April 28, 2021
Von InfoRiot
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Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Mark Brandenburg hat die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft angemahnt. „SaisonbeschĂ€ftigte in der Region, die in der Ernte und Aussaat arbeiten, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil der Erntehelfer ist nach wie vor in GemeinschaftsunterkĂŒnften untergebracht. Genauso gefĂ€hrlich ist es, wenn BeschĂ€ftigte in Sammeltransporten zu den Feldern gefahren werden“, kritisiert IG BAU-Bezirksvorsitzender Rudi Wiggert.

Die Unternehmen mĂŒssten alles dafĂŒr tun, dass die Branche nicht zum Corona-Hotspot werde. Außerdem seien verstĂ€rkte Arbeitsschutz- und Hygienekontrollen der Behörden notwendig. SaisonbeschĂ€ftigte dĂŒrften nicht ungeschĂŒtzter sein als Menschen, die in BĂŒros oder auf Baustellen arbeiteten.

Betroffen sind in Prignitz und Ruppin rund 3500 Saison-Erntehelfer

Nach Angaben der Arbeitsagentur beschĂ€ftigt die Landwirtschaft im Landkreis Ostprignitz-Ruppin rund 2000 Menschen – in der Prignitz sind es 1500.

„Mehrere Corona-AusbrĂŒche in der Fleischbranche, aber auch auf Bauernhöfen haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pandemie ist“, so Wiggert. Die ĂŒberwiegend aus Osteuropa stammenden SaisonkrĂ€fte sorgten dafĂŒr, dass in den SupermĂ€rkten Spargel, Erdbeeren und Gurken nicht ausgingen. Dabei arbeiteten sie zu niedrigen Löhnen und hĂ€ufig ohne Krankenversicherungsschutz.

Nach einer neuen Regelung können Erntehelfer in diesem Jahr 102 statt wie bislang 70 Tage lang sozialversicherungsfrei in der Landwirtschaft arbeiten, was sie in ihrer sozialen Absicherung schlechter stellt, kritisiert die Gewerkschaft.

Von MAZ-online




Quelle: Inforiot.de