Mai 17, 2021
Von FAU Freiburg
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Erfolg in der GĂŒteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Freiburg: Aufhebungsvertrag wird in ordentliche KĂŒndigung umgewandelt. dean&david Freiburg HBF GmbH muss Lohnnachzahlung im niedrigen vierstelligen Bereich an betroffenes FAU Mitglied entrichten.

Am Montag, den 10. Mai, fand die GĂŒteverhandlung im Fall des gekĂŒndigten FAU Mitglieds beim Franchise Restaurant dean&david Freiburg HBF GmbH vor dem Arbeitsgericht Freiburg statt. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin erschien erst gar nicht zur Verhandlung. Die eindeutige Beweislage zwang die AnwĂ€ltin der Gegenseite dann recht schnell dazu sich auf einen Vergleich einzulassen: Der Aufhebungsvertrag wird in eine ordentliche KĂŒndigung auf den 15. Mai 2021 umgewandelt. Zudem muss dean&david Freiburg HBF GmbH dem betroffenen Kollegen Lohn auf Basis der vertraglich vereinbarten 30 Wochenstunden nachzahlen.

„Unser Mitglied ist mit dem Ausgang sehr zufrieden! Es hat sich gezeigt: Gewerkschaftliche Aktionen können durchaus dazu fĂŒhren die Verhandlungsbereitschaft der Gegenseite erheblich zu erhöhen. Es war vollkommen richtig sich im Vorfeld nicht einschĂŒchtern zu lassen!“, so Paul Kraut Mitglied im allgemeinen Sekretariat der FAU Freiburg. Stella Meier – aktiv in der gewerkschaftlichen Erstberatung – ergĂ€nzt: „Die gute Dokumentation des Geschehens durch den Betroffenen war fĂŒr den erfolgreichen Ausgang zentral. Zudem ist es fĂŒr andere Arbeiter:innen wichtig zu wissen, dass die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit auch durch den Chef bezahlt werden muss! Hier wird viel zu oft versucht das unternehmerische Risiko – also eine schlechte Auftragslage – auf die Angestellten abzuwĂ€lzen, indem nur die tatsĂ€chlich geleistete Arbeitszeit bezahlt wird. Der Arbeitgeber ist aber dazu verpflichtet die gekaufte Arbeitskraft auch abzurufen – tut er dies nicht, ist das sein Problem und nicht das der Arbeiter:in, welche ihre Arbeitskraft zur VerfĂŒgung gestellt hat.“




Quelle: Freiburg.fau.org