September 7, 2021
Von Graswurzel Revolution
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Corona-Pandemie, Jahrhundert-Hochwasserfluten, GroßbrĂ€nde! Sind das ebenso unerwartete wie bedrohliche AnfĂ€nge oder gar bereits Erscheinungen des Zusammenbruchs des Ökosystems Erde und der grundlegenden Lebensbedingungen fĂŒr die Menschen? Das vertreten seit 2015 Forscher*innen aus Frankreich – und in geringerem Maße aus dem anglophonen Raum – in einer interdisziplinĂ€ren Wissenschaftskategorie, die sich „Kollapsologie“ nennt. Bezug genommen wird dabei auch auf das gleichzeitig auftretende VerhaltensphĂ€nomen der „gegenseitigen Hilfe“ – und damit auf Kropotkin. (GWR-Red.)

Die Publikationen der französischsprachigen Kollapsologie wurden 2015 eröffnet mit einer Art Grundlagen-Buch des Agrarwissenschaftlers Pablo Servigne und des Ökologen RaphaĂ«l Stevens, „Comment tout peut s’effondrer“ (dt. „Wie alles zusammenbrechen kann“), inzwischen ĂŒbersetzt in mehrere Sprachen, bezeichnenderweise nicht ins Deutsche. Das Buch und die dort vertretene These, dass das Ökosystem Erde bereits nicht mehr zu retten ist und sich abrupt auftretende ZusammenbruchsphĂ€nomene und Naturkatastrophen bisher nie gekannten Ausmaßes hĂ€ufen werden, gilt inzwischen als Klassiker. In Frankreich wurde es bis heute ĂŒber 100.000-mal verkauft; gerade ist die Taschenbuchausgabe erschienen, mit neuem Vor- und Nachwort der Autoren, in welchem auch die Corona-Pandemie in den Zusammenbruchsansatz mit integriert wird. Wurde diese interdisziplinĂ€re Forschung anfangs noch mit den irrationalen Weissagungen des Nostradamus oder dem Untergangsszenario des Maya-Kalenders verglichen und verĂ€chtlich gemacht, so gab es ab 2018 einen bezeichnenden Meinungsumschwung hin zur Anerkennung der SeriositĂ€t dieser Forschungsrichtung, nicht zuletzt infolge von Greta Thunberg und den nachfolgenden Schulstreiks von „Fridays for Future“ fĂŒr das Klima. (1)
2020 gaben bei einer Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP unter 5.000 Befragten aus Frankreich, den USA, Großbritannien, Italien und Deutschland mehr als die HĂ€lfte (lediglich in Deutschland nur 39 %) an, dass die Zivilisation in den kommenden Jahrzehnten zusammenbrechen wird. Mehr als ein Drittel der Befragten befĂŒrchtete das bereits innerhalb der kommenden 20 Jahre. Nach den Juli-Hochwassern 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen dĂŒrfte der Anteil der Deutschen bei solchen Umfragen nunmehr stark steigen. „Am 10. Dezember 2020 forderte ein gleichzeitig im Guardian und in Le Monde veröffentlichter Appell von mehr als 500 Wissenschaftler*innen aus rund 20 LĂ€ndern die politischen EntscheidungstrĂ€ger*innen in der gesamten Welt dazu auf, „die Debatte ĂŒber den Zusammenbruch der Gesellschaft zu eröffnen, damit wir damit anfangen können, uns darauf vorzubereiten.“ (2)

