Mai 20, 2022
Von Chronik
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Hamburg, 21. Mai 2022

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Bereits vor Wochen hat die polnische Regierung den Bau einer Mauer an der Belarussischen Grenze angekĂŒndigt. Der Bau hat bereits begonnen und wird in den nĂ€chsten Monaten mit Hilfe britischer Pioniertruppen und mehrerer polnischer und internationaler Stahl- und Materialfirmen kontinuierlich fortgesetzt
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FrĂŒh am 21. Mai wurde das Polnische Konsulat in Hamburg (GrĂŒndgensstraße 20) mit Farbe und Steinen angegriffen. Auf einer Zufahrtsstraße brannten Barrikaden.
Seit Anfang des Jahres wird fĂŒr Millionen ein weiterer befestigter Zaun an einer EU-Aussengrenze gebaut, der die rassistische Herrschaft Europas und ihren Wohlstand sichern soll. Im letzten Urwald Europas, zwischen Belarus und Polen, erfrieren geflĂŒchtete Menschen, sie werden misshandelt und letztendlich in Lager gesperrt, die GefĂ€ngnisse sind, und von wo aus sie wieder dorthin abgeschoben werden, wo sie Armut, Gewalt, Elend 
, der Wunsch nach anderen Lebensbedingungen zur Flucht gebracht haben.

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine und dem blutigen tobenden Krieg dort sind viele Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. Die Reaktion in Deutschland und anderen europĂ€ischen LĂ€ndern ist ganz anders als gewohnt. Es scheint gar unendliche Ressourcen und Bereitschaft fĂŒr humanitĂ€re Hilfe in dieser Krise zu geben (und die UnterstĂŒtzung und SolidaritĂ€t fĂŒr ALLE Menschen, die dem Krieg entfliehen ist absolut richtig). Staaten, besonders der polnische Staat, und Politiker:innen, wie beispielsweise Orban in Ungarn, die die letzten Jahre besonders durch ihre rassistische und misogyne Politik auffielen, sind auf einmal wieder akzeptierte hilfsbereite EuropĂ€er:innen. Es herrscht Einigkeit. Warum?! Weil es sich abgesehen von strategischem Lagerdenken zu einem großen Teil um weiße Menschen handelt, die aus der Ukraine fliehen. Weiße Vorherrschaft bahnt sich ihren Weg und findet sich in all unseren Köpfen wieder. Gerade deswegen sollten gerade jetzt die besonders unterstĂŒtzt werden, von denen nicht gesprochen wird, die keine Lobby haben, die egal an welchem Ort die Ausgeschlossenen sein werden, wenn wir nicht anfangen dieser Scheiße etwas entgegen zu setzen. SolidaritĂ€t mit den Black und People of Colour auf der Flucht sowie im rassistischen Alltag. SolidaritĂ€t mit den Sinti und Roma, denen die Ausreise aus der Ukraine verwehrt wird.

Homophobe und sexistische Politik, Gesetzgebung und Bildung sind der jahrelange Kurs der PIS-Partei und ihrer AnhĂ€nger:innen. Es gibt außerdem ein de facto Abtreibungsverbot in Polen. Diese Aktion ist auch ein solidarischer Gruß an die Frauen* und die LGTBQ Community, die in Polen gegen diese Scheiße kĂ€mpfen.

In Zeiten wie diesen zeigt sich die Staatlichkeit von ihrer hĂ€sslichsten Seite und die nationale, europĂ€ische, militaristische Hegemonie lĂ€sst uns die Haare zu Berge stehen und die Kotze hochkommen. Staaten, Grenzen und all diese freiheits-feindlichen Konstrukte und Strukturen mĂŒssen angegriffen werden, denn sie können nicht verbessert, nicht reformiert werden.

Bilden wir Netzwerke, Strukturen und Beziehungen, die sich der Herrschaft verweigern.

SolidaritĂ€t, Mut und Ausdauer fĂŒr die, die diese VerhĂ€ltnisse und Ordnung beenden wollen.

SolidaritĂ€t mit den selbstorganisierten Strukturen, die an der Polnisch-Belarussischen Grenze gegen die UnterdrĂŒckung von Menschen kĂ€mpfen und ihnen zur Flucht verhelfen.

SolidaritÀt mit den selbstorganisierten Strukturen, die an der Polnisch-Ukrainischen Grenze denen Helfen, die vor dem Krieg fliehen und Widerstand gegen diesen leisten.

SolidaritĂ€t mit den bei der Demo gegen den polnischen Abschiebe-Knast in Krosno OdrzaƄskie am 12.02.22 verhafteten und verfolgten Anarchist:innen.

SolidaritÀt mit den Seenotretter:innen der Iuventa, die vom 21.05.22 an in Italien vor Gericht stehen, weil sie sich der menschenverachtenden Abschottung Europas widersetzt und Fluchthilfe geleistet haben.

Europa steht fĂŒr Krieg, Ausbeutung, Rassismus und weiße Vorherrschaft!
Gegen Europa, gegen jeden Staat und jede Grenze!

Quelle: Indymedia (Tor)




Quelle: Chronik.blackblogs.org