Dezember 29, 2021
Von Chronik
321 ansichten


Magdeburg, Dezember 2021

Im vergangen Jahr wurde in Magdeburg die Debatte ĂŒber die Umbenennung der „Mohren-Apotheke“ im Stadtteil Stadtfeld-Ost angestoßen. Nachdem sich der Inhaber einer weiteren Auseinandersetzung mit der Thematik mit dem einfachen Hinweis auf Kosten und Aufwand verweigerte, gab es nun offenbar einen antirassistischen Denkanstoß in Form einer Fassadenumgestaltung.

Im offenen Brief einer Magdeburger Studentin wurde die Forderung nach einer Umbenennung wie folgt begrĂŒndet: „Der Name reproduziere rassistische Sprache. Mohr sei ein abwertender und rassistisch geprĂ€gter Begriff, der von Großteilen der schwarzen Community in Deutschland abgelehnt werde. Sprachgeschichtlich stamme ihrer Meinung nach das Wort Mohr vom griechischen Moros ab, was fĂŒr „stumpf, töricht und dumm“ stehe. Auch die Herkunft aus dem Lateinischen Maurus fĂŒr „dunkel, mauretanisch und afrikanisch“ sei eine Deutung.

Das Wort werde ĂŒberwiegend rassistisch verwendet, argumentiert sie weiter. Dass Apotheken nach den Mauretaniern benannt sein sollen, die pharmazeutisches Wissen nach Europa brachten, sei irrelevant, weil dieser Fakt der Bevölkerung weitgehend unbekannt sei und nichts an der negativen Besetzung des Wortes Ă€ndere.“ (Zitat Volksstimme)

FĂŒr Apothekeninhaber Andreas Wallbaum sei der offene Brief „zwar durchaus Anlass, nachzudenken. Eine Änderung sei aber mit enormen Kosten und Aufwand verbunden und deshalb auch nicht geplant.“

Vielleicht ist die Farbattacke nun erneut Anlass fĂŒr ihn, ĂŒber die Reproduzierung von Rassismus durch den Apothekennamen nachzudenken und sich in die Betroffenenperspektive hineinzuversetzen..

Quelle: Indymedia (Tor)




Quelle: Chronik.blackblogs.org