April 30, 2022
Von Chronik
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Oldenburg, 1. Mai 2022

AnlĂ€sslich des 1.Mai haben wir uns dazu entschieden, der Vonovia Filiale in Oldenburg einen Besuch abzustatten. Gerade in Oldenburg, aber leider auch ĂŒberall, ist Wohnraum eine Wahre und kein Grundrecht. Spekulant*innen suchen sich GrundstĂŒcke zum Verwahlosen, um damit spĂ€ter möglichst viel Profit zu machen. Konzerne wie Vonovia, Deutsche Wohnen und co umgehen die sogenannte „Mietpreisbremse“ durch Luxussanierungen, um die Miete noch weiter in die Höhe schießen zu lassen.
Doch all das ist schon lange bekannt und das Problem der Privatisierung von Wohnraum zugunsten der Profite von Einzelpersonen auch nicht neu.

Trotzdem sehen wir es als Notwendig an, dieses Problem weiter öffentlich anzuprangern. Wir haben uns dazu entschieden, mit SprĂŒhfarbe unsere Botschaft zu hinterlassen, mit Bitum die Fenster zu verschönern und durch Sekundenkleber das Schloss zu verkleben. All das wird Vonovia natĂŒrlich nicht enteignen, soll aber andererseits die lĂ€ngst ĂŒberflĂŒssige Diskussion ĂŒber enteignung von Wohnungskonzernen in Oldenburg weiter ankurbeln und auch klar zeigen, dass wir uns die Ausbeutung und teuren Mietpreise so nicht bieten lassen.

Zu Zivilgesellschaftlichen Protest zÀhlen viele Seiten und Formen. Sowohl direkte Aktionen, als auch Diskussionsrunden, Demonstrationen, Kundgebungen, Kunst, etc.
Wir wollen nicht eine Seite höher stellen als die andere, sondern alle Lesenden ermutigen, selber Aktiv zu werden, auf welche Form auch immer.

Wohnen ist ein Menschenrecht! Doch durch der kapitlaistische Wachstumszwang fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zu Spekulation, Profitgier und Rendite, welche nie im Interesse der Arbeitnehmenden ist. WĂ€hrend einerseits viele HĂ€user in Oldenburg leerstehen, gibt es kaum kulturelle FreirĂ€ume fĂŒr junge Menschen. WĂ€hrend Konzerne wie Vonovia massive Profite macht, mĂŒssen sich ein großteil der Bevölkerung fragen, wie sie die Miete zahlen können.
Die Ungerechtigkeiten sind kein Zufall, sondern haben System! Und dieses heißt Kapitalismus!

Organisiert euch! Schafft euch FreirĂ€ume und lasst uns gemeinsam Oldenburg zu einer Stadt fĂŒr die Menschen, statt einer Stadt fĂŒr die Profite machen!

Der 1. Mai ist fĂŒr uns ein kĂ€mpferischer Tag, an welchem wir gemeinsam mit vielen weiteren Menschen fĂŒr unsere Interessen auf die Straße gehen können und unserer Wut ausdruck verleihen. Schaut euch um, wo es bei euch Demonstrationen oder andere Aktionen rund um den 1. Mai gibt. In Oldenburg organisiert das BĂŒndnis fĂŒr Solidarische Intervention eine Demo um 13 Uhr am Schlossplatz

Doch auch ĂŒber den 1. Mai hinaus gilt fĂŒr uns:
Wessen Stadt? Unsere Stadt!

Quelle: Indymedia (Tor)




Quelle: Chronik.blackblogs.org