ErderwÀrmung und
Schneeballeffekte

In ihrem aktuellen Nachwort zur Taschenbuchausgabe von 2021 sprechen beide GrĂŒnder der Kollapsologie von nunmehr bei Katastrophen wirksam werdenden 15 ineinander verwobenen „Kippelementen“ (engl. „tipping elements“), die nur noch in ihrer Zusammenwirkung gesehen werden können. Diese „Kippelemente“ zeigen sich als ebenso unvorhersehbare wie von ihren Ausmaßen her nur noch als BrĂŒche mit der bisherigen „NormalitĂ€t“ begreifbare PhĂ€nomene, verursacht durch das kapitalistische, „thermo-industrielle“ Wachstum. Solche Kippelemente sind: „die Freisetzung von Methan aus Permafrostböden (CH4; rund 30-mal klimaschĂ€dlicher als CO2); die Auflösung der Methanhydrate in den Tiefen der Weltmeere; die Ausbreitung der bakteriellen Atmung im Meerwasser; das Schmelzen der vereisten Polarkappen; die VerĂ€nderung der Meereszirkulationen; die Zerstörung der RegenwĂ€lder im Amazonasgebiet u. a.“ (3)
Das Problem liegt darin, dass die ersten Elemente, die bei einer ErderwĂ€rmung von 2 Grad (gegenĂŒber dem Stand von 1850; also vor der Industrialisierung) kippen werden, die Macht in sich tragen, weitere Elemente kippen zu lassen – woraus dann ein gigantischer Domino-Effekt (oder Schneeball-Effekt) entsteht. „Im September 2018 erfuhr die Welt aus einem Sonderbericht der GIEC [Überstaatliche Expert*innengruppe zur Klimaentwicklung – L. M.], dass bis zum Ende des Jahrhunderts sehr wahrscheinlich eine Erhöhung der ErderwĂ€rmung um 3 Grad stattfinden wird.“ Und Servigne/Stevens fĂŒgen hinzu: „Keine Chance also“ fĂŒr die Menschen wie fĂŒr die Erde! „So kann man nur sechs Jahre nach dem berĂŒhmten Klimagipfel von Paris im Jahr 2015, der eigentlich die ErderwĂ€rmung perspektivisch auf 1,5 Grad festschreiben wollte, nicht nur die bittere Feststellung machen, dass diese Grenze im Jahr 2026 ĂŒberschritten werden wird, sondern auch, dass alle TrĂ€ume einer Stabilisierung des Klimas auf einer Ebene von +2 Grad gerade in Windeseile in die BrĂŒche gehen!“ (4)

