Mai 11, 2022
Von End Of Road
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Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert:
Über Krieg – Patriarchat – Zurichtung- und MĂ€nnlichkeitskonzepte

Wenn die Hinweise stimmen, steht Russland vor einer Generalmobilmachung. Das bedeutet, die russische Gesellschaft unter Kriegsrecht zu stellen und offiziell von einer „Spezialoperation“ in einen Krieg einzutreten. Das bedeutet vor allem auch, hunderttausende Reservisten mobilisieren zu können. Weite Teile der russischen mĂ€nnlichen Bevölkerung können in Uniform gesteckt und (re-)militarisiert werden, um als Soldaten in Kampfhandlungen zu landen. Oder Deserteure und Kriegsgegner*innen im eigenen Land zu jagen. Schon jetzt sterben auf russischer Seite viele zwangsrekrutierte wehrpflichtige junge MĂ€nner. Auf der „Moskowa“ waren nach bisherigen Informationen vor allem Wehrpflichtige eingesetzt. Die Berufssoldaten waren auf dem Raketenkreuzer nur in jener Anzahl vorhanden, die gebraucht wurde, um die Rekruten zu ĂŒberwachen und zu befehlen. MĂŒtter suchen ihre jungen Söhne und stoßen auf eine Mauer des Schweigens, weil Russland offiziell keine Wehrpflichtigen in die aktuelle „militĂ€rische Spezialoperation“ in die Ukraine schickt. Wer in Russland das Geld und die Beziehungen hat, kann seinen Sohn freikaufen, die Ärmsten landen beim MilitĂ€r. Selbst viele MĂ€nner, die sich dem MilitĂ€r verpflichten, tun dies aus wirtschaftlicher Not. Der Soldatentod ist fĂŒr die Armen gedacht.

Auch in der Ukraine ist die Ausreise fĂŒr die mĂ€nnlich gelesene Bevölkerung im wehrfĂ€higen Alter verboten. Sie mĂŒssen bereitstehen, um jederzeit in eine militĂ€rische Formation einberufen werden zu können und zu kĂ€mpfen, ob sie wollen oder nicht. Transsexuelle, die nicht als Frau* anerkannt sind, dĂŒrfen als „MĂ€nner“ nicht ausreisen. Mit den schrecklichen Folgen, eingezogen zu werden oder in den Knast zu mĂŒssen. Auf beiden Seiten des Krieges herrschen Propaganda und Desinformation, es existieren nur unzureichende Informationen. Beide Seiten haben kein Interesse, ĂŒber Deserteure, Zwangsverpflichtete und Wehrpflichtige und deren Nöte zu berichten. So fehlen belastbare Informationen, um an dieser Stelle mehr Aussagen zu treffen. Fest steht, es gibt eine hohe Anzahl ermordeter Soldaten auf beiden Seiten, die ĂŒber die Zahl 30.000 geht, darunter eine hohe Anzahl ermordeter russischer Rekruten. Willkommen im Patriarchat.

Das MilitĂ€r in der ganzen Welt greift auf MĂ€nner, also mĂ€nnlich gelesene und sozialisierte Menschen zurĂŒck, auch wenn in einigen Armeen Frauen dienen dĂŒrfen oder mĂŒssen. Es ist sicherlich nicht verkehrt, sich zu vergegenwĂ€rtigen: Die Wehrpflicht ist in Deutschland nur ausgesetzt! Wer die TabubrĂŒche auf allen Seiten der Kriegsparteien einschließlich der deutschen Regierung und der Nato in den letzten Monate verfolgt hat, sollte sich auch hinsichtlich der Aussetzung der Wehrpflicht nicht auf der sicheren Seite sehen. Nicht umsonst hat der rechte Rand zu Beginn des Angriffs Russlands auf die Ukraine einen Testballon steigen lassen und die WiedereinfĂŒhrung der Wehrpflicht gefordert. WĂ€hrend die Rechten in Deutschland die Aktivierung der Wehrpflicht mit mĂ€nnlich gelesenen Menschen koppeln, wĂŒrden die GrĂŒnen noch eins oben drauf setzen und um der Gleichberechtigung willen eine Wehrpflicht fĂŒr Frauen* und MĂ€nner* einfĂŒhren. Doch noch macht es die schwere Haubitze, die, gleich einem Phallus, ausgeliefert wird um noch mehr Menschen zu zerfetzen.

