Dezember 17, 2020
Von Indymedia
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Ein Banner mit der Aufschrift "EUROPA TÖTET! #EVACUATEMORIA" hĂ€ngt an der FußgĂ€ngerbrĂŒcke des S-Bahnhof Johannesthal.

Im Morgengrauen des 14.Dezember wurde an der BrĂŒcke am S-Bahnhof Johannistal in Berlin-Köpenick ein Banner mit der Aufschrift ‘EUROPA TÖTET! #EVACUATEMORIA’ befestigt.

Der Wandel beginnt im Kiez!Köpenick muss ein sicherer Hafen fĂŒr Menschen werden, die Zuflucht suchen! In Köpenick gibt es 10 GeflĂŒchtetenunterkĂŒnfte.Hier ist Platz fĂŒr Menschen aus Moria und fĂŒr andere GeflĂŒchtete Menschen. In den letzten 4 Jahren gab es 137 extrem rechte oder diskriminierende Angriffe und massive Bedrohungen im Bezirk, die auf körperliche Gewalt ausgerichtet waren. Rassismus war 2019 mit 76 % das Hauptmotiv der Angriffe. Der Anteil ist in 2019 nochmals um 16 % gestiegen.Jeder dieser Angriffe ist ein Angriff auf den sicheren Hafen.  In Johannisthal wurden in den letzten 4 Jahren außerdem 95 VorfĂ€lle rechtsextremen oder diskriminierenden Hintergrundes erfasst. Zeit, besonders dort Zeichen zu setzen! Kein Raum dem Rassismus und Rechtsextremismus in Köpenick!  EUROPA TÖTET!Kinder werden mit TrĂ€nengas attackiert.SchĂŒsse auf GeflĂŒchtete durch die Polizei.Ein MĂ€dchen ertrinkt vor den Augen der KĂŒstenwache.FĂŒr all das und noch vieles mehr ist Europa verantwortlich. An den Grenzen von Europa sind immer noch tausende Menschen unter schrecklichen Lebensbedingungen gefangen. UND EUROPA GUCKT WEG! Deutschland wartet auf eine “solidarische” EU-Lösung, doch dieses Warten ist unglaubwĂŒrdig, menschenverachtend und vorallem nichts anderes als der Versuch einer Ausrede dafĂŒr, dass Deutschland seit 2014 am Tod von mehr als 20.000 Menschen durch Ertrinken lassen im Mittelmeer mitverantwortlich ist. Die Menschenrechte, mit denen sich die EU stets schmĂŒckt, mĂŒssen umgesetzt werden! Europa muss Verantwortung ĂŒbernehmen! #EVACUATEMORIAIn der Nacht auf den 9. September 2020 brannte das GeflĂŒchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fast komplett ab. In diesem GeflĂŒchtetenlager lebten bis zum Brand mindestens 12.600 Menschen, einige SchĂ€tzungen gehen sogar von bis zu 16.000 aus. Nach dem Brand wurde ein neues Lager errichtet, doch viele der dort lebenden Menschen sagen, die Situation im neuen Lager hĂ€tte sich im Vergleich zu Moria nicht verbessert. Im Gegenteil. Auch das zweite Lager ist kein Ort, an dem man Menschen wĂŒrdig unterbringen kann. UnzĂ€hlige Zelte wurden von Wasser ĂŒberschwemmt, sodass viele in vollgelaufenen Zelten schlafen mussten. Menschen mĂŒssen teils hungern und auch die hygienischen Bedingungen sind schlecht. Außerdem macht nun auch der Winter den Menschen zu schaffen. Die GeflĂŒchteten mĂŒssen frieren, haben kein fließendes Wasser und mĂŒssen sich im kalten Meer waschen.Die einzig vertretbare Lösung ist die sofortige Evakuierung aller GeflĂŒchteten Menschen aus europĂ€ischen Lagern. Flucht, Migration und ein wĂŒrdevolles Leben sind und bleiben Menschenrecht.Kein Mensch ist illegal! 

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Quelle: De.indymedia.org