November 19, 2022
Von Libertäre Kommunist*innen Osnabrück
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Der Prozess – Ein Film von Eberhard Fechner über den Majdanek-Prozess
Dienstag, 22.11.2022 im SubstAnZ, Frankenstraße 25a

Teil 2: Beweisaufnahme – Dauer 90 Minuten

Vom 26. 11.1975 begann in Düsseldorf der Prozess gegen 15 der mehr als 1500 Bewacher*innen des Lagers Majdanek. Der Prozess ging bis zum 30. Juni 1981 und wurde zum längsten Prozess der deutschen Justizgeschichte.

Der Hautptangeklagte war der ehemaliger SS-Hauptsturmbannführer Herrmann Hackmann, der am 11.11.1913 in Osnabrück geboren wurde. Er besuchte eine Mittelschule in Osnabrück, macht 1930 die mittlere Reife. 1933 beendete er eine Maurerlehre, und trat in die SS ein. Im August 1934 ging er als Freiwilliger zur SS-Wachtruppe Ostfriesland und wurde ca 9 Monate im SS-Lager/KZ Esterwegen ausgebildet. Danach Einsatz in Buchenwald, von wo er im August 1941 nach Lublin/Majdanek ging. Dort war er als 1. Schutzhaftlagerführer und stellvertretender Kommandant bis Ende September 1942.

In dem Film kommen Beteiligten dieses Prozesses – von den Täter*innen, über Justizvertreter, Zeug*innen, bis zu Prozessbeobachter*innen zu Wort.

Einer dieser Beobachter erklärte was dieses Verfahren grundlegend von anderen unterschieden hat: Der Prozess sei vom Eröffnungstag an eine Zäsur gewesen, weil ohne jede Scham von den meisten Verteidigern nazistisch, rassistisch und antisemitisch argumentiert wurde. Die Art des Vortrages der Argumente, das sei Stürmer gewesen.




Quelle: Likos.noblogs.org