April 18, 2021
Von Indymedia
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Dazu hat sich in Frankfurt ein BĂŒndnis gegrĂŒndet welches aktiv im ganzen Rhein-Main-Gebiet mobilisiert. 

 

Die Liste der UnterstĂŒtzer:innen wĂ€chst und das BĂŒndnis bildet eine Vielzahl von Arbeiter:innen KĂ€mpfen sowie diverser anderer Widerstandsbewegungen ab. Dazu sind viele Texte entstanden rund um Krise, Pandemie und anderer aktueller Auseinandersetzungen wie bspw. Dem Kampf der WISAG Arbeiter:innen am Frankfurter Flughafen. 

 

Gleichzeitig mobilisieren auch andere BĂŒndnisse wie bspw. „Wer hat der gibt“ zur Demo sodass ein breiter Teil der Linken erwartet wird. Der DGB hingegen bleibt wie jedes Jahr ziemlich farblos und lĂ€sst auf seiner BĂŒhne nur Sesselpupser FunktionĂ€re und korrupte SPD BĂŒrgermeister reden. 

 

UnterstĂŒtzt die Demonstration und packt die rote Fahne ein! Wir sehen uns am ersten Mai auf der Straße!

 

 

Aufruf:

 

Die Corona-Pandemie und die Wirtschaftskrise machen auf schmerzlichste Weise deutlich, was es heißt, zu haben oder nicht zu haben: Dass das gute Leben kostet, und dieser Reichtum der Minderheit auf dem RĂŒcken der Mehrheit ausgetragen wird. WofĂŒr die Wirtschaftskrise abstrakt steht, zeigt die Pandemie konkret: Kapitalismus spaltet. Denn


  • wĂ€hrend die einen von drei Jobs nicht leben können, leben andere vom Privileg der Erbschaft; davon, dass sie einfach nur besitzen.
  • wĂ€hrend wir unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen bei Tönnies, Aldi, Amazon & Co schuften, profitieren die anderen von unserer Arbeit.
  • wĂ€hrend die Existenznöte durch Kurzarbeit; Leih- und Zeitarbeit vor allem BIPOCs (Black, Indigenous, People of Color), Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder ohne sicheren Aufenthaltsstatus besonders hart trifft, schlagen Unternehmen aus dieser rassistischen Arbeitsteilung Profit.
  • wĂ€hrend die einen an den EU-Außengrenzen und auf dem Mittelmeer ums Überleben kĂ€mpfen, fliegen die andern nach Belieben um die Welt in den Urlaub.
  • wĂ€hrend die einen entlassen werden und uns staatliche Krisen-Hilfen verweigert werden, schĂŒttet der Staat Coronahilfen an Unternehmen und AktionĂ€r_innen aus.
  • wĂ€hrend Pfleger_innen fĂŒr Hungerlöhne gegen das Virus kĂ€mpfen, werden Impfpatente nicht freigeben und unsere Gesundheit nach Profit bewertet.
  • wĂ€hrend sich die ohnehin ungerechte Verteilung unbezahlter Arbeit – Putzen, Kochen, Erziehen, Sorgen usw. – zulasten der Frauen, Queers, migrantischer Menschen und BIPOCs in der Pandemie unzumutbar zuspitzt, können sich andere die rassistisch-sexistische Auslagerung der privaten Hausarbeit leisten.
  • wĂ€hrend wir am Monatsende kaum noch was ĂŒber haben, drohen uns Wohnkonzerne schon mit der nĂ€chsten Miet- und Betriebskostenerhöhung oder KĂŒndigung wegen Eigenbedarfs.
  • wĂ€hrend Millionen Menschen vor den Folgen der Klimakrise, vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen, hat VW mitten in der Coronapandemie 10 Milliarden Gewinn gemacht; wird die Lufthansa mit Milliarden auf unsere Kosten gerettet.
  • wĂ€hrend die einen – ganz besonders nach den Attentaten in Halle und Hanau – in Angst vor rassistischer und antisemitischer Gewalt leben mĂŒssen, wird in der Politik die nĂ€chste Abschiebung; ein schĂ€rfere Polizeigesetz oder die staatliche VerbrĂŒderung mit Verschwörungsideologischen Bewegungen vorbereitet.

FĂŒr Wenige bringt der Kapitalismus Reichtum und einen Überfluss an Möglichkeiten, fĂŒr uns, die wir den Profit der anderen tagtĂ€glich erarbeiten, bringt er Not, Elend und Perspektivlosigkeit. Wir können diese WidersprĂŒche nicht lĂ€nger ertragen, wir sind wĂŒtend und traurig darĂŒber, dass wir uns kaputt arbeiten und dennoch keine Chancen auf ein gutes Leben haben. Doch gerade diese WidersprĂŒche zeigen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist, denn „WidersprĂŒche sind die Hoffnungen. Erst sie ermöglichen den Bruch, der durch die Gesellschaft der Leistungen und der staatlichen Macht geht.“ Die WidersprĂŒche des Kapitalismus sind menschgemacht, also von Menschen ĂŒberwindbar – lasst uns unsere Wut kollektiv auf die Straße tragen, um endlich mit dem System zu brechen, das uns unterdrĂŒckt und ausbeutet. Lasst uns klar machen, dass wir nicht fĂŒr die Krise zahlen, die mit unserer Gesundheit, unserer Arbeit, unseren Körpern, unserer Miete sowie mit der Zerstörung unserer Umwelt Profit macht! Lasst uns deutlich machen, dass wir nicht lĂ€nger bereit sind, fĂŒr Unternehmen zu schuften, deren Reichtum auf Nazikapital; deren Profit auf Antisemitismus, Sexismus, Ausbeutung und Spaltung der Arbeiter_innen beruht. Lasst uns den Tag der Arbeit zum Tag der Wut machen!

Kommt am 1. Mai 2021 auf die Straße, vernetzt und solidarisiert Euch im kollektiven Kampf gegen das kapitalistische Arbeitssystem und soziale Ungleichheit.

 

 

Texte:

 

 

 

Presse:

 

 

Social Media:

 

 

Anreise:

  • Mainz – Hauptbahnhof – 16:20
  • Darmstadt – Hauptbahnhof – 16:20

 

 

 

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Quelle: De.indymedia.org