Wir haben mit Erstaunen eine AnschlagserklĂ€rung von 1991 auf eine Bundeswehreinrichtung in einem Buch gefunden, die den Zusammenhang von Wehrpflicht, MĂ€nnlichkeit und Patriarchat untersucht. Laut Chronik in dem Buch brechen die „Flammenden Herzen“ 1994 in eine weitere Bundeswehreinrichtung ein und legen Feuer, stehlen Akten und verschicken Briefe an Wehrpflichtige. Wir halten viele Aussagen der ErklĂ€rung von 1991 selbst nach 30 Jahren noch fĂŒr aktuell, auch wenn zu jener Zeit noch keine gendergerechte Sprache entwickelt war. Wenn wir „MĂ€nner“ und „Frauen“ in dieser ErklĂ€rung der „Flammenden Herzen“ lesen, dann als einen politischen Begriff, mit dem eine patriarchale Zuschreibung von Menschen in MĂ€nner oder Frauen und deren zugeschriebenen Rollen ausgedrĂŒckt wird. Viele Teile scheinen uns hochaktuell und sollten Niederschlag in gegenwĂ€rtigen Diskursen finden. Bemerkenswert ist die Analyse von MilitĂ€r und Herstellung von „MĂ€nnlichkeit“. Um zu verstehen, wieso toxische MĂ€nnlichkeit Bedingung ist, um auf andere zu schießen, warum MĂ€nner vergewaltigen oder bereit sind fĂŒr eine „Sache“ in den Tod zu marschieren, ist diese AnschlagserklĂ€rung hilfreich.

Uns hat der Ansatz gefallen, dass die „Demontage des soldatischen Mannes“ ein erster Schritt hin zur Entwaffnung des historischen weißen Mannes werden kann. Und dass dieser Ansatz mit einem Angriff auf ProduktionsstĂ€tten von toxischer MĂ€nnlichkeit, den Orten der „patriarchalen Zurichtung“, einhergehen sollte. Es ist anzumerken, dass es einen militanten Widerstand von MĂ€nnern gegen das Patriarchat nachweislich kaum in der militanten Geschichte der deutschen Linken gegeben hat und dass die Initiative der „Flammenden Herzen“ im Kontext der Zeit zu lesen ist (Irakkrieg, Deserteure, Totalverweigerungsinitiativen, militanter Frauenwiderstand/„Roten Zora“, versuchte Sprengung der SiegessĂ€ule in Berlin durch die „RevolutionĂ€ren Zellen“, weltweite antikoloniale und antirassistischer KĂ€mpfe/SĂŒdafrika, Fluchtbewegungen etc.). Wir dokumentieren den Text als Ganzes. Dieser Text ist dem Buch „HerzschlĂ€ge – GesprĂ€ch mit Ex-Militanten der RevolutionĂ€ren Zellen“ entnommen, das wir insgesamt empfehlenswert finden, weil es historische Erfahrungen angenehm transparent in ihrer QualitĂ€t und WidersprĂŒchlichkeit beleuchtet.

revolutionÀre leseratten*


Dokumentation:

Flammende Herzen

Heute 24.2.1991 haben wir eine Bombe am Kreiswehrersatzamt Oldenburg gezĂŒndet!!

Antipatriarchaler Widerstand gegen den deutschen Nationalchauvinismus und Rassismus und den Krieg am Golf!
Kampf jeglicher patriarchalen Zurichtung in der Bundeswehr und Anderswo!!

Die Herrschenden dieser Welt eint der Drang ihre Machtbereiche zu sichern und auszubauen. Ob die BRD deutsche Soldaten an den Golf verlegt oder ob die Menschen dort an deutschen Waffen krepieren, ob die deutsche Wirtschaft den Feldzug mit der harten D-Mark gen Osten vollenden will oder ob die nato und usa als Sheriff am Golf vorgeben, in unserem Interesse zu handeln, ob der lange lange Zeit vom Westen gestĂŒtzte Irak kurzerhand Kuwait einkassiert
es ist die Herrschaft des Patriarchats, welche gebrochen werden muss !!

Es wird immer Kriege geben, solange das Patriarchat existiert, auch wenn sie sagen, es sei Frieden !!!

