Oktober 13, 2020
Von EA Berlin
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In eigener Sache

Einladung zur Podiumsveranstaltung am 17.10. zur staatlichen Repression
nach G20

Im Juli 2017 fand der G20-Gipfel in Hamburg statt. Zehntausende haben
dies zum Anlass genommen, um gegen die kapitalistischen VerhÀltnisse zu
protestieren. Dabei haben sie sich weder von Verbotszonen noch von
massiver Polizeigewalt abschrecken lassen.

Nach Ende des Gipfels wurden viele Aktivist*innen mit Repression
ĂŒberzogen. Es gab und gibt Hausdurchsuchungen, Öffentlichkeitsfahndungen
und Prozesse, die teilweise mit mehrjÀhrigen Haftstrafen endeten. Die
Prozesse im sogenannten Rondenbarg-Komplex stehen nach ĂŒber drei Jahren
noch bevor. In acht verschiedenen Gruppen sind mindestens 86
Aktivist*innen angeklagt. MehrjÀhrige Haftstrafen drohen, weil sie an
einem Demonstrationszug teilgenommen haben sollen, der auf der Straße
Rondenbarg brutal zerschlagen wurde. Die VorwĂŒrfe lauten unter anderem:
schwerer Landfriedensbruch, Angriff auf Vollstreckungsbeamte, versuchte
gefÀhrliche Körperverletzung und Bildung bewaffneter Gruppen.

Mit der Veranstaltung wollen wir einen Blick zurĂŒck nach vorne werfen:
auf den Stand im Rondenbarg-Komplex, auf bereits abgeschlossene
Prozesse, auf die politische Motivation der staatlichen Repression nach
G20. Wir wollen uns solidarisch zeigen mit den von Repression
Betroffenen und darĂŒber sprechen, wie wir praktische SolidaritĂ€t
organisieren können.

Dazu haben wir eingeladen:

Betroffene*r im Rondenbarg-Komplex zu den Ereignissen dort und zur
politische Bedeutung des Verfahrens

Igor Gores, Bundesvorstand der Roten Hilfe zur Repression nach G20

Fabio, der erste Angeklagte im Rondenbarg-Verfahren, der fast fĂŒnf
Monate in Untersuchungshaft saß

Gabriele Heinecke, RechtsanwÀltin von Fabio beim Rondenbarg-Prozess und
eines Angeklagten im Elbchausseeverfahren

Samstag | 17.10.2020 | 19 Uhr | Emmaus-Kirche | Lausitzer Platz | Berlin
Kreuzberg

Hinweise wegen Corona: Es wird bei der Veranstaltung auf AbstÀnde und
LĂŒften geachtet. Bringt bitte eine Maske, warme Klamotten und eine
E-Mail-Adresse mit.




Quelle: Ea-berlin.net