MĂ€rz 8, 2021
Von InfoRiot
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Vermutlich seit Jahrzehnten prangt am GerÀtehaus der Freiwilligen Feuerwehr in JÀnschwalde eine Inschrift, die der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) zugeschrieben wird. Dabei ist die öffentliche Verwendung strafbar. Von Sebastian Schiller

Eine verbotene SA-Losung am GerĂ€tehaus der Freiwilligen Feuerwehr in JĂ€nschwalde (Spree-Neiße) soll noch in dieser Woche ĂŒbermalt werden. Das hat die Amtsverwaltung in Peitz am Montag entschieden. Bei der Polizei war dazu eine anonyme Anzeige eingegangen.

An dem GebĂ€ude befindet sich die Aufschrift “Alles fĂŒr Deutschland”. Die Verwendung dieses Spruchs ist verboten: Er wird der nationalsozialistischen Sturmabteilung (SA) zugeschrieben, der paramilitĂ€rischen Kampforganisation der NSDAP.

Seit wann der Spruch an dem Haus in JĂ€schwalde genau existiert, ist bislang unbekannt. Auf einem Foto, das Ende der 1990er Jahre aufgenommen worden ist, ist er auf jeden Fall schon zu sehen. Warscheinlicher ist, dass diese Parole, die von der SA verwendet wurde, schon viel lĂ€nger an der Fassade prangt: 1935 wurde der Turm eingeweiht – die Jahreszahl steht unter dem Spruch.

Zu sehen ist die Losung allerdings nur aus der Ferne: Steht man direkt vor dem GebĂ€ude, ĂŒberdeckt ein neuer Anbau das ganze Bild.

Dass die Parole bewusst stehen gelassen wurde, was auf Rechtsextreme in der Freiwilligen Feuerwehr hindeuten könnte, weist AmtswehrfĂŒhrer Thomas Schulze entschieden zurĂŒck: “Es sind mir da keine rechtsradikalen Tendenzen bekannt geworden, das hĂ€tte ich auch verhindert.”




Quelle: Inforiot.de