Juni 13, 2021
Von Freie ArbeiterInnen Union (FAU)
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++ Ausreiseverbot fĂŒr Friedensdelegation (mit Ende GelĂ€nde Aktivistin) nach SĂŒdkurdistan durch Bundespolizei ++

DĂŒsseldorf/Irak, 12.06.21

Seit 6 Wochen greift die tĂŒrkische Armee SĂŒdkurdistan an. Um fĂŒr Frieden und gegen die tĂŒrkische Expansionpolitik einzustehen, reist eine Friedensdelegation nach SĂŒdkurdistan. Ende GelĂ€nde, als Teil der Friedensdelegation, ist bereits mit Aktivist*innen vor Ort in Erbil. Heute sollte eine Gruppe nachkommen, darunter auch eine weitere Aktivistin von Ende GelĂ€nde. Diese Gruppe wurde heute am Flughafen DĂŒsseldorf von der deutschen Bundespolizei an der Weiterreise gehindert.

„Ich war heute als Ende GelĂ€nde Aktivistin auf dem Weg nach Erbil in SĂŒdkurdistan, um dort meine SolidaritĂ€t mit dem Aufbau des demokratischen kurdischen Projekts zu zeigen und die Auswirkungen der Angriffe durch das tĂŒrkische MilitĂ€r in der Region zu beobachten und zu dokumentieren. Schon bei der GepĂ€ckaufgabe haben uns Beamte in zivil beobachtet und ohne unsere Zustimmung fotografiert. Nach der Passkontrolle wurden wir dann festgesetzt, ĂŒber Stunden aufgehalten, an der Ausreise gehindert und bekamen vierwöchige Ausreiseverbote in den Irak. Damit stĂ€rkt der deutsche Staat Erdogans Angriffen den RĂŒcken, bei denen auch deutsche Waffen zum Einsatz kommen. Die Polizei verhindert aktiv die AufklĂ€rung und Berichterstattung ĂŒber die Lage“, sagt Vera Figner von Ende GelĂ€nde.

Erdogan fĂŒhrt einen breiten Expansionskrieg. Besonders betroffen davon sind die kurdischen Gebiete im Osten der TĂŒrkei (Nordkurdistan/Bakur), Nordostsyrien (Westkurdistan/Rojava) und aktuell auch im Nordirak (SĂŒdkurdistan/Bashur). In SĂŒdkurdistan besetzt die TĂŒrkei momentan Gebiete, geht mit hoher Aggression vor Ort vor und setzt dabei sogar Giftgas ein. Der Einsatz der tĂŒrkischen Armee verstĂ¶ĂŸt gegen das Völkerrecht.

„Die Angriffe der TĂŒrkei richten sich klar gegen die demokratischen Projekte der Kurd*innen, welche eine der wichtigsten demokratischen KrĂ€fte fĂŒr ein pluralistisches, friedliches Zusammenleben der Region und weltweit sind“, sagt Sina Reisch von Ende GelĂ€nde. „Indem die deutsche Regierung den NATO-Partner TĂŒrkei unterstĂŒtzt, kooperiert sie mit einem faschistischen und islamistischen Regime. Wir sind stattdessen vor Ort, um die demokratischen KrĂ€fte zu unterstĂŒtzen und stehen solidarisch mit der Bevölkerung, die unter dem Krieg leidet.“

Kontakt: Sina Reisch: +964 751 214 5989 (Via WhatsApp/Signal)

sina_reisch@riseup.net




Quelle: Fau.org