, obwohl es sich eigentlich um ein klassisches linkes Thema handeln sollte, lediglich von wenigen radikalen Linken und Anarchist*innen thematisiert (und dies auch eher leise). Die UnterstĂŒtzung der Streiks des Pflegepersonals fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen in KrankenhĂ€usern fiel mĂ€ĂŸig aus. Schon gar nicht kamen Linke auf die Idee, solche zu fordern und gegen die schlechten Arbeitsbedingugen zu kĂ€mpfen. Manche Antifaschist*innen hatten augenscheinlich mehr Ambitionen, die staatlichen Maßnahmen zu verteidigen, als dem Pflegpersonal beizustehen. Eine Massenbewegung zur sozialen Frage in der Pandemie gab es auch nicht. Lockdowns zu verteidigen war vielen Linken wohl einfach wichtiger.

All diese Aspekte des mutualistischen Gesundheitsschutzes wĂ€ren möglich gewesen. Was sprĂ€che denn dagegen, Gesundheitsschutz mutualistisch zu gestalten? Warum glauben so viele, der Staat wĂŒrde besseren Gesundheitsschutz liefern können als wir untereinander?

Helft euch gegenseitig, aber traut nicht dem Staat!

Anmerkungen zum Text

– „Schubler*in“ ist ein politischer Kampfbegriff, ja. Ich wĂŒrde ihn auch weiterhin verwenden. Denn die Schwurbelei, welche wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, hat ein unertrĂ€gliches Maß erreicht.

– „Querdenker*in“ ist aber kein politischer Kampfbegriff, sondern die Selbstbezeichnung eines sektenartigen GeschĂ€ftsmodells, mit dem Wahnsinn bedient, gefördert und verbreitet wird. Die fĂŒhrenden Akteur*innen in diesem Zusammenhang sind als Feinde anzusehen.

– dies gilt ebenso fĂŒr neue wie alte Querfrontbestrebungen. Anselm Lenz und sein Gesocks haben deutlich gemacht, wo es hingeht, wenn man die falsche Abbiegung nimmt und durchdreht. Gleiches gilt fĂŒr die sogenannten „Freien Linken“ – die allerdings auf Rudimente kommunistischer Ideologie, welche verschwörungsmythologische AusprĂ€gungen erfahren haben und hĂ€ufig bei anderen Polit-Sekten wie der MLPD, Maoisten, Trotzkisten usw. anzutreffen sind.

– Eine verkĂŒrzte Staatskritik und intuitives Rebellentum wird teilweise als anarchistisch missverstanden, sowohl in bĂŒrgerlichen als auch in proletarischen Ideologien

– Maßnahmen als solche sind nicht zu kritisieren, sondern ihre Funktionsweise und Absicht (wie es im Text auch getan wird). DarĂŒber hinaus aber die Logik, welche hinter ihnen steht. Zu sagen, dass Staat und Kapitalismus nicht am einzelnen Menschen, seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden interessiert sind, ist völlig richtig. Bleibt jedoch eine pauschale Aussage, die weiter konkretisiert werden sollte.

– Welche Anarchist*innen kennen die Autor*innen?, frage ich mich. Ja, es gab eine Anzahl Menschen aus diesem Lager, welche sehr Ă€ngstlich waren und auf die Politik der Angst stark angesprungen sind. DafĂŒr gibt es verschiedene GrĂŒnde, die nicht im Detail bewertet werden sollten. Dennoch stehen wir jetzt Mitte 2022 an einem anderen Punkt der Debatte. Viele Menschen haben begriffen, dass die AusfĂŒhrung der staatlichen Maßnahmen teilweise völlig kopflos und ziellos geschah, auf problematischen PrĂ€missen beruhte und ebenso kapitalistischen Verwertungsinteressen, als auch der Etablierung eines „neuen VerhĂ€ltnisses von Staat und Gesellschaft“ (also der Herstellung von konformistischen BĂŒrger*innen) folgte.