Dass jeder Mann Teil der weltweiten Herrschaft des Patriarchats ausdrĂŒckt, wird von MĂ€nnern ignoriert. Auf die Existenz von Frauenwiderstand haben MĂ€nner aller Schattierungen mit Ignoranz, Hilflosigkeit, Lamorjanz, AbwehrkĂ€mpfen und Vereinnahmungen reagiert.
Wir wollen uns der verinnerlichten Rolle als herrschender Mann verweigern und einen eigenstÀndigen Kampf gegen Staat und Patriarchat diskutieren und entwickeln.
Unsere Rollenfestlegung, MĂ€nnerherrschaft zu tragen, manifestieren und auszuĂŒben, ist verbunden mit Privilegien gegenĂŒber weißen Frauen, und farbigen Frauen und MĂ€nnern. Sie ist verknĂŒpft mit der Disziplinierung und Zurichtung unseres Geschlechts an vielen Orten und Institutionen. Indem wir einen Begriff der eigenen Zerstörtheit und Deformation bekommen und unsere gesamte wut auf die Ursachen richten, wird es möglich, einen antipatriarchalen Widerstand zu entwickeln. Widerstand erscheint uns dort sinnvoll, wo MĂ€nner entsprechend ihrer gesellschaftlichen Rolle zugerichtet werden. Diese Orte und Institutionen der Zurichtung zu erkennen und zu bekĂ€mpfen, uns und anderen bewusst zu machen,, was dort mit uns passiert, halten wir fĂŒr die Aufgabe von MĂ€nnern und Schwulen, die mit der Eingebundenheit in die patriarchale Herrschaft brechen wollen. Ziel eines solchen Widerstandes ist die Verweigerung von Mitarbeit an und in den Orten und Institutionen patriarchaler Gewaltherrschaft und der aktive Kampf gegen die Strukturen und TrĂ€ger dieser „Ordnung“!!
Dabei muss der Bezugspunkt fĂŒr MĂ€nner und Schwule der revolutionĂ€re Frauen/Lesbenwiderstand sein und werden!
Der Kampf um eine herrschaftsfreie Gesellschaft hat sich an der Befreiung der Frauen und Farbigen weltweit zu orientieren!

Die Institution Armee
Armeen sind die weltweit grĂ¶ĂŸten MĂ€nnerzuchtanstalten und MĂ€nnerbĂŒnde. Sie sind Teil der Aufrechterhaltung patriarchaler Herrschaft. MĂ€nnern wird dort ein Wissen weitergegeben, welches in der Geschichte des Patriarchats angehĂ€uft wurde, damit MĂ€nner den Fortbestand der Gewaltherrschaft sichern. Das diese Armeen verschiedener Nationen in einem KonkurrenzverhĂ€ltnis stehen und sich immer wieder bekriegen, ist kein Widerspruch sondern patriarchale Logik. Dieses BeschĂŒtzerprinzip, das in Abgrenzung zu anderen patriarchalen Systemen vorgibt, mit Staat und Armee das „Volk“ zu beschĂŒtzen ( wie der Ehemann die im „zugestellte“ Ehefrau), ist nur ein Vorwand Herrschaft nach innen ausĂŒben und zu sicher und auszubauen !

