April 17, 2021
Von Chronik
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Frankfurt am Main, 9. April 2021

Den rassistischen Normalzustand angreifen.

Drei rechte MordanschlĂ€ge in Hessen – Kassel, WĂ€chtersbach, Hanau. Alle TĂ€ter waren Mitglied im örtlichen SchĂŒtzenverein, trainierten dort fĂŒr ihre Morde.
Wenn niemand Verantwortung ĂŒbernimmt, das Rassisten und Faschisten sich in diesem Land auf Attentate und Tag X vorbereiten, tun wir das. Wir sind in der Nacht zu Freitag losgezogen und haben einen Brandsatz mit viel Benzin unter der Schießbahn des SchĂŒtzenhauses in Bergen Enkheim gelegt.

Dort fiel Tobias Rathjen, der AttentĂ€ter der rassistischen Morde in Hanau, den Berger SchĂŒtzen nicht besonders auf. Das ist kein Zufall. In SchĂŒtzenvereinen fĂ€llt ein Rassist mit dem Namen Stephan oder Tobias nicht weiter auf.
Nach jedem Anschlag das gleiche Muster: Bloß keine Konsequenzen. Bloß keine Verantwortung. Und wĂ€hrenddessen trainieren Dutzende oder hunderte Rassisten in Deutschland in ihren Vereinen an den SchießstĂ€nden den nĂ€chsten Mord.

So auch der AttentĂ€ter von Hanau, dieser hat fĂŒr seine Tat zuletzt im SchĂŒtzenverein Diana am Berger Hang trainiert. Als geĂŒbter SchĂŒtzer hat er an zwei Tatorten neun Menschen in kĂŒrzester Zeit und großer Ruhe erschossen und mehrere schwerstens verletzt. Die Überlebenden und Angehörigen der Tat sind ein Leben lang gezeichnet. Die SportschĂŒtzen von Diana sind lĂ€ngst wieder im normalen Schießbetrieb angelangt, es gibt keinerlei Konsequenzen. Das haben wir geĂ€ndert.

Wenn Rassisten morden, sorgt dafĂŒr das sie es nicht wieder tun. Wenn Rassisten Attentate verĂŒben, sorgt dafĂŒr das sie es nicht weiter können. Jedes abgebrannte SchĂŒtzenheim in diesem Land bedeutet ein klein wenig mehr Schutz fĂŒr Betroffene von Rassismus.

Den rassistischen Normalzustand angreifen. SolidaritÀt mit allen Betroffenen rassistischer Gewalt. Wut und Trauer zu Widerstand!

Quelle: OMPF (Tor)

Heute Nacht hat es im Vereinsheim eines SchĂŒtzenvereines gebrannt. Es entstand Sachschaden, verletzt wurde aber niemand.
Gegen 01:30 Uhr war aus bislang ungeklĂ€rter Ursache ein SchĂŒtzenstand des Schießstandes in Brand geraten. Dieser und Teile der Überdachung wurden durch das Feuer stark beschĂ€digt. Die alarmierte Feuerwehr löschte den Brand zĂŒgig. Der Gesamtschaden wird auf ca. 30.000 Euro geschĂ€tzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen ĂŒbernommen und geht aktuell von einer vorsĂ€tzlichen Tat aus. Zur Stunde lĂ€uft die Spuren- und Beweisaufnahme vor Ort.
Zeugen, die im Bereich des Berger SchĂŒtzenhauses heute Nacht etwas VerdĂ€chtiges bemerkt haben, werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 15 unter der Rufnummer  in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizei




Quelle: Chronik.blackblogs.org