Pandemie und Kollapsologie

Im aktuellen Nachwort zur Taschenbuchausgabe vom MĂ€rz 2021 widmen sich Servigne/Stevens dem „Elektroschock Covid-19“, wie sie es nennen. Das sei geradezu ein „Schulbeispiel“ fĂŒr die irregulĂ€ren SystembrĂŒche, die kĂŒnftig immer öfter zu erwarten sind. Die Risikoleugnung sei dabei ein die natĂŒrliche Todesrate des Virus verschlimmernder Faktor, ebenso wie vor der Pandemie die neoliberal geprĂ€gte regierungspolitische Weigerung, in die öffentlichen Pflegedienste zu investieren.
„Als Systemschock hat die Pandemie zahlreiche Ursachen, etwa die Zerstörung der Ökosysteme, unseren Umgang mit wild lebenden Tieren und der Tierzucht [siehe dazu den Artikel zu „Pandemie und Tierindustrie“ in dieser GWR – L. M.], die Demontierung des öffentlichen Gesundheitswesens durch profitorientierte Politikformen und vor allem die AnfĂ€lligkeit des globalisierten Wirtschaftssystems“ (5), das zu stark und zu homogen mit allen entscheidenden Teil-Interaktionsströmen verknĂŒpft sei (InformationsflĂŒsse, WarenflĂŒsse, PersoneninteraktionsflĂŒsse).
Das Virus, so die Forscher weiter, habe nicht nur eine Krise des weltweiten Gesundheitssystems ausgelöst [mit 3 Mio. Toten bis MĂ€rz 2021; bis Ende Juli 4,1 Mio. weltweit – L. M. (6)], sondern auch geradezu kaskadenhaft auftretende Folgeerscheinungen wie etwa Firmenpleiten mit Entlassungen von Millionen Menschen, unterbrochene weltweite Lieferketten (nach China und Indien), gravierende soziale und psychologische Folgen fĂŒr die durch den Lockdown auf ihre eigene Wohnung ZurĂŒckgeworfenen oder im Falle der Wohnungslosen, der Flut- und der Waldbrandopfer fĂŒr die auf der Straße Gestrandeten. Selbst die veröffentlichten Aufrufe der aufeinander folgenden Katastrophen widersprachen sich diametral: „Wir bleiben zuhause!“ bei der Pandemie; Forderung nach analogen Warnsirenen, um das Zuhause bei Starkregen und Flut gerade frĂŒhzeitig verlassen zu können!
Zu den Folgeerscheinungen zĂ€hlen auch die sagenhaften Finanzzusagen der Regierungen und des EU-„Aufbauplans“ (mit mehr als 750 Mrd. Euro im Jahr 2020) nicht nur fĂŒr die StĂŒtzung der Luftfahrt-, der RĂŒstungs- und der Autoindustrie (AbwrackprĂ€mie fĂŒr LKW; ZuschĂŒsse fĂŒr E-Autos (7)), sondern auch die „Tausende von Milliarden, die die Zentralbanken bereits injizierten, um ein Zusammenbrechen der weltweiten Finanzsysteme zu verhindern. Alles bleibt trotzdem an kĂŒnstlichen politischen FĂ€den hĂ€ngen und beruht einzig und allein auf Vertrauen.“ (8) Auch jetzt, durch die gemachten finanziellen Zusagen zur Behebung der Hochwasserkatastrophen, werden die bereits irrsinnigen Schulden noch einmal stark angehoben. Doch es wird keine RĂŒckkehr zur „schwarzen Null“ mehr geben, niemand wird diese Schulden je wieder zurĂŒckzahlen können. Ein Zusammenbruch der Finanzsysteme von weitaus grĂ¶ĂŸeren Ausmaßen wie 2008 ist jederzeit möglich.
Sowohl die Pandemie und das Hochwasser als auch die GroßbrĂ€nde zeigen ebenfalls das ganze Ausmaß des Versagens der riesigen, nur Geld anhĂ€ufenden Versicherungsindustrie auf: Die großen Versicherungen erfanden windige, bĂŒrokratische Ausreden, um beim Pandemie-Lockdown nicht zahlen zu mĂŒssen, und jetzt wieder, um sich auf teure und nur minoritĂ€r abgeschlossene „Elementarschadensversicherungen“ zurĂŒckzuziehen. Jeder Euro, der in Versicherungen gesteckt wird, ist im wirklichen Katastrophenfall hinausgeworfenes Geld.
Die Utopie habe heute, so meinen die Kollapsolog*innen, die Seiten gewechselt. „Utopisch“ sei heute das propagierte Vorhaben, zur VorzusammenbruchsnormalitĂ€t zurĂŒckkehren zu wollen, zumal diese „NormalitĂ€t“, geprĂ€gt von kapitalistischem Wachstum und rein technizistisch-industriellen Ad-hoc-Problemlösungsstrategien auch nicht wĂŒnschenswert sei.
Doch auf zeitweilig unerwartete Weise hat die Pandemie auch die FĂ€higkeit zur Resilienz und Selbstregeneration der Wildfauna und sogar mancher Ballungszentren angedeutet: „Wir waren geschockt, als uns klar geworden ist, dass es tatsĂ€chlich möglich war, die industriellen AktivitĂ€ten und die Überkonsumption zeitweilig zu reduzieren und gleichzeitig auf die wichtigsten BedĂŒrfnisse der Bevölkerungsgruppen zu antworten.“ (9) So wurden in vielen StĂ€dten autobefahrene FlĂ€chen zeitweilig auf Fahrradwege umgepolt, was vordem undenkbar gewesen wĂ€re. (10) Doch gleich anschließend sprechen die Kollapsologen von einem zweiten Schock: „dass nĂ€mlich diese plötzliche wirtschaftliche Abbremsung auch nicht annĂ€hernd ausreicht, um die wissenschaftlich begrĂŒndeten Forderungen nach einem RĂŒckgang des Ausstoßes der Treibhausgase zu erfĂŒllen.“ (11)
Und sie setzen noch eins drauf: „Man mĂŒsste zum Beispiel die Emissionen um 7,6 % pro Jahr und wĂ€hrend einer Dauer von zehn Jahren reduzieren, um eine Wahrscheinlichkeit von 66 % zu erhalten, mit der man unter der ErderwĂ€rmung von 1,5 Grad bleiben könnte. Das wĂŒrde erfordern, die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns, den wir gerade erlebt haben, noch um mindestens zehn weitere Jahre zu verlĂ€ngern!“ (12) Das kann natĂŒrlich niemand wollen, zeigt aber, was ihrer Meinung nach unter rein ökologischen Gesichtspunkten nötig wĂ€re.