Zurichtung am Beispiel der „Schule der Nation“

Mit 17 Jahren flattert uns der erste Bescheid des Kreiswehrersatzamtes in‘s Haus, um uns mitzuteilen, dass wir mit Kopf und Herz dem „Vaterland“ gehören sollen. Ein kurzer Ausflug in die Geschichte zeigt,, das die Wehrerfassung und das stehende Heer auf den preußischen Herrscher, Friedrich den Großen; zurĂŒckgeht. 1792 wurden bereits alle mĂ€nnlichen Kinder wehrerfasst! Die Wehrpflicht wurde 1814 in Preußen eingefĂŒhrt.
Die unter zwang gehaltenen Bauern waren als Soldaten nur schwer bei der Fahne ihrer todbringenden Regimenter zu halten. Tausende tĂŒrmten bei jeder nur erdenklichen Möglichkeit. Oder drehten im Gefecht die Waffen gegen die befehlenden Offiziere um sich Vorteile bei der Flucht im SchlachtgetĂŒmmel zu verschaffen.
Um die Bauern zu Soldaten machen zu können, wurde ihnen die Angst vor Befehlsverweigerung, Desertion und SelbstverstĂŒmmelung eingeprĂŒgelt. Spießrutenlaufen war nie bloße WillkĂŒr, sondern ZĂŒchtigungsmittel und Abschreckung, damit die zu soldatischen MĂ€nnern geprĂŒgelten im verlĂ€sslichen Gleichschritt die Fahnentreue hielten.
Mit kurzen Unterbrechungen der Wehrpflicht, welche zuletzt durch den kalten Krieger K. Adenauer 1957 wieder eingefĂŒhrt wurde, werden bis zum heutigen Tag an die Âœ Millionen (BRD-)MĂ€nner jĂ€hrlich im Alter von ca. 17 Jahren durch die OrdnungsĂ€mter und MelderĂ€mter vorerfasst und den KreiswehrersatzĂ€mter ĂŒberstellt. Hinzu kommen nun auch die MĂ€nner der wiedereinverleibten DDR.
Die Erfassung und Musterung ist total, denn an dieser Instanz fĂŒhrt fĂŒr MĂ€nner kein Weg vorbei! Der Besitzanspruch des Staates an einen jeden von uns wird in der vollen SchĂ€rfe dann sicht- und spĂŒrbar, wenn es um die Auswahl der Körper auf Tauglichkeit als weißer Krieger geht. VerkrĂŒppelte, Behinderte und körperlich schwache MĂ€nner werden ausgesiebt und als „untauglich“ und somit „unmĂ€nnlich“ und „unbrauchbar“ ausgemustert. „MĂ€nnlichkeit“ wird im Patriarchat unter anderem in körperlicher Kraft, „Potenz“ und LeistungsfĂ€higkeit gemessen. Wer dem Zwang nicht nachkommen kann oder will ist kein „richtiger“ Mann.
Kommt der Mann in die Kaserne, wird ihm der Privatbereich entzogen. Selbst seine Kleidung wird gegen die Uniform eingetauscht. Dort treten sie nicht nur an ihn heran, sondern in ihn herein. So erfĂ€hrt der Mann eine fĂŒr ihn bestimmte Zurichtung, die ĂŒber die Leistungsgrenzen hinaus geht. Diese Überschreitung der Grenzen werden bis zur Besinnungslosigkeit praktiziert.
Den Druck, die Entmenschlichung und EntwĂŒrdigung, in der allgemeinen Ausbildung zum soldatischen Mann vordergrĂŒndig ertragen zu können, gilt als „mannhaft“ und ist somit positiv besetzt. Dieses Ertragen ist jedoch nur die Fassade, hinter der der unerbittliche Kampf gegen die eigenen SchwĂ€chen und alles „unmĂ€nnlichen“ gefĂŒhrt wird! Die Verinnerlichung dieser kaputten Selbstdiziplinierung und Unterwerfung funktioniert bei auch noch so weit unten stehenden weißen MĂ€nnern in der Gesellschaft darĂŒber, dass ihnen Macht ĂŒber Frauen und Farbigen zugestanden wird, Herr ĂŒber die eigene Person und Schwachheit zu sein. Mit anderen Worten: Die mĂ€nnlichen weißen „Sklaven“ akzeptieren die Existenz von Hierarchisierung und patriarchalen Gewaltstrukturen insofern, als dass sie selbst Herr sein wollen oder können!
Diese Akzeptanz macht jeden Mann zum permanenten TĂ€ter !!
Die Disziplinierung der MĂ€nner mĂŒndet nicht nur in der Gewalt gegen Frauen Mit der Zurichtung zum herrschenden Mann werden MĂ€nner kumpelhaft und kameradschaftliche Verkehrs- und Kommunikationsformen aufgezwungen und ihnen wird von frĂŒh auf beigebracht, daß es sich dabei um wahre MĂ€nnerfreundschaft handele.