– Außerdem haben viele Menschen begriffen, dass der Staat sie eben nicht schĂŒtzt. Und daher eigene Maßnahme in ihren jeweiligen Gemeinschaften und ZusammenhĂ€ngen ergriffen. Diese bezogen sich nicht nur auf den Schutz vor Infektionen, sondern auch darauf, sich in Krisenzeiten solidarisch zu helfen. Indigene Gemeinschaften in lateinamerikanischen LĂ€ndern haben bspw. von sich aus Kontaktreduzierungen und EinreisebeschrĂ€nkungen in ihre Dörfer und Stadtteile beschlossen. Und das aus guten GrĂŒnden, weil die Regierungen sie nicht schĂŒtzt.

– Statt infantil die bĂŒrgerliche Freiheit zu verteidigen, wie es gewisse Nihilisten-Egoisten getan haben, sollte es also darum gehen, den anarchistischen Freiheitsbegriff – in Verbindung mit SolidaritĂ€t und Autonomie – neu zu durchdenken und zu stĂ€rken.

– Hierzu gilt es eine eigene Kritik an dem staatlichen Hygiene-Regime zu entwickeln, die sich von jener der Schwurbler klar unterscheidet und insbesondere auch Kapitalismus und Klassengesellschaft einbezieht.

– DarĂŒber hinaus gilt es eine umfassende Debatte ĂŒber eine geteilte anarchistische Ethik anzustoßen und zu fĂŒhren und diese lebendig werden zu lassen. Dies ist der Weg autoritĂ€r gesetzten Moralvorstellungen als auch der moralischen AutoritĂ€t von (oft Ă€ngstlichen, panischen und nach Macht strebenden) Individuen etwas entgegen zu setzen.

– In all diesen Punkten gibt der Text der Gruppe SolidaritĂ€t und Autonomie Anregungen. Erfreulicherweise sind jene anders gelagert als etwa die neoleninistische Wende, die z.B. Bini Adamczak und andere in der Pandemie durchmachten.

Fußnoten zum Text

Quellen:

[0] https://www.nature.com/articles/s41591-022-01715-4

[1] https://www.welt.de/wissenschaft/article238262941/Virologen-Die-Wirkung-von-Corona-Massnahmen-wird-drastisch-ueberschaetzt.html

https://www.berliner-zeitung.de/news/streeck-wetter-hat-groesseren-einfluss-auf-pandemie-als-massnahmen-li.223279

https://academic.oup.com/cesifo/article/67/3/318/6199605

https://www.rbb24.de/panorama/thema/coronabeitraege/2022/03/virologe-schmidt-chanasit-befuerwortet-auslaufen-massnahmen.html

https://web.de/magazine/news/coronavirus/virologe-kekule-massnahme-rki-voellig-inakzeptabel-36560742

https://www.aerzteblatt.de/studieren/forum/139935/Neue-Stanford-Studie-von-Prof-Ioannidis-zeigt-KEINEN-Nutzen-von-Lockdowns

https://www.badische-zeitung.de/aerosol-experte-irgendwann-muessen-wir-wieder-aufmachen–210081741.html

[2] https://www.nd-aktuell.de/artikel/1153168.drittmittel-wissenschaft-als-marketing.html

https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-grenzen-der-forschungsfreiheit-wie-politik-und-100.html

https://core.ac.uk/download/pdf/236049733.pdf

[3] https://www.cogitatiopress.com/socialinclusion/article/view/1621

[4] https://www.welt.de/wissenschaft/article238262941/Virologen-Die-Wirkung-von-Corona-Massnahmen-wird-drastisch-ueberschaetzt.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/video237950549/Corona-Virologe-Stoehr-zum-Ende-der-Pandemie-Werden-sich-alle-infizieren.html?cid=socialmedia.twitter.shared.web

https://m.tagesspiegel.de/wissen/lungenarzt-zum-ausweg-aus-der-pandemie-muessen-hoffen-dass-sich-100-prozent-der-bevoelkerung-mit-omikron-infizieren/28017896.html

https://www.rnd.de/gesundheit/corona-infektion-bei-kindern-die-unter-zwoelfjaehrigen-werden-sich-irgendwann-anstecken-D3BEIPS6LFD2HBYNG25CCGROLA.html