Abschottungsirrwege fĂŒr die Profiteur*innen und ideologischen Verursacher*innen

In ihrem zweiten Buch von 2018, „Une autre fin du monde est possible. Vivre l’effondrement (et pas seulement y survivre)“ (dt. „Ein anderes Ende der Welt ist möglich. Den Zusammenbruch leben (und ihn nicht nur ĂŒberleben)“), beschreiben Servigne/Stevens zusammen mit einem dritten Forscher, Gauthier Chapelle, die real praktizierten Reaktionsweisen der Reichen und Superreichen im Gegensatz zu denjenigen, die durch den Zusammenbruch in vielerlei Hinsicht physisch und psychosozial betroffen sind und seinen Folgen nicht ausweichen können.
Da gebe es einerseits die Tendenz zur Sezession und Abschottung einer wohlhabenden Bevölkerungsschicht, die sich der Gefahren durchaus bewusst sei und deren Zugehörige nur noch „versuchen, die eigene Haut zu retten, ohne sich noch weiter um den Rest der Welt zu kĂŒmmern.“ (13) „Viele der Superreichen dieser Welt verbarrikadieren sich in gated communities, jenen luxuriösen und sicherheitstechnisch hoch ĂŒberwachten Wohnenklaven. Sie verlassen auch die GroßstĂ€dte: 2015 zogen 3.000 MillionĂ€r*innen weg aus Chicago, 7.000 aus Paris und 5.000 aus Rom.“ (14) Sie fliehen vor potentiellen sozialen Spannungen und der Wut einer Bevölkerung, die sich der Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten mehr und mehr bewusst wird. Einige von ihnen verstecken sich vor zudringlichen Blicken „in gigantischen High-Tech-Luxusbunkern, um sich und ihre Familie vor allen möglichen Katastrophen zu schĂŒtzen.“ (15) Daran knĂŒpft unmittelbar in der oberen Mittelklasse eine Szene von „Survivalists“ an, die den großen Katastrophen durch rein individuelle Autonomie und Lösungen persönlicher UnabhĂ€ngigkeit entfliehen wollen. Mehr und mehr ist diese Szene in den letzten Jahren durch Rechtsextreme bevölkert worden, was zum schlechten Ruf der „Survivalists“ und „Prepper“ beigetragen hat. Extremer Individualismus und eine zynische, antisoziale Haltung schaffen hier die ideologische Verbindung zu den „MilliardĂ€r*innen, die gleich versuchen, ins Weltall zu entfliehen“ (16) wie Branson, Bezos, Musk.
FĂŒr die Kollapsolog*innen, sowohl fĂŒr Servigne/Stevens/Chapelle als auch fĂŒr Marie-Monique Robin in ihrer jĂŒngsten Untersuchung „La Fabrique des pandĂ©mies. PrĂ©server la biodiversitĂ©, un impĂ©ratif pour la santĂ© planĂ©taire“ (dt. „Die Fabrikation von Pandemien. Die Erhaltung der BiodiversitĂ€t als Imperativ fĂŒr die planetarische Gesundheit“) (17), kann es nicht um individuelle Abschottungslösungen gehen, sondern sie betonen die erstaunliche und ganz spontan hervortretende Tendenz zur KollektivitĂ€t, gerade zur „gegenseitigen Hilfe“ unter den Betroffenen der Katastrophen.