Zu diesem Verhalten gehört sowohl der distanziert geregelte Umgang der MĂ€nner miteinander, als auch der gewalttĂ€tige Umgang mit Frauen. Die Übertretung und Abweichungen von der (zwangsheterosexuellen) Umgangsforme(l)n werden von der MĂ€nnergesellschaft verschiedentlich sanktioniert und geĂ€chtet. Selbst der beste Freund wird in Gestalt des Kumpels und Kameraden zum Kontrolleur dieser erbĂ€rmlichen ZustĂ€nde. Nur die kumpelhaften Umgangsformen und der Selbsthass ermöglichen MĂ€nnern, bzw. herrschenden Institutionen den Zugriff auf die Köpfe „abtrĂŒnniger“ MĂ€nner, um diese stĂ€ndig einfangen zu können und fĂŒr das System der Herrschaft funktionalisieren zu können. Zurichtung zielt nicht nur auf die zwanghafte Unterwerfung von Frauen, Kindern und Farbigen durch den weißen Mann, sondern verunmöglicht auch MĂ€nnerliebe und Freundschaften durch die Vorgaben und gegenseitigen Disziplinierungen wie ein Mann zu sein hat. DarĂŒber wird unsere FĂ€higkeit zur Liebe zerstört, sowohl zu Frauen wie MĂ€nnern, wie zu uns selbst.
Zurichtung ist die Zerstörung eigener Persönlichkeit und Unterwerfung unter die Herrschaft des Patriarchats um unter dieser wieder in Gleichförmigkeit neu zusammengesetzt zu werden. FĂŒr unsere gebrochene IdentitĂ€t als Individuen wird uns die Ideologie von MĂ€nnerherrschaft (z.B. in Form von Patriotismus) an die Hand gegeben. Die Unterwerfung unter die Hierarchie findet ihren Ausgleich in der Unterwerfung von Frauen, AuslĂ€nderInnen und anderen vermeintlich schwĂ€cheren Menschen und Gesellschaftsgruppen. Anstelle von Freundschaften und ZĂ€rtlichkeit steht der Kumpel, der Kamerad. Wenn MĂ€nner ihre Beziehungen nicht untereinander in Frage stellen, wird der Befreiungskampf zu hohlen Phrase, weil er an den eigenen WidersprĂŒchen zerschellen wird!!
Die Erfassungsstellen in den KreiswehrersatzĂ€mtern erschließen tĂ€glich ein neues Potential an zukĂŒnftigen Staatsdienern in und ohne sichtbare Uniform. Sie organisieren auch die Verteilung auf die einzelnen Orte der MĂ€nnerdisziplinierungsanstalten. Somit wird die erste Vorarbeit fĂŒr den vorerst letzten Schliff geleistet. Auch wenn dieses Stadium des letzten Schliff‘s nicht mehr von allen MĂ€nnern durchlaufen werden muss und wir als ziviles Heer an der „sozialen Front“ unseren unterbezahlten Zwangsdienst ableisten „dĂŒrfen“, hat sich im Kern mĂ€nnlicher Zurichtung nichts verĂ€ndert. Im Gegenteil!
Unsere Zurichtung und Konditionierung auf unsere herrschende Rolle beginnt bereits mit dem Schnuller im Mund, und setzt sich ĂŒber Schule/Lehre/Arbeit und Studium fort. Spießrutenlauf als Disziplinierungsmaßnahme gegen sich verweigernde MĂ€nner ist darum heutzutage nicht mehr notwendig, weil die MĂ€nner ihre Lektion bereits gelernt haben. Hinzu kommt, dass ein Teil von militĂ€risch auf Befehl und Gehorsam gedrillter MĂ€nner ausreicht, damit diese auch nach der Entlassung den patriarchalen Alltag wissentlich oder unbewusst weiter prĂ€gen und gestalten.
Sowohl der einfache Soldat als auch der Offizier werden keine MĂŒhe haben, den ihnen zugewiesenen Platz als Arbeiter und Vorgesetzter so auszufĂŒllen wie die „Schule der Nation“ es ihnen beibrachte. Über jeden Mann bleibt der Einfluss in allen gesellschaftlichen Bereichen erhalten.
Firmen, Konzerne, Parlamente, Ämter; Verwaltungen, Justiz und Bullerei, sie alle eint die gleiche Struktur wie der hierarchische Aufbau und der formalgeregelte Umgang beim MilitĂ€r.
Der soldatische Mann, hart gegen andere und sich, wo immer auch zugerichtet, ist gesellschaftliches Leitbild. An diesem Leitbild vom TĂ€ter und Herrscher verlaufen die Orientierungen von Jungen und MĂ€nnern!
Die Demontage des soldatischen Mannes kann ein erster Schritt in der Entwaffnung des historischen weißen Mannes werden!

SchwÀcht MilitÀr ideologisch und materiell!

Sabotiert den Krieg am Golf!

Propagiert die Desertion!

Besetzt KreiswehrersatzÀmter !

Verweigert Euch der patriarchalen Gefolgschaft Total!

BekĂ€mpfen wir die patriarchale Zurichtung an jeden Ort, zerreißen wir unsere innere Uniformierungen, verweigern wir jede Teilhabe an der patriarchalen Macht. Und brechen wir stĂ€ndig und kollektiv im Alltag mit der MĂ€nnerkumpanei gegen Frauen und Farbige!!

ENTZÜNDEN WIR UNSERE HERZEN MIT DER SEHNSUCHT NACH FREIHEIT UND BRENNEN WIR DIE ORTE UNSERER PATRIARCHALEN ZURICHTUNG NIEDER !!!

FLAMMENDE HERZEN




Quelle: Endofroad.blackblogs.org