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– Bericht der Friedensdelegation nach SĂŒdkurdistan

Dienstag, 24. August 2021 +++ 19 Uhr +++ Die Pumpe (Galerie), Hassstraße 22, Kiel

Angesichts einer angeschlagenen Wirtschaft und einbrechender Zustimmungswerte setzt der tĂŒrkische PrĂ€sident Erdoğan einmal mehr auf Krieg. Seit knapp sechs Jahren wĂŒtet in Nordkurdistan ein regelrechter tĂŒrkischer Staatsterrorismus gegen die kurdische Gesellschaft und ihre politischen Institutionen, vor allem gegen die Demokratische Partei der Völker (HDP). Erdoğan hat sich die Unterwerfung nicht nur der kurdischen, sondern aller demokratischen oppositionellen KrĂ€fte innerhalb der TĂŒrkei auf die Fahnen geschrieben. Die tĂŒrkische Expansions- und Besatzungspolitik hat jedoch lĂ€ngst die tĂŒrkischen Grenzen ĂŒberschritten und wĂŒtet auch in SĂŒdkurdistan (Nordirak) und Rojava (Nordsyrien).

Nach mehreren völkerrechtswidrigen Besatzungsoperationen in Rojava, sei es die Annektierung des nordsyrischen Kantons EfrĂźn 2018 oder die Besetzung von GirĂȘ SpĂź (Tall Abyad) und SerĂȘkanĂźyĂȘ (Ras al-Ain) im Oktober 2019, hat die TĂŒrkei seit Anfang des Jahres nun auch ihre aggressive Kriegsstrategie auf SĂŒdkurdistan intensiviert. Auch dieser aktuelle Völkerrechtsbruch der TĂŒrkei in SĂŒdkurdistan erregt praktisch keine Aufmerksamkeit.

Daher reiste im Juni die internationale „Delegation fĂŒr Frieden und Freiheit in Kurdistan“ nach SĂŒdkurdistan. Ihr Ziel war es die Auswirkungen dieses Krieges zu dokumentieren und international zu thematisieren, den betroffenen Menschen, deren Dörfer zerstört worden sind, durch Beistand SolidaritĂ€t zu leisten sowie in GesprĂ€chen mit politischen KrĂ€ften zivilgesellschaftliche Friedensinitiative zu stĂ€rken, um Wege zum Frieden zu ermöglichen.

Auf der Diskussionsveranstaltung sprechen Delegierte ĂŒber die tĂŒrkische Besatzung in Kurdistan und die geopolitischen HintergrĂŒnde. Wie ist die aktuelle Situation vor Ort? Warum sind Errungenschaften der Kurd*innen immer wieder Angriffen ausgesetzt? Was fĂŒr eine Strategie verfolgt der tĂŒrkische Staat in Kurdistan? Neben dieser politischen Einordnung wird die Rolle Deutschlands in diesem Konflikt ebenfalls beleuchtet.

Teilnahme an der Veranstaltung nur mit Nachweis ĂŒber negativen Test, Genesung oder vollstĂ€ndige Impfung!

Veranstaltet durch das Kurdistan SolidaritÀtskomitee Kiel in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Schleswig-Holstein

www.defend-kurdistan.com | sh.rosalux.de




Quelle: Kurdistansolikiel.noblogs.org