[5] https://www.worldometers.info/coronavirus

[6] https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-aerosole-risiko-draussen-100.html

[7] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html;jsessionid=9EB1C92BBA7A9596475519845BC46AA5.internet072?nn=13490888#doc13776792bodyText2

[8] https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-aerosole-risiko-draussen-100.html

[9] https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-aerosole-risiko-draussen-100.html

[10] https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/Gesellschaft/bevoelkerung-sterbefaelle.html

https://wien1x1.at/mortalitaet-europa/

https://www.worldometers.info/coronavirus/

https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?uniformYAxis=0&hideControls=true&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Color+by+test+positivity=false&country=USA~ITA~CAN~DEU~GBR~FRA&Metric=Stringency+index

[11] https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?uniformYAxis=0&hideControls=true&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Color+by+test+positivity=false&country=USA~ITA~CAN~DEU~GBR~FRA&Metric=Stringency+index

https://academic.oup.com/cesifo/article/67/3/318/6199605

https://www.telegraph.co.uk/global-health/science-and-disease/swedens-death-rate-among-lowest-europe-despite-avoiding-strict/https://www.hartgroup.org/covid-19-evidence/

[12] https://www.worldometers.info/coronavirus/

https://www.aerzteblatt.de/archiv/140732/Wachstumsfunktionen-Exponentialfunktion-Logistische-Funktion-Gompertz-Funktion

http://f20.blog.uni-heidelberg.de/files/2021/02/docc88rner-2021-corona-entwicklung.pdf

[13] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7454715

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/darum-steigen-die-covid-19-fallzahlen-im-winter-121505/

https://www.aerzteblatt.de/archiv/215317/Respiratorische-Virusinfektionen-Mechanismen-der-saisonalen-Ausbreitung

[14] https://www.worldometers.info/coronavirus/

[15] https://www.berliner-zeitung.de/news/falsche-daten-viele-corona-patienten-liegen-nicht-wegen-corona-im-krankenhaus-li.208423

https://interaktiv.morgenpost.de/corona-deutschland-intensiv-betten-monitor-krankenhaus-auslastung/

https://www.swr.de/swraktuell/corona-lage-auf-den-intensivstationen-100.html

https://taz.de/Deutschland-in-der-Pandemie/!5823178/

[16] https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/coronapolitik-interview-101.html

[17] https://ladr.de/ct-wert-sars-coronavirus-2-pcr

[18] https://www.handelsblatt.com/technik/pcr-test-coronatest-was-der-ct-wert-bedeutet/28056604.html

https://www.zusammengegencorona.de/faqs/testen/labortest-pcr-test/

[19] https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_S2_2021_Risikogruppen_COVID_19.pdf?__blob=publicationFile

[20] https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/covid_19_risikogruppen_warum_das_immunsystem_schlechter_gegen_das_virus_ankommt/

https://www.nzz.ch/wissenschaft/uebergewicht-und-covid-ld.1660385?reduced=true

[21] https://www.berliner-zeitung.de/news/streeck-wetter-hat-groesseren-einfluss-auf-pandemie-als-massnahmen-li.223279

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7454715

[22] https://www.berliner-zeitung.de/news/streeck-wetter-hat-groesseren-einfluss-auf-pandemie-als-massnahmen-li.223279

[23] https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?uniformYAxis=0&hideControls=true&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Color+by+test+positivity=false&country=USA~ITA~CAN~DEU~GBR~FRA&Metric=Stringency+index

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1203308/umfrage/impfstoffabdeckung-der-bevoelkerung-gegen-das-coronavirus-nach-laendern/




Quelle: Paradox-a.de