März 12, 2022
Von Chronik
245 ansichten

Bremen, März 2022

Am letzten Wochenende haben wir die Niederlassung von Rheinmetall am Osterdeich 108 in Bremen aufgesucht und mit Farbe beworfen. Der Krieg tobt in der Ukraine, tausende sterben und hunderttausende sind auf der Flucht. Jedoch geht es nicht allen schlecht.

Militarismus und Rüstungsindustrie sind hierzulande die größten Profiteure des Krieges. Während die Bundesregierung, Medien und Teile der Zivilgesellschaft die Kriegslogik übernehmen müssen wir als Antimilitarist:innen dagegen halten. Eine Perspektive ohne Kriege und Herrschaft können wir nur von unten erkämpfen. Aufrüstung ist keine Solidarität! Militarismus erkennen und angreifen!

Quelle: endofroad.blackblogs.org
 

Vor rund einer Woche verübten bislang unbekannte Täter einen Farbanschlag auf ein Haus am Osterdeich, Mieter ist die Firma Rheinmetall. Ein politischer Hintergrund liegt nahe. Nun spricht die Besitzerin.

Vor rund einer Woche hatten Unbekannte mit Farbe gefüllte Weihnachtskugeln gegen die Fassade eines Hauses am Osterdeich geworfen. In dem Gebäude ist die Personalabteilung der Firma Rheinmetall Electronics Mieter – ein Unternehmen, das Rüstungsgüter herstellt. Damit liegt ein politischer Hintergrund der Tat nahe. „Bei Farbanschlägen auf Objekte, die Bezüge zu Rüstungsunternehmen haben, wird grundsätzlich geprüft, ob es sich um politisch motivierte Taten handelt“, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Die Ermittlungen laufen, hieß es vonseiten der Beamten.

Doch betroffen ist in diesem Fall nicht nur Rheinmetall Electronics, sondern auch die Eigentümerin des Mietshauses. Sie hat sich an den WESER-KURIER gewendet. Ihren Namen möchte sie nicht veröffentlicht wissen, er ist der Redaktion jedoch bekannt. Im Gespräch berichtet sie, dass es bereits der zweite Farbanschlag auf ihr Elternhaus sei, das sie seit acht Jahren an Rheinmetall vermietet. Nach der ersten Attacke hat Rheinmetall eine Überwachungskamera installiert. Doch weiterer Schutz ist baulich kaum möglich.

„Mein Großvater, er war Architekt, hat dieses Haus und das gesamte Klinker-Ensemble entlang des Osterdeichs in den 1920er-Jahren gebaut. Deshalb hängt mein Herz sehr an diesem Haus“, schildert die in Nordrhein-Westfalen lebende Besitzerin. Am liebsten hätte sie das Haus an eine Familie vermietet. Das sei von Anfang an jedoch sehr schwer gewesen, denn der stark befahrene Osterdeich und das Weserstadion mit den vielen Fans, die alle zwei Wochen an dem Haus vorbeiziehen, sprächen dagegen. So zog die Personalabteilung von Rheinmetall in das Haus ein. „Obwohl uns ein anderer Mieter lieber gewesen wäre.“

Ein anderer Mieter zieht zum 1. Juli in das Haus ein, eine IT-Firma. „Ich hoffe, dass diese Anschläge und Beschädigungen dann endlich aufhören“, sagt die Besitzerin.

Quelle: Weser Kurier




Quelle: Chronik.blackblogs.org