Die Tendenz zur
„gegenseitigen Hilfe“ (Kropotkin) bei den Betroffenen

Die damit befassten Sozio-log*innen „haben darauf hingewiesen, dass die Mehrzahl der Naturkatastrophen einen spontanen und bemerkenswerten Anstieg von Verhaltensweisen der gegenseitigen Hilfe und anderen sozial geprĂ€gten Verhaltensweisen aus der Nachbarschaft oder sogar von Unbekannten hervorgerufen hat. Die IntensitĂ€t, SpontaneitĂ€t und die QualitĂ€t dieser prosozialen Verhaltensweisen sind abhĂ€ngig von der QualitĂ€t des sozialen Netzwerks vor der Katastrophe – und auch davon, dass dieses Netzwerk nicht selbst wĂ€hrend der Katastrophe zusammenbricht.“ (18) Nichts anderes haben wir in unmittelbarer Folge der Flutkatastrophe vom Juli 2021 in der BRD und anderen betroffenen LĂ€ndern erlebt.
Zusammenbruchs- und Hoffnungstendenzen, mit den Katastrophen leben zu lernen, treten also bei den Kollapsolog*innen unmittelbar parallel auf – wie DĂŒrre-, Brand- und Flutkatastrophen als PhĂ€nomene des Zusammenbruchs unmittelbar nebeneinander auftreten.
Die drei Kollapsologen widmen sich in ihrem zweiten Buch vor allem der psychosozialen Entwicklung einer FĂ€higkeit, mit den Katastrophen und ihren Ängsten bzw. Traumata leben zu lernen: „mit der Angst vor der Gewalt (des Faschismus), vor dem Irrationalen, dem Unbekannten, dem Werteverlust, dem Verlust der eigenen Orientierung, der Entpolitisierung und sogar der Angst vor AngstzustĂ€nden. Die Antwort auf die Angst ist weder falsche Hoffnung noch Optimismus, sondern Mut zum Handeln.“ (19) Auch gehört fĂŒr sie dazu, der grĂ¶ĂŸten VerdrĂ€ngung der menschlichen Existenz ins Auge zu blicken: dem Tod. „Den Tod (ebenso wie das kommende Ende der Welt) zu akzeptieren, heißt, sich die Möglichkeiten dafĂŒr zu schaffen, diejenige Zeit sinnvoll zu leben, die uns zum Leben bleibt. Und sich paradoxerweise den Chancen zu öffnen, etwas anderes zu schaffen. (
) Die Möglichkeiten unserer Antworten auf Stress, nĂ€mlich die Empathie, das MitgefĂŒhl, unsere Veranlagung zum Schenken, unsere Resilienz und unsere FĂ€higkeit zur Ausdauer können zum Tragen kommen, wenn wir Gruppen des Zuhörens rund um den Zusammenbruch organisieren, Aufnahmezentren fĂŒr GeflĂŒchtete [aus Hunger- und Trockengebieten oder aus Gebieten der Klimakriege im Sahel – L. M.] grĂŒnden oder als Freiwillige in einem Haus fĂŒr Schmerzlinderung arbeiten, in welchem wir lernen, die gesamte Leidenserfahrung, die Betroffene durchmachen, zu begleiten.“ (20) Schlussendlich mĂŒsse man sich auch der Welt der nicht-menschlichen Lebewesen zuwenden und Allianzen fĂŒr das gegenseitige Überleben schmieden.
Bei dieser Perspektive eines Lebenkönnens mit dem Zusammenbruch ĂŒberrascht es nicht mehr, dass Pablo Servigne mit seiner Schwerpunktsetzung auf Kropotkins These der „gegenseitigen Hilfe“ ein Freund des gewaltfreien Anarchisten Pierre Sommermeyer ist, mit dem wir im Buchverlag Graswurzelrevolution ein Buch ĂŒber gewaltfrei-anarchistische Bewegungen in Syrien und im Sudan veröffentlicht haben. (21)




Quelle: Graswurzel.net